Autor

Weitere Artikel vom Autor

Informationen

45
Hype it!
Release: keine Angabe
Status: keine Angabe
Plattformen: PC, PS2, XBox
Publisher: Rockstar Games
Entwickler: Rockstar North
Genre: keine Angabe
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: gta-scene.de

Alle gegen Einen

Beitrag bookmarken
0
Hype it!
25. Juni 2003
Zwei jugendliche Stiefbrüder, 13 und 16, aus Newport (Tennessee) imitieren GTA: Vice City, schießen 25 mal mit einem Kaliber 22 Gewehr auf vorbeifahrende Autos auf dem Interstate 40 - Highway. Bei dieser Aktion stirbt ein 45-jähriger Mann durch die Schusswunden, eine 19-jährige Frau wird verwundet. Die beiden Schützen wurden schuldig der Gefährdung von Menschenleben sowie des Totschlags gesprochen und in das Jugendgefängnis eingewiesen.

25. Oktober 2003
Nach einer anfänglichen Ruhe um den Fall reagieren die ersten haitianisch–amerikanischen Gruppen innerhalb Miamis. Zum einen der haitianische Stadtrat und zum anderen die haitianischen Amerikaner, sie klagen auf Grund Verletzung der Menschenrechte. Im Spiel soll es Phrasen geben, welche sich ganz klar gegen die Ethik der Haitianer bzw. der Kubaner ausspricht. Die Charaktere im Spiel sollen Äußerungen wie „Kill the haitians“, zu Deutsch „Tötet die Haitianer“, von sich geben. Das Thema erregt zum ersten Mal das allgemeine Aufsehen und spricht sich in der Gamerszene schnell rum. Zahlreiche Newsseiten berichten darüber. Henry Frank, Geschäftsführer des haitianischen Stadtrats, meint: „GTA: Vice City ist eine kulturelle Attacke gegen die Millionen von Haitianern welche innerhalb Amerikas leben“.

9. Dezember 2003
Rockstar „beschneidet“ GTA: Vice City, nachdem erneute Rassismus-Anklagen laut werden. Die angesprochenen Szenen werden restlos entfernt. Wal Mart und Blockbuster beschließen darauf hin, die zensierte Version wieder frei zum Verkauf anzubieten. Daraufhin gehen amerikanisch-haitianische Gruppen erneut auf die Barrikaden.

19. Dezember 2003
In einem Brief an Rockstar Games fordert Mark Gallagher Schadensersatz auf Grund Gedankengutdiebstahls. Als sich Gallagher
bei DMA (heute Rockstar Games) bewarb, habe er ein Spiel namens „Crime Inc.“ Als Bewerbungsbeilage hinzugefügt. Dieses beinhaltete ein ähnliches Spielprinzip wie die GTA-Teile sie aufweisen würden. Rockstar stellte ihn nicht ein, behielt aber angeblich die Kopie des Spiels. Vier Jahre später erschien dann der erste Teil der Grand Theft Auto – Serie. In einem Interview mit Brian Baglow, welcher zu DMA-Zeiten am ersten Teil werkelte und dort angestellt war, verneint Gallaghers Aussage. Er wundert sich außerdem darüber, dass er erst jetzt, ganze sechs Jahre später, mit dieser Beschwerde herausrückt.

15. Januar 2004
Der Verkauf bzw. die Vermietung von Videospielen an unter 18-jährige wird durch die GTA-Affäre in Nord-Miami verboten. Nur mittels einer schriftlichen Erlaubnis der Eltern dürfen Jugendliche in Shops die Spiele erstehen. Dies bedeutet, dass auch

Spiele mit einer Altersbeschränkung unter 18 Jahren nicht vermietet werden können und die Vermieter bei Missachtung zur Kasse gebeten werden. Strafen bis 250€ sind geplant, für Wiederholungstäter werden gar 500€ verlangt.

22. Januar 2004
Die Cuban American Bar Association (CABA) schickt einen Brief an die Entwickler des Spiels. In diesem bringt sie ihre Empörtheit über das Spiel und dessen Inhalt zum Ausdruck. Die Vereinigung fordert das sofortige Verkaufsverbot von GTA: Vice City. Kopien dieses Briefes erreichten das amerikanische Justizministerium und den amerikanischen Gouverneur am selben Tag. Das Spiel sei laut der CABA extrem rassistisch und rege zum Völkermord an.

26. Januar 2004
Joseph Lieberman hat ein neues Objekt ins Visier genommen. Der US-Politiker, seit jeher gegen Gewalt und Sex in Spielen eingestellt, weißt die Medien auf die Grand Theft Auto-Reihe hin, welche angeblich nur einen Sinn erfüllt: Der qualvollen Ermordung von Frauen und deren ultimativen Tod. „Der Spieler wird dafür belohnt indem er eine Frau angreift, sie auf den Boden wirft, sie wiederholt tritt nur um sie dann ultimativ zu töten indem er wieder und wieder auf sie schießt".

Mit dieser Falschaussage wird ein weiteres Medienspektakel losgetreten, das schließlich in der Aussage endet, dass die kommende Generation der Männer nicht nur frauenfeindlich, sondern auch realitätsfremd und rassistisch ist. Zudem sollen sich potenzielle Massenmörder entwickeln.

Das Verfahren richtet sich am Abend des 26. Februar durch den Einwurf einer haitianischen Gruppe gegen die Zweigstelle Rockstars in Miami aus. Vorher konzentrierte man sich auf die in Manhattan. Der Grund hierfür seien die begrenzten rechtlichen Mittel im Raum Miami. Wenn man das Verfahren allerdings staatlich machen würde, hätte man bessere Aussichten auf Erfolg, so der Anwalt der Gruppe.

Unsere Meinung:
Beim recherchieren dieser Kolumne kam uns zunehmend das Wort „lächerlich“ in den Kopf. Zwar kann man die anfänglichen Aktionen der Haitianer durchaus nachvollziehen, jedoch die sich daraus entwickelnde Situation nur als „Theateraufführung“ ansehen. Politiker, die wohl eher selten im Rampenlicht stehen, springen auf den Hass-Zug gegen ein Spiel, nur um in den Medien präsent zu sein. Falschaussagen werden gemacht und das Spiel schließlich mehr und mehr in den Dreck gezogen, besonders durch die - unserer Meinung nach - schockierendste Aussage überhaupt: „GTA ist 10.000 mal schlimmer, als das was Jackson einem Kind je angetan hat“. Dabei wird eine wahrscheinliche Misshandlung eines Kindes, die tiefgehende psychische Probleme mit sich zieht, mit einer Simulation gleichgestellt, die an sich niemandem Schaden zufügen kann. Allein diese Aussage ist derart „krank“, dass wir zum Schluss nur folgendes über die Medien-Hetze sagen können: Typisch amerikanisch...
Artikel weiterempfehlen
Seiten: 1

Partner

  • Spellborn
  • Sevenload
  • Sevenload
  • Gametribe
  • GTAinside

Tools

WoW-Datenbank
LotRO-Datenbank