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Hype it!
Release: PC: 2009
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Blizzard
Entwickler: Blizzard
Genre: Strategie
Off. Seite: starcraft2.com
Fansite: starcraft.onlinewelten.com

Wir sind der Schwarm

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Hype it!
Selbst das hektische Treiben auf einem der zahlreichen Monitore nur aus der Ferne zu betrachten, macht schon Laune. Und Lust auf mehr. Wer selber Hand anlegen wollte, hatte nur eine Wahl - anstehen und sich in Geduld üben. Aber glücklicherweise bekamen wir die Gelegenheit, den Tross zu umgehen und uns Starcraft 2 anzuschauen, bevor faszinierte Beobachter Blizzards Stand komplett blockierten.

Auch die mächtigen Zerg sind nicht unbesiegbar.

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Wir konnten den heiß ersehnten Echtzeitstrategie-Titel bereits auf den World Wide Invitationals anspielen, und die in Leipzig der breiten Öffentlichkeit vorgestellte Version unterschied sich spielerisch nicht merklich. Auch auf der Games Convention 2008 wurde wieder deutlich: Wer den Vorgänger kennt, findet sich in Starcraft 2 sofort zurecht. Die Benutzeroberfäche, die Hotkeys und nicht zuletzt die Ansicht lassen klar erkennen, dass man bei Blizzard keine Experimente wagen will und am Erfolgsrezept des Kultspiels wenig verändert hat. Auffällig sind natürlich die vielen grafischen Gimmicks, die vor allem auch bei hereingezoomter Kamera ins Auge stechen. Der simple Bau eines Versorgungsdepots wird begleitet von einer Vielzahl an Animationen, die nicht nur schick aussehen, sondern auch ein Stück Glaubwüdigkeit transportieren. Einem Zerg-Komplex sieht man nun an, dass er aus lebenden Organismen besteht, die entsprechend dem Schwarmwillen mutiert sind. Da wabert und pulsiert selbst der Kriecher, die Grundlage der Zerg, auf denen alle Gebäude errichtet werden. Die Häuser und Einheiten sind natürlich nicht minder ekelig und versprühen einen
schleimigen Charme, während die Protoss durch Hightech glänzen und die Terraner durch industrielle Mechanik auffallen. Der Bau- und Produktionsprozess an sich ist wie gewohnt rassenspezifisch, und auch wenn die Gebäude sowie Einheiten sich in ihren Funktionen ähneln, sind sie keineswegs gleich. Die fundamentalen Unterschiede zwischen Zerg, Terranern und Protoss bei gleichzeitiger Ausgewogeheit machen seit jeher den Reiz des Spiels aus. Der Abbau von Rohstoffen und der Aufbau der eigenen Basis mit entsprechenden Forschungszentren, Produktionsstätten und Verteidigungsanlagen ist aber nur ein Teil des Spiels. Im Vordergrund steht auch weiterhin der militärische Konflikt. Die drei Rassen stehen sich immer noch unversöhnlich gegenüber und kämpfen um die Vorherrschaft.

Viele Effekte sorgen für Stimmung. Das Spielgeschehen bleibt jedoch stets gut einsehbar.

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Um keiner Partei einen unfairen Vorteil zu gewähren, wird natürlich auch weiterhin ausgiebig am Balancing gefeilt. In der kurzen Zeit, die uns zum Spielen zur Verfügung stand, wurde bereits deutlich, wie viel Wert auf die Ausgeglichhenheit der unterschiedlichen Einheiten gelegt wurde. So spielt auch Starcraft 2 seine Stärken vor allem im Multiplayer aus. Die Gefechte gegen menschliche Spieler haben einfach ihre ganz eigene Dynamik und werden wie gewohnt von hektischen Mausbewegungen begleitet. Mit starrem Blick auf den Bildschirm versucht man währenddessen, alle wichtigen Details im Auge zu behalten. Dabei wird deutlich, dass sich in der Kriegstechnologie einiges getan hat. Neue Einheiten wie z.B. der Artillerie-Mech "Thor" der Terraner oder die explodierenden "Banelinge" der Zerg gestalten die Kämpfe wie gewohnt spannend. Es fallen einem aber auch die zahlreichen Neuerungen an altbekannten Einheiten und Gebäuden auf, die alle mit sehr viel Bedacht eingefügt wurden. Terranische Bunker beispielsweise lassen sich nun versenken, damit die Belagerungspanzer mehr Platz zum Rangieren haben. An Kasernen kann nun angebaut werden, um die altbekannten Space Marines gleich im Doppelpack parallel auszubilden und so effizient und schnell eine schlagkräftige Armee auf die Beine zu stellen. Bevor man expandieren und neue Vespin-Gas- sowie Mineralienressourcen erschließen kann, müssen Felsbrocken weggesprengt werden, die die Expansionsfelder blockieren - vielleicht sind zuküftig auch kleinere Gegnergruppen geplant, die ähnlich wie in Warcraft 3 die Felder bewachen? Das Kampfgeschehen selbst wird von einem wahren Effektfeuerwerk begleitet. Die großen Explosionen erzeugen so viel Hitze, dass die Umgebung leicht verzerrt dargestellt wird. Das Artilleriefeuer von Belagerungspanzern und Thor-Kampfmechs hinterlässt dampfende Spuren und die Schilde sowie Feuerstöße der Protoss bringen mit gleißendem Licht Farbe ins Kampfgetümmel. Dabei hat man genau das richtige Maß gefunden: Die Effekte wirken keineswegs übertrieben oder verspielt, sondern wurden trotz ihrer Vielzahl erfreulich dezent in das Gesamtbild eingefügt.

Starcraft 2 ist auf dem besten Weg, die Quadratur des Kreises zu vollenden und den Fans das gewohnte SC-Feeling bescheren, ohne altbacken zu wirken. Aber auch Neulinge können sich jederzeit einklinken, denn Blizzards Titel ist so einsteigerfreundlich, dass man die Steuerung nach ein paar Minuten verinnerlicht hat. Die Version, die wir anspielen konnten, machte bereits einen grundsoliden Eindruck und nährt die Hoffnung, dass der Release des Strategiekrachers nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
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