Bereits im Rahmen der Worldwide Invitational konnten wir den Todesritter kurz anspielen. Dank der Beta von Wrath of the Lich King haben wir jetzt etwas mehr Zeit für die neue Heldenklasse. Hier findet ihr unseren Erfahrungsbericht.
Schon bei unserem ersten Anspielen in Paris vor einigen Wochen war klar: Der Todesritter ist eine sehr reizvolle Klasse. Was wurde im Vorfeld nicht schon alles spekuliert und verteufelt; "zu komplizierte Mechanik", "viel zu stark", "läuft Kriegern den Rang als Tank" ab und viele ähnliche Kommentare zierten die Fanforen von World of WarCraft. Ob das alles der Wahrheit entspricht, können wir jetzt natürlich noch sagen. Wrath of the Lich King befindet sich zwar schon in einem weit fortgeschrittenen Zustand, doch Blizzard Entertainment experimentiert nahezu täglich mit den Talenten herum. Bis zum Release kann und wird sich demnach noch einiges ändern. Dennoch haben wir mal eine Bestandsaufnahme im Rahmen des Beta-Tests gewagt.

Oha, der Lich King persönlich nimmt sich den Neuankömmlingen an und schickt sie ins Innere der Festung Ebon Hold.


Mit etwas zittrigen Händen (ja, die Aufregung) erstellen wir unseren ersten Todesritter. Die Wahl fällt auf einen Ork, dem wir den viel- respektive nichtssagenden Namen "Dementor" verpassen. Nach einem kurzen Kameraflug über die Pestländern finden wir uns in luftiger Höhe auf einer schwebenden Plattform wieder- Ebon Hold. Zu allem Übel steht uns der Lich King persönlich gegenüber und will uns den Pfad des Todesritters lehren, naja, zumindest schickt er uns ins Innere der kleinen Festung. In deren düsteren Katakomben machen wir uns daran, unser erstes Runenschwert zu schmieden. Praktisch: Dank der besagten Runen können wir die Waffe mit einem Effekt unserer Wahl (Stärke-Proc, Zauberschaden-Proc etc.) bestücken. Dies soll wohl den Start des auf Stufe 55 beginnenden Todesritters erleichtern. Selbiges gilt für die Ausrüstung. Zwar ist diese nur von "grüner" Wertigkeit, kann sich aber in Bezug auf die Werte durchaus sehen lassen.
Mit dem Runenschwert und einigen Talenten bestückt, verlassen wir nach einigen Botengängen Ebon Hold durch einen Teleporter. Nett: Ein passiver Buff lässt uns innerhalb von Ebon Hold schneller laufen. Ach ja, Talentpunkte dürfen wir noch keine vergeben. Zwar ist unser Charakter bereits auf der 55. Stufe angelangt, doch die neuen Fertigkeiten müssen wir uns zunächst verdienen. Mit dem Abschließen von
Quests erhalten wir nicht nur Gold und Erfahrungspunkte sondern auch die besagten Talentpunkte. Auf diese Weise werden wir schrittweise an den Todesritter und dessen Fähigkeiten herangeführt - gute Idee.

Die Quests im Startgebiet sind stimmig inszeniert und bieten reichlich Abwechslung.

Bleiben wir doch kurz bei den Talentbäumen. Von diesen gibt es wie bei jeder anderen Klasse auch drei Varianten. Wer sich der Blutlinie zuwendet, erhält Zugang zu vielen reaktiven Buffs (Erhöhung des Schadens etc.) und Fertigkeiten, die dem Gegner Lebenspunkte stehlen. Besonders cool sind die Blutwürmer, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aus Leichen schlüpfen und dem Todesritter zur Seite stehen. Wer sich auf Frost spezialisiert, erhöht unter anderem seine Überlebensfähigkeit und legt den Fokus mehr in Richtung Tank. So erhöht beispielsweise die Verwendung von Frostrunen kurzzeitig den Rüstungswert beträchtlich an. Die Unheilig-Talente konzentrieren sich auf Schaden, Krankheiten und beschwörbare Ghuls und stellen eine Kombination aus Frost und Blut dar - zumindest ansatzweise. Jede Linie hat ihren Reiz und es gibt bereits jetzt eine Vielzahl interessante Skillvorschläge.