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Wodka und Spiele

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Noch weiter in der Zeit zurück reisen wir mit dem Spiel Necrovision, das schon bei Prague & Play 2007 gezeigt wurde und dieses Jahr erneut seinen Weg auf die Präsentationsbildschirme fand. Während des Ersten Weltkrieges gerät Simon Bunker, ein amerikanischer GI, in den puren Horror der Schützengräben. Statt Maschinengewehrgarben und Giftgasattacken erwarten ihn Dämonen und Vampire, die einen verborgenen Krieg führen, und es liegt an euch, das Überleben der Menschheit zu sichern. Das klingt nicht nur durchgedreht, sondern spielt sich auch so. Das Szenario wird im Laufe des Spiels immer abgefahrener und die Grafik vermittelt eine angenehm düstere Atmosphäre. Die zwölf Missionen werden von Bosskämpfen unterbrochen, die wir mit 18 unterschiedlichen Waffen vom realistischen Gewehr bis zum dämonischen Artefakt bestreiten können. Online sollen noch in diesem Jahr bis zu 16 Spieler auf sechs Karten in den Modi Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Artefact gegeneinander antreten können.

Dämonen und Vampire im Ersten Weltkrieg: Dieses Szenario serviert euch der Shooter Necrovision.

Noch trashiger geht es in Cryostasis: Sleep of Reason zu. Genau wie Necrovision konnten wir den B-Movie unter den Ego-Shootern schon zum zweiten Mal bewundern. Die Handlung spielt auf einem alten nuklearen Eisbrecher, der am Polarkreis havariert ist. Ihr schlüpft zur Abwechslung mal nicht in eine virtuelle Soldaten- oder Superheldenuniform, sondern in die Arbeitskleidung eines Meteorologen. Anstatt einer Lebenspunktanzeige gibt es für den Jörg Kachelmann unter den Ego-Shooter-Helden eine Skala über die Körpertemperatur. Ständig droht uns das Blut in den Adern zu gefrieren und wir müssen uns die Hände an Ofenrohren und Feuern wärmen,
die rätselhafterweise nach all den Jahren im Eis noch Hitze abstrahlen. Doch damit nicht genug der Merkwürdigkeiten: Wir verfügen über mentale Fähigkeiten, die Uri Geller zu Freudenschreien verführen würden. Treffen wir auf Stellen, an denen Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen sind, können wir die Geschichte anhand der letzten Erlebnisse der Opfer und der Veränderung ihrer Handlungen nachträglich ändern. So decken wir Stück für Stück das Geheimnis des verunglückten Schiffs auf und genießen ab Oktober die unheimliche Stimmung an Bord.

Wir bleiben auf schwankenden Planken und begeben uns zurück in die Blütezeit der Piraterie. Captain Blood basiert auf den Büchern von Rafael Sabbatini und entführt uns in karibische Gefilde. Das Hack'n'Slay-Spiel bietet neben den üblichen Duellen mit Fecht- und Feuerwaffen spannende Seeschlachten und Massenprügeleien mit über 20 rauflustigen Seebären. Wenn wir Schiffe entern und Forts angreifen, lassen sich Teile der Umwelt in unsere Aktionen mit einbeziehen. Gerade im Nahkampf spielt das zweihändige Kampfsystem seine Stärken aus. Neben Spezialangriffen lassen sich wirkungsvolle Kombos auslösen, um den Gegnern einen finalen Aderlass zu verpassen. Das eindrucksvolle Schadenssystem an den Schiffen, fließende Animationen, verrückt wirkende Charaktere und blutige Kampfsequenzen lassen hoffen, dass Hack'n'Slay-Fans dieses Jahr ein besonderes Schmankerl für den PC und die XBox 360 erwarten dürfen.

Cryostasis: Schockierender Nervenkitzel à la Condemned 2 oder billiger Trash?

Nicht nur auf Deck versuchen Spieler, sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Im PC-Rennspiel Death Track dürfen Piloten ab Oktober nicht nur die Reifen auf futuristischen Pisten qualmen lassen, sondern auch durchladen und entsichern. Zehn Städte von Bangkok bis zum Vatikan bieten Pisten für das Überlebensrennen, das Highlight der zukünftigen Autosportszene. Fünf Rennmodi mit über 100 Kilometern Streckenlänge und zehn unterschiedliche Fahrzeuge sollen an den Bildschirm fesseln. Leider wirkt die Grafik zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr überladen, der Streckenverlauf muss häufiger erraten werden. Außerdem ist die Steuerung noch sehr sensibel. Die Fahrzeuge brauchen eine lange Eingewöhnungszeit, bis sie sich sicher kontrollieren lassen, und zumindest in den ersten paar Minuten will mangels Erfolgserlebnissen kein rechter Spielspaß aufkommen. Hier muss noch einiges getunt werden.

Rustikaler und weniger gewalttätig geht es in 4x4 Hummer zur Sache. Trotz des eindeutigen Markennamens gibt es in der PC-Simulation, die ebenfalls für Oktober angekündigt ist, nicht nur einen martialischen Geländewagentypus, sondern zehn lizenzierte SUVs von General Motors. Vom Cadillac Escalade über den Chevrolet Trailblazer bis zum GMC Yukon ist ein illusterer Allradfuhrpark versammelt. Selbstredend, dass diese Fahrzeuge nichts auf asphaltierten Strecken zu suchen haben, sondern raues Terrain bevorzugen. Im steinigen Grand Canyon, in den sandigen Dünen Ägyptens und der urigen Landschaft Islands lassen wir die Reifen durchdrehen. Dank Allradschaltung, GPS-Navigation, Differenzialsperren, Seilwinden, anpassbarer Federung und Reifendrucks soll authentisches Offroad-Feeling aufkommen, das eine noch nie da gewesene Rennerfahrung bietet. Doch PR-Versprechen klingen immer rosiger als die harte Realität und die Fahrzeugbewegungen am Monitor sahen zum Teil recht unglaubwürdig aus. Ob wir realistischen Fahrspaß oder fantastische Rennmanöver zu erwarten haben, wird ein ausführlicherer Test in der Zukunft zeigen müssen.
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