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Wodka und Spiele

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Hype it!
Mit Spielen aus dem Osten scheint es manchmal so zu sein wie mit Wodka. Entweder der Stoff bereitet einem einen üblen Rausch und noch unangenehmere Kopfschmerzen, oder man trinkt ein edles Wässerchen, das an Klarheit kaum zu überbieten ist. Zur zweiten Sorte könnte King's Bounty: The Legend gehören, auf das Martin Deppe schon vor dem Haustermin bei 1C in Prag einen Blick für uns warf. Das Remake des Klassikers, der die Inspiration zu Heroes of Might and Magic darstellte, könnte ein waschechter Hit werden.

King's Bounty: Die Kämpfe werden mit sehenswerten Effekten in Szene gesetzt.

Das gilt auch für Il2 Sturmovik: Birds of Prey. Bei dem Flugsimulator handelt es sich nicht einfach um einen weiteren Ableger von 1Cs Verkaufsschlager für den PC. Statt Joysticks kommen dieses Mal Gamepads und ein Stylus ins Spiel, um die fliegenden Kisten des Zweiten Weltkrieges in der Luft zu halten. Denn die Startfreigabe erfolgt dieses Mal auf der PS3, der Xbox 360, der PSP und dem NDS. Bei einer Proberunde auf der XBox stellte sich heraus, dass die Entwickler bei Gaijin Entertainment die großartige Grafik und das anspruchsvolle Flugmodell übernommen haben. Atemberaubende Luftkämpfe und eine immense Fernsicht sind also garantiert. Nicht nur die Blickweiten
sind enorm, das Schadensmodell an den Flugzeugen stellt sogar Durchschusslöcher an den Tragflächen dar. Wer eher ein Anhänger der Blazing Angels als von Falcon 4.0 ist, wird den Realismusgrad aber auch herunter regeln können. Über 50 Missionen von der West- bis an die Ostfront, zahlreiche Flugzeuge und ein umfangreicher Mehrspielermodus sollen für Langzeitmotivation sorgen. Wenn der erste Eindruck nicht trügt und das Gamepad den Joystick wirklich als Eingabegerät ersetzen kann, dürfen wir uns auf den Jungfernflug 2009 freuen.

PC-Spieler brauchen nicht zu hoffen, den Schützengräben des Zweiten Weltkrieges entgehen zu können. Nach Soldiers: Heroes of World War II und Faces of War bestreiten wir mit den Men of War taktische Schlachten. Wie gehabt kommandieren wir eine kleine Gruppe von Soldaten und machen uns dabei deren Spezialfähigkeiten zunutze. Vom Scharfschützen bis zum Handgranaten-Weitwurf-Weltmeister ist unser Team gut besetzt, und im Bedarfsfall verlassen wir die taktische Truppensteuerung, um im direkten Kontrollmodus einzelne Einheiten von Hand zu steuern. Wer mit dem Standardinterface nicht klar kommt, kann die Schaltflächen seinen Vorlieben entsprechend anordnen. Wir begleiten unsere Soldaten durch drei verschiedene Geschichten und insgesamt 19 Missionen auf Seiten der Sowjets, der Alliierten und der Deutschen. Im Mehrspielermodus stößt Japan als neue Nation zu den Kriegsparteien, und so überrascht auch die Zahl von über 50 neuen steuerbaren Einheiten nicht. Noch lässt sich nicht abschätzen, ob das Flair der Vorgänger erreicht wird. Die Voraussetzungen dafür sind jedoch gegeben und die Grafikengine zeigt schon jetzt sehr detaillierte Schlachtszenen. Bis zum Release im September 2008 werden wir aber sicher eine genauere Prognose stellen können.

Men of War: Idylle so weit das Auge reicht? Von wegen! Hier herrscht Krieg. Und zwar richtig!

Anscheinend hat man im Osten einen Faible für Spiele, die auf "of War" enden. Theatre of War II spielt - was für eine Überraschung - ebenfalls im Zweiten Weltkrieg. Im Nachfolger des Echtzeitstrategiespiels, das in Deutschland auf ein eher verhaltenes Echo stieß, folgen wir General Erwin Rommel nach Nordafrika. Auf Seiten der Deutschen oder der amerikanischen und britischen Truppen wirbelt man den Wüstensand auf. Trotz der verbesserten Grafik und Akustik ist der erste Eindruck nicht überragend. Die Animationen der detaillierten Soldaten wirken puppenhaft und die Wüstenoptik ist naturgemäß trist. Dafür versucht man mit Authentizität zu punkten. Die Schlachtfelder entsprechen der Darstellung auf historischen Dokumenten, und neben offenen Feldschlachten gehen Soldaten gerne mal in den Nahkampf. Dafür muss man den Gegner aber erst einmal entdecken, was sich wegen der realistischen Sichtlinienberechnung, die Höhenunterschiede und Raucheffekte berücksichtigt, durchaus anspruchsvoll gestaltet. Kopfzerbrechen bereitet uns noch die Ankündigung von 15 Missionen, die sich auf die britische, amerikanische und deutsche Kampagne aufteilen. Fünf Missionen pro Fraktion klingen nach einem kurzen Vergnügen, wobei die Spieler dank des versprochenen Missionseditors selbst für Abhilfe sorgen könnten. Die Veröffentlichung ist noch für dieses Jahr geplant.
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