André Linken Nach anfänglicher Skepsis überwiegt bei mir jetzt doch langsam aber sicher die Vorfreude. Zwar erfindet Blizzard das MMORPG-Rad definitiv nicht neu, doch sie bauen das bewährte WoW-Prinzip konsequent und mit viel Liebe zum Detail weiter aus. Der Winter kann kommen.
Es ist wohl das am sehnlichsten erwartete Addon seit vielen Jahren - wenn nicht sogar aller Zeiten. Klingt übertrieben und riecht zudem sehr nach Hype; doch was bisher von Wrath of the Lich King bekannt ist, lässt tatsächlich etwas Großes erwarten. Wir haben nochmals die wichtigsten Fakten zusammengetragen.
Wie groß die Kluft zwischen einigen World of WarCraft-Spielern ist, zeigt die sich momentan bietende Situation auf den Servern recht gut. Während sich Gelegenheitsspieler noch immer durch Instanzen wie Karazhan, Schlangenschrein oder die Festung der Stürme schlagen, wurde vor kurzem der (vorerst) finale Endboss Kil'Jaeden bereits von mehreren großen Raidgilden bezwungen. Während letztere also für lange Zeit keine größere Herausforderung mehr vor sich haben, dümpelt der Rest mehr oder wenig motiviert vor sich hin. Das hat bald ein Ende: Mit der Veröffentlichung des zweiten Addons Wrath of the Lich King rückt die Fangemeinde wieder näher zusammen - was übrigens nicht jedem schmeckt. Doch was genau erwartet die Spieler im neuen Erweiterungs-Pack?
Die Landschaft von Nordend ist vielfältig und bietet zahlreiche neue Gebiete für Erkundungstouren.
Eisiger Norden Fangen wir mit den grundlegenden Dingen an. Das Spielgeschehen von Wrath of the Lich King findet auf dem nördlich der alten Welt gelegenen Kontinent Nordend statt. Dort befindet sich unter anderem die Residenz des ehemaligen Prinzen und jetzigen Lichkönigs Arthas - der Eiskronengletscher. Damit ist das ultimative Ziel schon vorgegeben: Der finale Kampf wird in einer passenden Instanz stattfinden, an dessen Ende man Arthas persönlich gegenübersteht. Allerdings plant Blizzard Entertainment derzeit, diese Instanz erst später in Form eines Patches nachzureichen; ähnlich wie damals der Schwarze Tempel mit dessen Boss Illidan. Doch zurück zur Zukunft und damit nach Nordend. Der neue Kontinent bietet insgesamt neun
bisher unerforschte Gebiete, die in Bezug auf die Landschaft nicht gerade mit Vielfalt geizt. Von eisigen Gebirgszügen, über eine schroff wirkende Tundra bis hin zu den idyllischen Grizzly-Hügeln ist nahezu alles vorhanden, was das Herz eines Abenteurers begehrt. Eine kleine Besonderheit erwartet die Spieler bereits, bevor sie ihren Fuß erstmals auf Nordend setzen dürfen. Im Gegensatz zum Addon The Burning Crusade gibt es gleich zwei Startgebiete (Heulender Fjord und die Boreanische Tundra). Dies soll einerseits für mehr Abwechslung sorgen und zum anderen überfüllte Gebiete zur Startzeit des Addons vermeiden oder zumindest abschwächen. Wer den Launch von The Burning Crusade erlebt hat, weiß genau, wovon die Rede ist.
Mehr vom Selben? Bereits in den besagten Startgebieten trifft man auf Gegner der Stufe 70 und höher, jedoch dürfen schon Charaktere mit Stufe 68 nach Nordend reisen. Dann beginnt das bekannte Prinzip des Levelns: Für Wrath of the Lich King wird das Limit auf Stufe 80 angehoben. Nach derzeitigen Planungen soll der Schritt von 70 auf 80 ungefähr genauso viel Zeit in Anspruch nehmen wie damals von Stufe 60 auf 70 - eventuell einen Tick länger. Auf dem Weg dorthin gibt es viel zu erleben. Tausende Quests in bekannter "töte-und-finde-Manier" wollen gelöst und nicht minder viele Monster gekitzelt werden. Bei den Aufgaben scheinen die Designer nur selten Experimente zu wagen. Zwar sind einige viel versprechende Rettungs- oder Fluchtmissionen mit interessanter Story geplant, ein Großteil der Missionen bleibt jedoch der bewährten Struktur treu - never change a winnig team. Beim Design der Monster haben sich die Kalifornier jedoch sichtlich viel Mühe gegeben: Riesige Yetis, Wikinger, Nymphen, Walrossmenschen und viele andere Kreaturen streifen durch die Weiten von Nordend; es gibt einiges zu entdecken. Natürlich gibt es auch wieder verschiedene Fraktionen, bei denen man sich Ruf und somit den Zugang zu wertvollen Belohnungen erarbeiten kann.
Im Heulenden Fjord trifft man auf einige martialisch wirkende Gebäude der Wikinger.
Instanzen für alle Auch an Instanzen wird es im Neuland nicht mangeln. Zwar steht die finale Zahl noch nicht zu hundert Prozent fest, doch bereits in den Startgebieten warten die ersten Festungen darauf, von den Abenteurern gestürmt zu werden. Von der imposanten Burg Utgarde im Heulenden Fjord, über das Nest der blauen Drachen bis hin zum Revival der ehemaligen 40-Mann-Instanz Naxxramas reicht das Repertoire von Wrath of the Lich King. Historisch: In den Höhlen der Zeit reist man gemeinsam mit Arthas in die Vergangenheit und brennt die Stadt Stratholme nieder. Eine kleine, aber vor allem für Gelegenheitsspieler interessante Neuerung ist die Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Raidstärke. Bei großen Instanzen können die Spieler entscheiden, ob sie mit zehn oder 25 Helden in den Kampf ziehen wollen. Größere Gruppen erhalten für ihren Mehraufwand bessere Belohnungen - ansonsten bleibt zum Großteil alles gleich. Wer also kein Mitglied einer großen Raidgilde ist, kann - anders als derzeit in World of WarCraft - dennoch alle Instanzen von innen sehen. Ebenfalls neu ist das erweiterte Markensystem. Auch auf dem niedrigen Schwierigkeitsgrad sollen die Instanzbosse künftig Marken fallen lassen. Mit diesen kann man Belohnungen kaufen, die jedoch etwas schlechter sind als die Ausrüstung für Marken des höheren Schwierigkeitsgrades.
30.05.2008 - 18:56 Uhr Valve
die alpha leaks machen deutlich, das die neue
landschaft sehr viel hübscher seind wird, als die
hässlichen leeren Berge von BC.