Funcom lud ein zum Age of Conan PvP-Betawochenende und wir waren selbstverständlich mit von der Partie. Von Freitagabend bis Montagmorgen hatten wir die Möglichkeit, uns zum ersten Mal selbst in das mit Spannung erwartete Barbaren-MMOG zu stürzen. Unsere Eindrücke vom anfänglichen PvE-Inhalt und den PvP-Szenarien findet ihr hier!
Funcom lud ein zum Age of Conan PvP-Betawochenende und wir waren selbstverständlich mit von der Partie. Von Freitagabend bis Montagmorgen hatten wir die Möglichkeit, uns zum ersten Mal selbst in das mit Spannung erwartete Barbaren-
MMOG zu stürzen. Wer jetzt jedoch ein vollständiges Preview erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn Funcom zeigte an diesem Wochenende lediglich kleine PvP-Szenarien und den PvE-Inhalt bis Level Fünf. Einen Eindruck vom Spiel konnten wir dadurch aber natürlich trotzdem gewinnen und den wollen wir euch nicht vorenthalten. Ein ausführliches Preview liefern wir zusätzlich rechtzeitig vor Release nach - Barbaren-Ehrenwort!
Samstag: Morgens halb 10 in Deutschland, genauer gesagt in Berlin. Nachdem ich den Freitagabend noch nicht zum Spielen nutzen konnte, war aber immerhin der Download des 7GB schweren Clients mittlerweile abgeschlossen und auch die von Age of Conan geforderten Grafikkartentreiber auf meinem System installiert. Während andere um diese Uhrzeit noch nicht einmal ans Aufstehen denken, war ich also schon bereit, barbarisch die Keule schwingen zu lassen.

Man beachte: Die unglaubliche Menge an Einstellungsmöglichkeiten links und rechts. Die Charaktererstellung lässt Rollenspielerherzen höher schlagen.

Bevor es aber ans Eingemachte ging, stand - wie es sich für ein Online-
Rollenspiel gehört - erst einmal die Charaktererschaffung an. Und dabei kann Age of Conan wirklich glänzen. Auch wenn nur drei menschliche Völker zur Auswahl stehen, machen die zwölf unterschiedlichen Klassen und die dutzenden Regler zur Einstellung des Aussehens bereits diesen Schaffungsprozess zur wahren Freude. Selbst winzige Details wie die Stellung der Augen und Ohren lassen sich ganz nach Belieben verändern, sodass am Ende ein wirklich individueller Charakter herauskommt. Dabei ist die Charaktererstellung sehr schön in das Spiel eingebunden. Während man sich seinen Helden zusammenbastelt, befindet sich dieser als Sklave an Bord eines in Sturm geratenen Schiffes. Ist man schließlich mit allen Einstellungen zufrieden, beginnt das Spiel mit dem Lärm des im stürmenden Meer kenternden Schiffes. Einen Ladebildschirm später findet man sich angespült an einem wunderschönen Strand wieder.

Dieses Gesicht dürfte Fans bestens bekannt sein. Kalanthes ist der erste NPC, mit dem man es in Age of Conan zu tun bekommt.

Hier am Strand von Tortage beginnt die Story von Age of Conan. Ein alter Mann namens Kalanthes (allen Fans sicherlich längst als Antwortgeber ein Begriff) begrüßt mich mit dem Auftrag, dass ich meinen ehemaligen Halter, den Sklavenhändler Saddur, töten muss, bevor dieser die Stadt erreicht. Nur so könne ich mir meine Freiheit "erkaufen". Eine erstklassige Einleitung, denn geschmeidige

Charakteranimationen und ein passender Sprecher lassen die Figuren so lebendig wie in keinem anderen
MMOG erscheinen. Bekleidet nur mit einem Lendenschurz und mit einem als Keule dienenden Ast bewaffnet, mache ich mich sofort auf in den Dschungel. Weit komme ich allerdings nicht, denn der Schrei einer Frau reißt mich aus meinen Rachegedanken. Die angekettete Schönheit wurde von üblen Gesellen überfallen und so eilig ich es ja eigentlich habe, bleibt natürlich Zeit für eine schnelle Rettungsaktion.

Wer kann bei diesem Anblick schon seine Hilfe verweigern? Nach ihrer Rettung begleitet uns die Schönheit auf dem Weg zur Stadt.

Nachdem mich das Spiel bisher tadellos angeleitet und motiviert hatte, kommt nun der erste Schwachpunkt im Tutorial. Ich muss den bösen Kerl töten und ihm den Schlüssel für die Fesseln abnehmen. Aber wie? Das bekomme ich nicht gesagt. Mir bleibt also nur der Blick in die Tastenbelegung, um herauszubekommen, wie ich meine Waffe ziehe und damit in den Kampfmodus wechsle. Erling Ellingsen sagte in unserem kürzlich geführten Interview, dass man sich das Herangehen an das Kämpfen in Age of Conan ganz neu erarbeiten muss und er hatte Recht. Beim ersten Kampf versuchte ich noch nach alter Manier und wie ich es aus sonstigen MMOGs gewohnt war, meine Schläge per Maus auszuteilen. Das stellte sich jedoch als viel zu umständlich und langsam heraus und so zwang ich mich zur Umgewöhnung und bediente mich fortan der Hotkeys 1 bis 0. Einige Zeit später fand ich sogar heraus, was es mit den weißen Markierungen um einen Gegner auf sich hat. Diese zeigen an, aus welcher Richtung ein Angriff am effektivsten ist: von oben, von rechts oder doch von links. Und kaum hatte ich diese Lektion begriffen, fielen meine Gegner bedeutend schneller. Das Kampfsystem zwingt den Spieler also tatsächlich, stets wach zu bleiben und es bedarf deutlich mehr Aktionen als alle zehn Sekunden eine weitere Fertigkeit auszulösen. Während des Kampfes aufzustehen, um sich Kaffee zu holen oder die Blase zu erleichtern, ist daher definitiv nicht zu empfehlen.

Auf diesem Bild gut zu erkennen sind die Schildanzeigen, die angeben aus welcher Richtung ein Schlag am effektivsten wäre.

Action: Ja! Einsteigerfreundlichkeit: Nein! Ich persönlich mochte die Herausforderung, mich umgewöhnen zu müssen und den sonstigen
MMOG-Trott hinter mir zu lassen, aber Anfängern wird das Kampfsystem noch immer nicht gut genug beigebracht. Warum bekomme ich zum Beispiel nicht gleich beim ersten Kampf erklärt, was es mit den Schildanzeigen auf sich hat? In einer Betaversion ist das zu verzeihen, aber ich hoffe, dass Funcom in diesem Punkt bis zum Launch nachlegt.
Aber zurück in den Dschungel, schließlich ist unser ehemaliger Peiniger noch immer am Leben und unsere Freiheit damit immer noch in Gefahr. Nachdem die knapp bekleidete Schönheit mittels des Schlüssels befreit ist, verspricht sie mir mit recht eindeutig zweideutigem Tonfall, meine Anstrengungen beim Erreichen der Stadt zu belohnen. Unter ihren anfeuernden Zurufen kämpfe ich mich also tiefer in den dichten Dschungel. Die Gegner hier sind zwar noch keine wirkliche Herausforderung aber gerade richtig, um sich weiter mit dem noch immer ungewohnten Kampfsystem vertraut zu machen. Während der Gemetzel beginne ich zu verstehen, warum Age of Conan definitiv erst ab 18 Jahren freigegeben sein wird. Das Blut ist nicht nur rot, es spritzt auch in wahren Fontänen aus den menschlichen Gegnern. Bei einigen speziellen Angriffen geht es sogar so weit, dass das Blut gegen den Bildschirm klatscht und dort langsam herunter läuft. Ist das nun ein durch und durch stimmiges Setting, eigentlich schon fast lächerlich oder doch einfach nur geschmacklos? Entscheiden sie bitte selbst.

Na, wem fällt auf, was hier fehlt?

Lachen musste ich aber, als ich im Einstellungsmenü den Punkt Gewaltdarstellung fand. Darüber lässt sich das Blut ein- und ausblenden, immer ausgeblendet sind dagegen die Brustnippel. Wen stört schon, wenn Köpfe rollen und Blut spritzt, aber die Nippel einer weiblichen Brust zu zeigen? Das geht nun wirklich zu weit! Spätestens daran merkt man, dass an diesem Betatest offensichtlich auch Amerikaner teilnehmen.
26.04.2008 - 18:20 Uhr TheMaker
hat ins Spiel zu finden, kann auch den Inhalt von einem
Überraschungsei nicht zusammen bauen...... Also was
Einsteigerfreundlichkeit betrifft lässt AoC ja wohl
keine Wünsche offen!
26.04.2008 - 14:33 Uhr Alagus
Defragmentieren wollt ich eh mal dauert aber immer so
lange :( Halt der Nachteil wenn die Festplatten immer
größer werden.
Wenn das eine reine oder hauptsächich Serverseitige
Sache war kann ich damit gut leben. Ist nen Beta WE
gewesen da rechnet man (ich zumindest) nicht mit 100%
perfekt eigestellten Servern. War aber ziemlich
unsicher weils teilweise wirklich schlecht lief.
Ach, bei den Grafikeinstellung würd ich mir übrigens
eine etwas umfangreichere Einstellung im Bereich
Bodentexturen wünschen. Der Unterschied zwischen
"Mittel" und Low" war extrem von den Auswirkungen der
Grafik und den fps. Wobei man bei Low kaum noch von
Grafik reden kann ;)
25.04.2008 - 00:41 Uhr Waldgeist
Das sind mit großer Sicherheit Ressourcenlags, die
entstehen weil das SPiel von der Festplatte läd. Die
werden beim Release alleine schon deshalb sehr stark
verringert sein, weil dann keine Debuglogs im
Hintergrund aufgezeichnet und auf die Festplatte
geschrieben werden wie im Augenblick.
Das defragmentieren der Festplatte hat bei mir
ebenfalls Wunder bewirkt.
23.04.2008 - 16:57 Uhr Alagus
Lags/Ruckler was auch immer besonders schlimm im pvp.
Das Bild stand nen paar sekunden bis es weiter ging.
Als Rechner hatte ich einen AMD X2 4200, ATI 1950pro
und 2gb Ram. Ich denke damit sollte es durchaus auf
mittel zu spielen sein (was mir reichen würde).
Stand ich irgendwo rum hatte ich auf auf mittleren
Einstellungen um die 60fps aber solbald ich eine weile
rumlief hackte es und das bild stand bei 0-2fps.
23.04.2008 - 08:29 Uhr Amrac
das Tutorial selbst mehrmals mit verschiedenen Klassen
durchgespielt und dabei nie entsprechende Einblendung
erhalten. Aber solche Kleinigkeiten dürfte Funcom
sicher bis zum 20. Mai ausgebügelt haben.
Die Schildanzeigen zeigen an, wo die Verteidigung des
Gegners am stärksten ist, indirekt geben sie also an,
aus welcher Richtung ein Schlag am effektivsten ist.
Sorry, wenn ich das missverständlich ausgedrückt haben
sollte.