OnlineWelten goes Hardware: In einem dreiteiligen Special werden wir euch in den nächsten Wochen einen Überblick über die Welt der Gaming-Peripherie geben. Zu Beginn der Serie stellen wir Headsets vor, mit denen verschiedene Hersteller euch die Kommunikation erleichtern wollen.
Die Stimmen sind überall: 5.1 auf den OhrenStereo ist euch nicht genug, ihr wollt Schritte und Schüsse von allen Seiten? Dann könnten 5.1-Headsets genau das Richtige für euch sein. Allerdings kann man pauschal die Warnung aussprechen, dass nicht zu viel erwartet werden darf. Obwohl bei allen Kandidaten mehrere Membranen statt Emulationstricks zum Einsatz kommen, wird die räumliche Einordnung eines Boxensystems nicht erreicht und die Klangqualität der einfachen Stereosysteme ist in der Regel besser als bei den Surroundkopfhörern. Die einzige Ausnahme im Test ist Saiteks Cyborg 5.1-Headset, das selbst mit der Oberklasse der Stereoheadsets mithalten kann.
Raptor-Gaming ZockerShirts 5.1 InterceptorDas ZockerShirts 5.1 Interceptor von Raptor Gaming ist das günstigste Headset im Test, das echten 5.1-Sound bietet. Als erstes sticht der gewaltige Lieferumfang ins Auge. Neben dem eigentlichen Headset findet man einen riesigen Transportbeutel, eine Verstärkerbox und zahlreiche Kabel, die jede erdenkliche Anschlusskombination an Computer oder DVD-Spieler ermöglichen sollen. Optisch ähnelt der Kopfhörer dem Ideazon Banshee, wobei auf den Einsatz von Metall verzichtet wurde. Stattdessen werden wertige Kunststoffe und Gummi verwendet.

Auch bei den 5.1-Headsets schlägt Raptor-Gaming die Konkurrenz in preislichen Belangen. Das umfangreiche Zubehör mit der Verstärkerbox und den vielen Kabeln mag einerseits eine nette Dreingabe sein, sorgt auf LAN-Partys aber mit Sicherheit für eine verlängerte Aufbauphase.
Das Mikrofon befindet sich an einem Drehgelenk und lässt sich am Kopfbügel einrasten, was ein versehentliches Herunterklappen vermeiden soll. Die langen Kabel und der hervorragende Tragekomfort sorgen dafür, dass man dieses Headset auch problemlos über längere Zeit tragen kann, ohne sich eingeschränkt zu fühlen. Die vier Drehringe an der Fernbedienung ermöglichen es, jeden Kanal einzeln den persönlichen Vorlieben anzupassen und selbstverständlich lässt sich das Mikrofon separat an- und abschalten. Das Klangbild ist recht ausgewogen, wobei die Wiedergabequalität für Rock- und Elektrostücke ausreichend ist, bei Klassik treten jedoch einige Verzerrungen auf.
Das Mikrofon bietet leider ein wenig Anlass zur Kritik. Zum einen war während unseres Tests trotz ausgeschaltetem Mikro ein leises Signal hörbar, zum anderen war die gut verständliche Stimme von einem überdurchschnittlich starken Brummen hinterlegt.

Saitek Cyborg 5.1 Das Saitek Cyborg 5.1-Headset kommt in einer beeindruckenden Verpackung daher. Ein ovaler, sehr stabiler und in zwei Hälften zerlegbarer Tragekoffer beinhaltet die Kopfhörer, das abnehmbare Mikrofon, die Treiber-CD sowie das Handbuch. Das Headset lässt sich mit zwei Klinkensteckern an die Soundkarte anschließen, um Stereosound wiederzugeben. Nutzt man den USB-Stecker, ertönen räumlich wahrnehmbare Klänge und Seebären erkennen die Position und Fahrtrichtung des Spielers. Nautisch korrekt leuchtet nämlich das Cyborg-Logo in Grün (Steuerbord) und Rot (Backbord) auf. Die Verarbeitung ist rundum hochwertig, wobei man den hochglänzenden Kunststoff am liebsten nicht berühren würde, da er Fingerabdrücke magisch anzieht.

Licht und Schatten: Das Saitek Cyborg Headset steuert seine Surroundmembranen über die integrierte USB-Soundkarte an. Dadurch ist zwar die LAN-Tauglichkeit gegeben, die Qualität einer Creative X-Fi Soundkarte wird jedoch nicht erreicht.
Der Bügel ist durch Kunstleder gepolstert, die Ohren werden von der üblichen Kombination aus Schaumstoff und samtenem Textil umschmeichelt. Die Fernbedienung lässt neben der Mikrofonkontrolle die Wahl zwischen Stereo- oder 5.1-Sound zu und regelt die entsprechenden Lautstärken separat voneinander. Der Klang ist rundum ausgewogen, ohne sich nennenswerte Blößen zu geben.
Auch das Mikrofon lässt, bis auf das inzwischen gewohnte leichte Brummen, keinen Raum für Beanstandungen. Dank der integrierten Soundkarte ist das Saitek Cyborg 5.1-Headset sicherlich das am besten für LANs geeignete Surroundheadset. Aufgrund der ordentlichen Gesamtperformance ist es unser Testsieger im Bereich der 5.1-Kopfhörer.
Medusa 5.1 ProGamerDie Medusa hat ihren Namen von einem griechischen Ungeheuer in Gestalt einer Frau mit Schlangenhaaren. Auf den ersten Blick mutet der Name passend an, denn ein surroundtypisches Kabelwirrwarr erwartet den Spieler, wenn er die noble Verpackung mit Geschenkschleife und stabiler gepolsterter Transporttasche öffnet. Neben den zahlreichen Anschlüssen für die verschiedenen Kanäle und das Mikrofon sticht gleichzeitig ein gewaltiger Gegensatz ins Auge: Das hochwertig anmutende Headset mag nicht so recht zu der Fernbedienung passen. Während die Kopfhörer und das Schwenkmikrofon tadellos verarbeitet sind, wirkt die Fernbedienung mitsamt Verstärker wie ein billiger Plastikbrocken. Leider bestätigt sich diese Befürchtung beim Einschalten.

Das Medusa Headset ist ein Klassiker auf dem Markt. Im Test störte leider der summende Verstärker, der in die billig wirkende Plastikfernbedienung integriert ist.
Zwar lassen sich sämtliche Kanäle getrennt voneinander regeln, jedoch schleicht sich ein mit zunehmender Lautstärke immer penetranter werdendes Pfeifen ein. In niedrigen bis mittleren Lautstärken lässt sich dieses Störgeräusch jedoch einigermaßen ignorieren und die restliche Klangwiedergabe leistet sich kaum weitere Schwächen. Lediglich an komplexen Geräuschen mit vielen überlagernden Frequenzen scheitert das Medusa 5.1 ProGamer-Headset.
Auch das Mikrofon hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Neben den typischen Brummgeräuschen neigt der ansonsten ausgewogene Klang zum Übersteuern.
Last but not least wollen wir euch unsere Wertungsübersicht mit den technischen Daten der jeweiligen Headsets nicht vorenthalten. Da die Tabelle etwas umfangreicher ist und die Ausmaße unseres Layoutes sprengt, könnt ihr sie
hier als .jpg herunterladen. Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Firmen für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung der Testmuster.
13.06.2008 - 14:11 Uhr Tadian
getestet habt, hätte mal gerne gesehen wie das so im
Vergleich abschneidet.
Habe nämlich einen kleinen Kabelbruch drin der mehr
lästig als störend ist (Kabel kurz bewegen und alles
stimmt wieder)
Oder gibts das schon garnicht mehr und deswegen wurde
es nicht getestet!?