Nach mehreren Monaten des Wartens hat Blizzard Entertainment jetzt endlich den umfangreichen Content-Patch mit dem Namen "Wut des Sonnenbrunnens" veröffentlicht. OnlineWelten hat sich die Neuerungen in den vergangenen Tagen etwas genauer angeschaut und verrät jetzt, ob sich das Warten tatsächlich gelohnt hat.
Etwas Zeit für ein kurzes Vorwort muss an dieser Stelle sein: Wer bereits in der Vergangenheit einen Artikel von mir gelesen hat, sollte sich jetzt nicht wundern. Aufgrund mehrerer Umstände habe ich vor einiger Zeit die Fronten gewechselt und kämpfe fortan in den Reihen der Horde. Das nur als Klärung im Vorfeld, ehe es zu Verwirrungen der Leserschaft kommt.

In der neuen 5er-Instanz gibt es unter anderem ein interessantes Arena-Event mit mehreren Bossen gleichzeitig.

Der Kampf geht weiterDer vergangene Mittwoch war für viele Fans des Online-Rollenspiels World of WarCraft eine Art Erlösung. Endlich hatte das Warten auf den lange Zeit herbeigesehnten
Patch v2.4 ein Ende. Bereits im Vorfeld überschlug sich ein Großteil der Community mit Lobeshymnen und euphorisch gestimmten Diskussionen rund um die neuen Inhalte. Jetzt ist das Update mit dem Namen "Wut des Sonnenbrunnens" seit einigen Tagen auf den Servern; Zeit genug, um sich einen ersten Eindruck von den Neuerungen zu verschaffen. Eine Feature-Liste des Patches wollen wir an dieser Stelle nicht nochmals herunterbeten - diese finden interessierte Leser in unserem ausführlichen
Preview-Special. Vielmehr geht es in diesem Artikel um Live-Erlebnisse, die unser WoW-Experte seither sammeln konnte.
Los geht's! 
Die Offensive beginntMit der Fledermaus ging es von der Blutelfen-Stadt Silbermond in Richtung Norden zur just entdeckten Insel Quel'Danas, die stark an das Startgebiet der Blutelfen erinnert. Dieses neue Gebiet beherbergt einen Großteil des neuen Contents und ist somit zwangsläufig Ausflugsziel Nummer 1 für einen jeden WoW-Spieler. Letzteres sollte man durchaus wörtlich nehmen, denn kurz nach der Veröffentlichung des Updates - und auch noch heute - tummeln sich auf besagter Insel stets mehrere hundert Vertreter von Horde und Allianz - zu fast jeder erdenklichen Tageszeit. In wenigen Wochen wird sich die Lage sicherlich wieder etwas entspannen, doch derzeit herrscht im Gebiet rund um die Basis der neuen Fraktion (Offensive der zerschmetterten Sonne) ein gnadenloser Konkurrenzkampf.

Eine der Tagesquests schickt den Spieler in luftigen Höhen, von wo aus er ein zünftiges Bombardement starten muss.

Der Grund dafür ist simpel: In dem neuen Gebiet warten zahlreiche Tagesquests darauf, von den Kriegern Azeroths gemeistert zu werden. Da sich die Questziele auf das relativ kleine Inselgebiet beschränken, wird um jedes Monster verbissen gekämpft - da kommt schon mal etwas Frust auf. Dennoch sind die neuen Tagesquests recht nett designt: Von einfachen Grindaufgaben, über Sammelquests bis hin zu einem Bombenflug über die Todesschneise ist eigentlich fast alles dabei, was das Herz eines Abenteurers begehrt. Zudem sind die meisten
Quests erfreulich kurz gehalten und spülen somit in einer kleinen Zeitspanne viel Geld in den Lederbeutel der Helden. Darüber hinaus haben die Bemühungen bei den Tagesquests einen netten Nebeneffekt: die Basis der Zerschmetterten Sonne wird ständig ausgebaut. In insgesamt vier Stufen schreitet die Expansion voran und jede Stufe gewährt Zugriff auf neue
Quests und Händler mit wertvollen Gegenständen. Das kurbelt die Motivation spürbar an, denn immerhin will man so schnell wie möglich in den Genuss dieser Vorteile kommen. Fußnote am Rande: Auf dem Server des Autors befindet sich die Basis derzeit in der zweiten Phase mit 40 Prozent Fortschritt.
Kael'thas strikes backDie Insel Quel'Danas bietet neben diesen
Quests jedoch noch einen weitaus driftigeren Grund für einen Besuch - genauer gesagt sogar deren zwei. Es handelt sich um die beiden neuen Instanzen. Während die Terrasse der Magister für 5er-Teams zugänglich ist, müssen es beim Sonnenbrunnen-Plateau schon 25 besonders gut ausgestattete Streiter sein. Diese Instanz stellt nach Aussage von Blizzard Entertainment derzeit die schwerste Herausforderung für Raid-Gilden dar. Bestätigen oder widerlegen können wir diese Aussage derzeit nicht, da der Verfasser dieser Zeilen noch keinen Fuß in diese Instanz gesetzt hat. Aber ersten Informationen aus den Reihen großer Gilden zufolge ist eine Ausrüstung auf dem Niveau von T6 wohl tatsächlich Pflicht, um Erfolg zu haben. Doch auch die 5er-Instanz hat ihre Reize. Die Truppe kämpft sich sowohl durch prunkvoll ausgestatte Hallen sowie Regionen unter freiem Himmel. Halbwegs gut eingespielte Gruppen dürften nach einer Stunde den finalen Boss gelegt haben - Kael'thas Sonnenwanderer.