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Hype it!
Release: Wii: 25.04.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: Wii
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Genre: Sport
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Hier fliegen die Fet(t)zen

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Hype it!
Und auch beim Seiltanz mache ich keine schlechte Figur. Hier müsst ihr praktisch auf der Stelle laufen, um euren Mii über einen gähnenden Abgrund inmitten stolzer Wolkenkratzer zu lotsen. Aber Vorsicht: Zu schnelle Bewegungen bringen ihn ins Schlingern und früher oder später zum Absturz. Hier ist also die richtige Balance zwischen flotten und bedachten Schritten der Weg in Sicherheit. Fieserweise müsst ihr tückischen Hindernissen ausweichen, die sich in eure Richtung bewegen. Na ja, "ausweichen" ist auf einem Seil kein wirklich dehnbarer Begriff. Ihr könnt euren Körper nur ruckhaft aufrichten, um einen Sprung auszuführen. Wer gerade in der Schräglage vom Seil zu fallen droht, katapultiert sich somit jedoch selbst ins Aus.

Beim Jogging müsst ihr euch die Remote in die Tasche stecken und auf der Stelle laufen.

Da tut es doch richtig gut, einfach mal dämlich die Hüften kreisen zu lassen. Genau das ist es, was ihr bei der Hula Hoop-Übung tun müsst. Einfach das Becken in Bewegung und die bunten Reifen möglichst lange oben halten. Aus dem Hintergrund fliegen immer weitere Ringe in eure Richtung, die ihr wieder mit Gewichtsverlagerung aus der Luft fischen müsst. Je mehr Ringe ihr am Ende um den Körper wirbeln lasst und je mehr Umdrehungen dabei zustande kommen, desto stärker schwillt auch das Punktekonto
an. Die nächste Übung erinnert an die Knobelei Mercury Meltdown. Mit eurem Körpergewicht müsst ihr verschiedene Plattformen ankippen, um eine bestimmte Anzahl an Kugeln ins Ziel zu bringen. Logisch, dass diese nicht über den Rand plumpsen dürfen; auch das Zeitlimit, das euch zum Ende hin immer mehr zu schaffen macht, ist von Bedeutung.

Wer seine müden Knochen mit Jogging aus dem Winterschlaf erlösen will, braucht übrigens nicht mal das Balance Board. Ihr steckt einfach die Wii-Remote in die Hosentasche und rennt im gleichmäßigen Tempo auf einer Stelle. Ach ja, entgegen der Meinung einer geschätzten Kollegin der Frauenzeitschrift Brigitte wird man hier nicht ausschließlich von männlichen CPU-gesteuerten Miis überholt. Überhaupt hat Nintendo trotz der aus Wii Sports bekannten Schmalspuroptik viel Wert auf das Drumherum gelegt. Andere Jogger ziehen an euch vorbei, Wasserfälle rauschen ins Tal, während man auf vorgegebenen Bahnen und unter azurblauem Himmel das Ziel erreicht.

Auch beim Skispringen ist Körperspannung wichtig, um Geschwindigkeit aufzunehmen.

Beim Yogapart könnt ihr euch übrigens für einen männlichen oder weiblichen Trainer entscheiden, der euch mit Erklärungen zur Seite steht und sämtliche Bewegungen vorab zum Besten gibt. Das ist trotz der Einfachheit vieler Übungen besonders für Einsteiger enorm wichtig, die somit auch ohne Probleme schnell loslegen können. Dass sich die Grafikqualität in diesem Part selbst für Wii-Verhältnisse sehr schüchtern gibt, lenkt wenigstens nicht vom eigentlichen Ziel ab. Auch die Hintergrundmusik der Marke "Fahrstuhl" umzärtelt die Bewegungen eher behutsam und dürfte letzten Endes in die Schublade "G" wie "Geschmackssache" fallen.

Fazit:
Es ist verdammt schwer, diesen mobilen Fitnessverschnitt unter den üblichen Spielspaßkriterien richtiger Wii-Software einzuschätzen. Mit dem Balance Board sucht sich Nintendo ein Schlupfloch und kettet Bewegung + Spiel stärker aneinander als zuvor. Und das macht teilweise sogar richtig Spaß: Anstatt euch ein paar dümmliche Remote-Minispiele der Marke Ninja Reflex zum Fraß vorzuwerfen, schnürt der japanische Hersteller hier ein kleines Übungspaket, das über die Winterzeit in die Breite gegangene Hüften zumindest etwas in Form bringen kann. Natürlich sollte man sich im Klaren sein, dass Wii Fit nicht die Vorteile gesunder Ernährung oder die eines professionellen Workouts aufwiegen kann. Aber wer zwischen all den gespaltenen Alienköpfen, dampfenden Kriegsruinen und die Sinne überfahrenden Effektbombardements ein wenig Ertüchtigung für Körper und Geist sucht, könnte dank dieses Pakets auf seine Kosten kommen. Mit knapp 50 Übungen aus vier Kategorien, Highscore-Listen, nach Lust und Laune erstellbaren Trainingsplänen und sportlich veranlagten Mitspielern dürfte die Langeweile auf den nächsten Parties erst mal gen null tendieren. Sorgen mache ich mir nur um den Kaufpreis. Wenn sich Nintendo dieses Produkt schon mit knapp 90 Euro fürstlich bezahlen lässt, dann muss anschließend auch richtig gute, vollends aufs Board zugeschnittene Software erscheinen. Sonst endet das gute Stück früher oder später dort, wo mein Zapper schon seit Monaten liegt - im Schrank.
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Kommentare

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  • 03.04.2008 - 13:59 Uhr

    Bei einem guten Preis ist es so gut wie gekauft.

  • 21.03.2008 - 11:02 Uhr Ghaleon

    So langsam könnte man diese Unterhaltungselektronik
    echt ins Fitness-Studio einbinden:

    - Eye-Toy
    - Die ganze Palette an Dance Dance Revolution Games (wo
    man auch 9-16 Matten zusammenschalten kann).
    - Wii Fit

    ^_^

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