Eine gute halbe Stunde zeigte uns Game Director Gaute Godager jede Menge Neues: Wir berichten über Mobs, High-Level-Dungeons und Gilden-Städte.
Willkommen in HyboriaWie schon nach unserem Entwicklerbesuch berichtet, genießt ihr die ersten 20 Level in der Welt von Hyboria zum Teil als Singleplayer-Part. Während ihr nachts in Eigenregie questet, erlebt ihr tagsüber kooperatives
Gameplay. Bevor ihr allerdings durch die grüne Landschaft, die hier und da von Sonnenstrahlen durchbrochen wird, streift, erstellt ihr euren Charakter. An eurem ausgebeuteten Sklaven könnt ihr nicht nur Größe und Statur ändern, sondern auch in die Tiefe gehen und einzelne Gesichtsmerkmale wie zum Beispiel die Wangenknochen abändern. So richtig innovativ ist das Ganze zwar nicht, dennoch scheinen die Gestaltungsmöglichkeiten mehr als ausreichend und im Vergleich zu anderen MMOs weitgehender zu sein. Vor allem die Gesichtsbemalungen und Narben, die ihr eurem Alter Ego verpassen könnt, sind eine nette Dreingabe. Wollt ihr euch den vielen Unterpunkten nicht zuwenden, hilft die computergenerierte Auswahl, einen passenden Look zu finden.

Ein Schiffbruch erlöst euch zwar von der Sklaverei, lässt euch allerdings auch an einer unbekannten Insel stranden. Zum Glück ist ein Bewohner des riesigen Eilands zur Stelle und führt euch in die Story ein. Über holprige Wege, lange Lianen, moosbedeckte Felsen und stämmige Bäume findet ihr den Weg ins Dorf. Hier lernt hier Schritt für Schritt die Kniffe von Age of Conan und bewältigt erste
Quests.
Von Dungeons und Mounts Nächste Haltestelle der Präsentation war ein High-Level-Dungeon, der auf Dauer zwar etwas monoton und eintönig aussah, aber nur so vor

Mobs wimmelte. Dem God-Mode sei Dank, konnten hier und da ein paar der unangenehmen Widersacher erledigt werden. Vor allem interessant war hierbei das Kampfsystem, das Age of Conan einzigartig macht. Entgegen vielen anderen MMOs müsst ihr nicht nur stupide den Gegner anvisieren und regelmäßig einen Knopf drücken, sondern aktiv kämpfen. Das äußert sich zum einen durch die Angriffsrichtungen links, rechts, geradeaus und zum anderen durch verschiedene Kombos, die mehr Schaden verursachen. Wer sich die hartnäckigen und schweißtreibenden Meinungsverschiedenheiten mit den Monstern ersparen will, kann versuchen, sich mit der Schleichfunktion vorbei zu mogeln - ob's gelingt, ist natürlich eine andere Sache.
In der heißen Wüstensonne folgte nach dem Dungeon-Spaß eine kleine Einweisung in die bisherigen Mounts. "Bisherig", weil noch viele Ideen der Entwickler im Raum stehen und das eine oder andere Geschöpf vielleicht auch noch den Weg ins Spiel findet. Etwas unspektakulär, aber durchaus effektiv ist das Pferd. Mit eurem Helden sattelt ihr auf und könnt während des Reitens eure Waffe schwingen. In brenzligen Situationen könnt ihr das Pferd die Hufen schwingen lassen und euch somit Platz verschaffen. Etwas langsamer auf den Beinen, aber dafür richtig stark auf der Brust ist das Nashorn, das ihr bei Bedarf herbeizaubern könnt. Dieser wuchtige Kerl sieht durch sein Kampfoutfit nicht nur richtig cool aus, sondern kann auch ordentlich austeilen. Die absolute Krönung, das Nonplusultra der Mounts ist allerdings das Mammut. Ein Rennen wird der haarige, dicke Vierbeiner wohl nie gewinnen, dafür seid ihr im Kampf vor so gut wie jedem Angriff gefeit. Mit seinen Stoßzähnen hat der Langhaarzottel außerdem zwei schlagkräftige Argumente, um sich in die Spielerherzen zu kuscheln.

Schaffe, schaffe, Häusle baueIndividualisierung wird immer wichtiger. Das merkt man nicht nur an Titeln wie Spore, sondern auch an den immer tiefer gehenden Editoren zur Charaktererstellung. Damit sich auch Gilden mehr von "normalen Spielern" abgrenzen und ihren Traum vom eigenen Haus bzw. von der eigenen Festung erfüllen können, gibt es in Hyboria einige Plätze, um genau solch ein Bauunternehmen zu beginnen. Markiert sind diese Stellen durch einen Steinhaufen, den ihr - etliche Ressourcen vorausgesetzt - in Sekundenschnelle in die erste Halle umgestalten könnt. Um eine richtige Stadt samt dicken Mauern, hohen Aussichtstürmen und prächtigen Hallen auf die Beine zu stellen, muss sich eine
Gilde wochenlang auf Ressourcensuche begeben. Das wird nicht nur sehr anstrengend, sondern auch ärgerlich, wenn die eigene Stadt angegriffen und eingenommen wird - denn genau das dürfte der Worst Case auf PvP-Servern für Spielergemeinschaften sein.
Gerne spricht man ja davon, "eine Mauer hochzuziehen", um zu verdeutlichen, dass etwas gebaut wird. Age of Conan-Entwickler Funcom scheint dies ziemlich wörtlich genommen zu haben. Wird ein Gebäude errichtet, stampft man es richtig aus dem Boden in die Höhe. Das klingt dank des krachenden Sounds wirklich eindrucksvoll und sieht erstaunlich gut aus. Eine Möglichkeit, die Architektur eines Dorfes zu ändern oder gar eigene Flaggen an die Türme zu hissen, gibt es leider noch nicht. Game Producer Gaute Godager ließ aber ein kleines Hintertürchen offen und flachste, dass irgendwann einfach alles möglich sei. Wir sind gespannt.
Die komplette Präsentation findet ihr übrigens auf
TrailerWelten. Zudem gibt es drei Artworkbücher
zu gewinnen.