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Wohin MMOGeht's?

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Hype it!
Lange Zeit ist es her, dass so genannte MUDs, Multi User Dungeons, die Anfänge der MMO-Szene begründeten. Wo sich damals noch eine Hand voll Spieler in guter alter, textbasierter Kings Quest-Manier durch einzelne Gebiete kämpfte, glänzen heute moderne DirectX10-Welten mit mehr Benutzerfreundlichkeit und neueren Grafiken als man sie sich damals je erträumt hätte. Durch die händische Eingabe von verschiedenen Text-Befehlen musste man in grauer Vorzeit noch seinen Charakter durch Bits & Bytes steuern. Natürlich war es verständlicherweise schwierig, komplexe Schlachten zu schlagen. Doch so weit wie gedacht sind wir nicht von den Ursprüngen entfernt. Mulitplayer-Spiele besitzen immer noch einen zentralen Server, auf dem das Spielgeschehen stattfindet und instanzierte Dungeons erfreuen sich größerer Beliebtheit als je zuvor.

Durchaus schön anzusehen: Die bisher bekannten Screenshots aus Age of Conan

Die MMOs der Moderne
Prominentester und auch bekanntester Vertreter der neueren Pixelwelten ist sicherlich World of Warcraft. Basierend auf der bekannten Warcraft 3-Lizenz, entwickelt unter den fähigen Augen von Blizzard-Mitarbeitern, sorgt WoW immer wieder für Schlagzeilen in den Medien. Zum Erscheinen des letzten WoW-AddOns "The Burning Crusade" fanden hunderte von Fans mitten in der Nacht den Weg zu einem der vielen Mediamärkte, um eine Kopie einzuheimsen. World of Warcraft öffnete die Pforten in eine neue Welt. Allen Kritikern zum Trotz werden sicherlich alle kommenden Spiele dieser Art einen Teil ihres Erfolges World of Warcraft zu verdanken haben. Daran werden auch Beschwerden einiger Spieler nichts ändern, die Blizzard Konsumgeilheit und Unkreativität vorwerfen. Und mit der kommenden Erweiterung "Wrath of the Lich King" wird der Erfolgsproduzent sicherlich wieder an alte Rekorde anknüpfen können. Zugegeben, WoW ist grafisch gesehen kein besonderes Highlight. Ein comicartiges Aussehen erlaubt zwar eine relativ zeitlose Darstellung, doch wer scharfes Anti-Aliasing und schicke Blur-Effekte erwartet, ist bei WoW an der falschen Stelle. Und hier kommen Titel wie AION oder Age of Conan ins Spiel.

DirectX10 als neuer Standard?
Es gibt noch nicht viele Spiele, die DirectX10 bereits in vollem Rahmen ausnutzen. Mit der Entscheidung, eine solche Technologie zu nutzen, kommen natürlich auch immer wieder Fragen zur Anwendung auf den heimischen PCs auf. Alle aktuellen MMOs wurden entwickelt, um auch auf älteren Rechnern lauffähig zu sein. Einzige bisherige Bedingung zum erfolgreichen Spielen ist eine Breitband-Internetanbindung - aus gutem Grund. Die Masse sollte in der Lage sein, sich diesen Spielen anzuschließen. Durch schmale Grafiken und gute Netzwerkcodes konnte man zudem weitgehend Serverkapazitäten einsparen, die dringend an anderer Stellte gebraucht wurden. Wie gesagt, all dies gilt bisher. Mit der Einführung von DirectX10 wird sich so einiges ändern. Neben Windows Vista wird für den erfolgreichen Einsatz des künftigen Grafikstandards auch deutlich bessere Hardware benötigt. Wenn Entwickler lediglich diesen Standard bieten würden, wäre die Population in den virtuellen Welten sicherlich schnell vom Aussterben bedroht. Doch zum Glück bieten alle bisherigen Produkte neben DX10 auch eine DX9-Kompatibilität an. Somit dürfte auch der Spaß an Age of Conan und AION - Tower of Eternity durch etwas schwächere Rechner nicht außerordentlich gefährdet sein.
Doch trotz harscher Kritik führen Entwickler zusammen mit Software-Magnat Microsoft ihr "Games for Windows-Programm" durch. Für Halo 2 oder den Onlineshooter Shadowrun wird das neue Betriebssystem bereits vorausgesetzt.

Ende des Jahres dürfen vielleicht von AION noch ein wenig mehr sehen.

Eine der größten Hoffnungen für alle DX10-MMOler ist sicherlich Age of Conan. Mit dem grafisch aufwendigen und ideenreichen Hybriden aus MMO und Singleplayer-Spiel erschafft Entwickler Funcom etwas wirklich Neues. Ob jedoch besagtes Programm, dem auch dieses Spiel angehört, dem einen oder anderen Benutzer das Spielvergnügen erschweren wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Cooperative oder Massive?
Viele Spiele werden sehr leichtsinnig in einen Topf geworfen und vermischt. So bezeichnen viele Magazine Guild Wars, Hellgate: London und andere Spiele derselben Art leichtfertig als MMO. Doch was besagt dieses Wort eigentlich? Ursprünglich gab es diesen großen und beliebten Oberbegriff gar nicht, sondern nur die Bezeichnung MMORPG, die durch Spiele wie Dark Age of Camelot, Lineage und Everquest auf Massentauglichkeit getrimmt wurden. Das Massively Multiplayer Online Role Playing Game beschreibt ein Spiel, in dem die Käufer in die Rolle virtueller Charaktere schlüpfen, mit etlichen Gleichgesinnten zusammenspielen und sich selbst (weiter-)entwickeln.

Eine Vielzahl von Spielern versammlt sich zum Raid in World of Warcraft.

Faszinierend dabei ist die schiere Masse an Spielern, die sich gleichzeitig in einer Welt bewegen können. In EVE Online wurden bereits über 30.000 Charaktere zur gleichen Zeit gezählt. Der Unterschied zwischen Spielen wie EVE und Guild Wars besteht jedoch nicht in der reinen Spieleranzahl, die auf einem Server eingeloggt sind, sondern vielmehr darin, wie viele von ihnen sich in einer Welt bewegen können. In Guild Wars können sich zwar durchaus sehr viele Spieler gleichzeitig in einer Stadt befinden, jedoch sind Missionen auf ein Maximum von acht Personen begrenzt. Ist das ArenaNet-Spiel wegen den Städten, in denen sich Hunderte in einer Instanz aufhalten können, nun ein MMO oder ein so genanntes CORPG (Cooperative Online Role Playing Game)? Die Entwickler sind sich sicher und sagen klar, dass GW zur zweiten Kategorie gehört.
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Kommentare

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  • 13.04.2008 - 13:29 Uhr NobodyJH

    Ich finde es wirklich gut, dass der Unterschied
    zwischen COPRPG und MMORPG so deutlich hervor gehoben
    wurde und auch den Artikel finde ich insgesamt überaus
    gelungen.

    (Die Frage welche Spielart sich durchsetzen wird,
    stellt sich mir nicht. Wenn das Umfeld, die Grafik, die
    Ideen, usw. stimmen, dann werde ich dieses Spiel auch
    spielen, ganz egal welcher Gruppe es angehört. Das
    Gesamtpaket ist entscheidend und ich denke beide
    Spielarten haben genügen Anhänger und können prima
    nebeneinander existieren.)

  • 12.01.2008 - 16:18 Uhr Ghaleon

    Zum Artrikel:
    Der Artikel hat COPRPG und MMORPG schön beschrieben und
    die derzeitige Entwicklung; auch ist der Artikel schön
    bodenständig geblieben und nicht zu sehr ins Reich der
    Spekulation getreten. Ansonsten fand ich den Artikel
    recht langweilig und etwas enttäuschend; ich hatte mir
    bei der Überschrift mehr erwartet. Mit "mehr" meinte
    ich handfeste Insider-Infos über Spiele die nach Aion
    und Age of Conan kommen (vom Konzept her).

    Die ermüdente Diskussion über die Unterschiede von
    MMOPG und COPRPG und wer das Rennen machen könnte,
    finde ich nicht so interssant...

  • 12.01.2008 - 11:33 Uhr tardan

    das die entwicklung richtung COPRPG und MMORPG ist ja
    recht ersichtlich. spannendere frage ist, könnte es
    mehr "echte" MMORPGs geben? damit meine ich spiele wie
    EVE Online, wo alle spieler in einer welt sind und
    miteinnander interagieren können. denn bei WoW und
    vergleichbaren MMORPGs werden die spieler ja auf viele
    kleine server verteilt und somit viele komplette welten
    instanziert. (wobei bei eve das ganze ja auch nur
    klappt, weil es nicht so erfolgeich ist wie WoW.
    blizzard kommt ja sicher locker über 30k spieler zur
    gleichen zeit)

    mir ist schon klar, dass sowas sehr schwierig ist, aber
    denkbar ist es schon. aber auch mal wünschenswert!

  • 12.01.2008 - 06:03 Uhr LeFee

    künftig wird es beide Modelle geben und auch Hybride.
    Das ist eine Frage der Kulisse die man für ein Spiel
    benötigt.

    Um nochmal bei meinem Beispiel mit 300 The Movie zu
    bleiben. Hier würde die Kulisse bzw. das Drehbuch nicht
    funktionieren wenn es nicht mindestens 300 v 300 geben
    würde.

    Für mich kommt immer zuerst die Frage, was möchte man
    inzenieren. Wie man das dann technisch umsetzt, also
    COP oder MMO oder sonstwie ist eigentlich unwichtig.

  • 12.01.2008 - 05:54 Uhr LeFee

    es gibt Spieler die wollen sich nicht unterordnen und
    da kommt es dann zum Konflikt, da meist nur einer die
    Befehle erteilen kann. Die Herde splittet sich dann in
    zwei.

    Unser Parlament besteht ja auch aus mehreren Parteien
    und der Bund besteht aus mehreren Ländern.

    Man könnte sich auch die Frage stellen wieso wir
    anstatt nicht einer Megastadt viele kleine Städte
    haben.

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