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Der Versuch einer Aufklärung

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Hype it!
Was passieren kann sieht man an dem Extrembeispiel Oliver W.. Er verbüßt aktuell eine dreijährige Haftstrafe wegen Verkaufs gefälschter Software und wurde erst vor wenigen Tagen wieder zu 21 Monaten auf Bewährung verurteilt, allerdings mit der Auflage 30.000 Euro an die geschädigten Softwarehersteller zu zahlen. Sicherlich ein Extrembeispiel, doch auch für geringere Vergehen gibt es empfindliche Haftstrafen. Allein schon die Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl im Haus zu haben ist ein unangenehmes Gefühl, dies erzählte uns ein "Raubkopierer" in einem Interview.

Ein Diagramm der vorraussichtlichen Arbeitsplatzentwicklung durch Reduzierung der Priaterie bis 2009. Die Zahlen basieren auf einer Studie im Auftrag der BSA

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Es wird so oft über Gesetze und die Konsequenzen schwadroniert und auch die Kinospots mit "Nur noch vier mal singen" finden im Kino kaum noch Lacher. Doch das Herunterladen von Spielen hat viele Auswirkungen auf viele von uns. Um mal ein paar Zahlen zu nennen. 2009 würde der Gesamtumsatz der IT-Branche in Deutschland ohne Reduzierung der Piraterierate bei 67,7 Mrd. Euro liegen, durch eine Reduzierung der Piraterie würde der Umsatz hingegen bei 71,6 Mrd. Euro liegen. EU-weit könnte das Wirtschaftswachstum laut einer BSA Studie sogar um 71 Mrd. Euro gesteigert werden. Das heißt nicht nur Geld für Unternehmen, sondern auch Arbeitsplätze. 155.000 an der Zahl, laut einer BSA Studie. Diese Zahl sollte man aber wie bei vielen Studien mit Vorsicht genießen.

Nun aber konkret zu Computerspielen: Fakt ist, ein Viertel aller Spiele sind Raubkopien. Dadurch entgeht Publishern und Entwicklern sehr viel Geld. Das fehlt dann für Arbeitsplätze, Investitionen - also neue Spiele - und zur Absicherung der finanziellen Lage. Oft liest man über die Schließungen von Entwicklerstudios, zwar sind andere Vorgänge Hauptgrund dessen, aber auch Raubkopien tragen dazu bei.

Wer verdient alles an einem PC Spiel? Hier eine ungefähre Aufteilung wo eure 50 Euro für ein Videospiel hin wandern. Die Aufteilung kann von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein, dies ist nur ein grober Leitfaden.

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Ein AAA-Spiel kostet in der Regel 40 bis 60 Euro. Was der Spieler für sein Geld bekommt ist teilweise erschreckend, wir sehen es wöchentlich in der Redaktion und strafen solche Spiele mit schlechten Wertungen. Irgendwo ist es verständlich, dass jemand keine 45 Euro für ein Armed Assault ausgeben will, das mit lauter Bugs verseucht ist. Warum 45 Euro für Stronghold Legends zahlen, wenn es nur wenige neue Features gibt, bei sonst gleichbleibender Grafik und Gameplay. Letzteres lässt sich auch auf Brothers in Arms Hell's Highway, Battlefield 2142 und das ein oder andere Sportspiele anwenden. Für so viel Geld erwartet man verständlicher Weise Qualität, das gute Recht eines jeden Kunden.
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Kommentare

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  • 12.08.2007 - 12:40 Uhr jaja bla

    Also ich hab nicht alles gelesen aber hey ich hab mir
    mal dir grafik angesehn mit den 28? für hersteller usw.
    wollte nur sagen dann sollen die nur noch fürs
    marketing geld investieren fertig ! ich meine mal hallo
    wenn man die games eh schon aus dem inet illegal lädet
    dann zahle ich lieber 30? und lad mir das spiel ohne
    verpackung ! ... ist doch eh besser muss ich nicht zu
    media markt und co.
    und ich glaube auch nicht das wenn sich leute ein game
    ilegal beschaffen - es sich sonst kaufen würden
    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!11

  • 10.01.2007 - 13:54 Uhr t.4r

    Hmm, schön reingefallen.
    Urheberrecht und Copyright sind zwei völlig
    verschiedene Sachen.
    Das Urheberrecht ist nicht übertragbar (sofern
    Schöpfungshöhe erreicht) und erlischt erst mit dem Tode
    des letzten lebenden Beteiligten, das Copyright ist
    allerdings ein frei übertragbares Verwertungsrecht an
    einem künstlerischen Werk.

    Fakt ist:
    die Spielestudios leben von der Entwicklung der Spiele
    _während_ der Arbeit an dem Spiel. Danach ist es ein
    Bananenschale, da die Publisher sich dank versierter
    Rechtssprache alle Verwertungsrechte gesichert und
    damit die Studios schön eingezäunt haben. Und die
    Publisher reden Euch ein, dass ihr alle schreicklich
    und gemein seid, weil ihr gegen Urheberrecht verstoßt.
    Das Urheberrecht ist aber Sache der Spielstudios!
    Deshalb ist die Idee einer Entwicklung einer Public
    Domain ehrbar, scheitert aber in der Realität.
    Spiele-Entwicklung in D-Land ist zwar billig, aber
    nicht umsonst.
    Preisfrage: Wer verklagt wen wegen was?
    Richtig: Es geht um Copyright, also einen Streit der
    Publisher, den Herren mit den Zigarren ;), mit dem
    Nutzer.
    Ich würde sagen: da haben die Publisher uns einen
    schönen Floh ins Ohr gesetzt, oder?

    Grüße,
    t.4r

  • 05.01.2007 - 10:54 Uhr Drag

    Ich denk auch, das die Rechnung mit den
    wirtschaftlichen Verlusten eher Wunschdenken ist. Auch
    die Arbeitsplätze, die dabei flöten gehen sollen sind
    schon beinahe ein dreistes Mittel um den Raubkopierern
    ein schlechtes gewissen machen zu wollen. Ich möchte
    hier niemanden ermuntern zu kopieren aber ich kann mir
    nicht vorstellen das Leute, die sich Kopien aus dem
    Netz ziehen oder von Freunden besorgen oder was auch
    immer tun, ihr dadurch gespartes Geld irgendwo horten
    um sich ein Leben lang dran zu freuen, dass man ja das
    Geld nun nicht ausgegeben hat. Das Geld wird halt
    irgendwo anders ausgegeben.. vielleicht in Brenner und
    Rohlinge.. vielleicht aber auch in ne neue Schrankwand
    oder was zu essen.. was den entsprechenden Branchen
    dann wieder zu gute kommt. Das den Softwareverlegern
    das nicht gefällt ist klar... doch das Jammern der
    Spieleindustrie und diese Verlustrechnungen die man
    überall sieht ist schon etwas übertrieben.. Ich denk
    man kann das auch anders sehen.. ..aber um nicht immer
    auf der minderen Qualität rumreiten zu müssen.. ...

  • 28.12.2006 - 16:49 Uhr Lukio

    Was tun wenn man über ein Spiel viel Gutes gelesen hat
    und man wisen möchte ob es einem wirklich Wert ist die
    recht große Summe von 60 € dafür auszugeben aber vom
    Hersteller keine Demoversion angeboten wird? Ich
    besorge mir über Freunde das Spiel (um zu sehen ob es
    auf meinem Rechner läuft) oder Spiele es bei denen und
    entscheide DANN ob ich das Spiel kaufe.

    Ich betrachte das "raubkopieren" als Möglichkeit wie
    ein Konsument ein Spiel anschauen kann ohne dafür
    (wegen mangelnder Qualität nach einigen Spielstunden)
    sich in den Hintern zu beissen weil er 60.- €
    ausgegeben hat.

    Spieleentwickler sollten wieder auf das Public Domain
    Prinzip zurückgreifen. Wenn ich 2-4 Stunden Spiele und
    einen sehr guten Eindruck habe, bin ich dann auch
    absolut bereit dafür zu zahlen, auf dass die
    Vollversion aktiviert wird. Siehe die Spiele von
    Introversion Software (Darwinia, Defcon)... hab beide
    gekauft nachdem die Trial mir gefallen hat.

  • 28.12.2006 - 11:52 Uhr Darth Major

    Naja, schlechte Spielqualität oder Bugs, geringe
    Spieldauer sind keine Gründe etwas sich illegal zu
    besorgen. Wenn einem ein Spiel zum Vollpreis nicht wert
    ist, dann muss er halt ein paar Monate warten, dann
    gibt es die Spiele eh schon zum Budgetpreis und
    genügend Patches gibt es dann auch schon. Aber die
    meisten können ja komischerweise nicht warten. Ich
    komme sehr gut ohne Raubkopien zurecht, ich warte dann
    einfach bis es das Spiel als Budget gibt und spiele
    solange einfach etwas anderes.

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