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Hype it!
Release: XBox 360: 27.06.2008
PS3: 27.06.2008
PS2: 2008
Status: Released
Plattformen: PS2, PS3, XBox 360
Publisher: Activision
Entwickler: Neversoft
Genre: Anderes
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Zwanzig Euro die Stunde

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Hype it!
Auf dem Musikspielmarkt wird es immer enger. Nach Guitar Hero und Rock Band (dessen Fortsetzung bereits für die USA angekündigt wurde) will auch noch Konamis Rock Revolution ein Stück vom Kuchen haben. Daher dürfte die Schlacht um die meisten und besten Features bzw. um die hörenswerteste Tracklist schon bald eingeleitet werden. Doch noch bevor Guitar Hero World Tour und alle anderen Mitstreiter um das Weihnachtsgeschäft kämpfen, versucht Activision mit Neversoft noch ein wenig Kohle aus der Guitar-Hero-3-Engine zu quetschen. Klingt drastisch formuliert, aber wenn man erst mal weiß, dass einem für die knapp 40 Songs von Guitar Hero: Aerosmith der volle Preis von rund 60 Euro abverlangt wird, sinkt die Motivation rapide, nach netteren Umschreibungen zu suchen.

Grafisch wurde GH: Aerosmith nur minimal aufgebohrt

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Nun gut, als Aerosmith-Fan könnte man durchaus gewillt sein, das Geld locker zu machen, auch wenn von den 41 Songs nur 28 tatsächlich von Steve Tyler und seiner Band stammen, während die restlichen 13 Beiträge von Acts kommen, die Aerosmith entweder beeinflusst haben oder von der Band favorisiert werden. Seltsam eigentlich, dass trotzdem kein einziger Song von den Rolling Stones zu
finden ist. Schließlich lässt sich nicht abstreiten, dass Aerosmith in Habitus, im Musikgenre und auch beim Alter ein verzerrtes Abziehbild von Mick Jagger, Keith Richards und Co darstellen. Das ändert natürlich nichts an der hohen Qualität des Bluesrock, den Aerosmith schon seit Jahrzehnten spielt. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich mit Projekten wie dem Crossover mit RunDMC auf ganz eigene Weise in der Musikgeschichte verewigen konnten. Ob das Grund genug für eine eigene GH-Auskopplung ist, muss jeder selbst mit seinem Musikgeschmack ausmachen. Die Wahl der Tracks ist angesichts des Repertoires jedenfalls über jeden Zweifel erhaben. Und als kleines Schmankerl gibt es zwischen jedem Konzert der Karriere kleine Schnipsel aus einem Videointerview mit der Band zu begutachten.

Der Wiedererkennungswert der Band ist äußerst hoch

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Konzeptionell hält man sich weiterhin an die Regeln des Mutterschiffs Guitar Hero 3. Daher setzt auch die Aerosmith-Auskopplung hauptsächlich auf den Karrieremodus für einen Spieler. Dabei gilt es, in jedem von sechs Konzerten das virtuelle Publikum mit zwei Einstiegs-Acts anzuheizen, bevor drei Aerosmith-Stücke den Gig perfekt machen. Zwischen "Love in an Elevator", "Dream on", "Sweet Emotion" oder "Walk this Way" sollt ihr also auch "Always on the Run" von Lenny Kravitz, "I hate myself for loving you" von Joan Jett sowie eine Hand voll weiterer genrefremder Klassiker auf der Plastik-Les Paul anstimmen. Andere Instrumente wie auch die Rock Band Gitarre werden nicht unterstützt. Xbox-360-User können jedoch noch immer auf die X-Plorer-Gitarre aus GH2 zurückgreifen. UPDATE: Dank eines nachgelieferten Patchs, den ihr automatisch angeboten bekommt, sobald ihr euch mit dem Spiel online einwählt, ist die Xbox 360 Ausführung der Rock Band-Gitarre doch kompatibel und kann mit GH:A verwendet werden

Sobald Aerosmith dann erstmals die Bühne betritt, seht ihr auch die wenigen grafischen Fortschritte, die mit der Engine erzielt wurden. Die komplette Band wurde mit hohem Wiedererkennungswert digitalisiert und weist trotzdem einen gelungen überzeichneten Stil auf. Allerdings wirken die Abbilder der Musiker erstaunlich brav für ein Spiel, das sich als Rock-Simulator anpreist, was vielleicht auch einfach nur dem Alter der Vorbilder zuzuschreiben ist. Als Ausgleich dafür werden die etwas steif gefrorenen Grinsegesichter nun in neuen Kamerawinkeln präsentiert. Steve Tyler spielt beim Singen hin und wieder sogar mit dem virtuellen Kameramann, schubst ihn zu Seite oder umkreist ihn. Davon bekommt man als Spieler zwar nur selten wirklich etwas mit, da man zu sehr mit dem Notenlaufband beschäftigt ist, doch dass die gesamte Grafik nun einen Tick flüssiger und sanfter über den Screen flimmert, ist nicht von der Hand zu weisen. Offensichtlich wurde das Letzte aus der Grafikplattform herausgeholt, um auch die Bühnen mit mehr Details schmücken zu können. Wobei sich echte Aerosmith-Fans in diesem Zusammenhang sicherlich darüber freuen werden, Nachbauten bekannter Schauplätze aus der Bandkarriere zu finden.
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