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Hype it!
Release: keine Angabe
Status: Released
Plattformen: PSP
Publisher: KOCH Media
Entwickler: Square Enix
Genre: Rollenspiel
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Zack die Bohne!

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11
Hype it!
Mit Final Fantasy 7 ist es wie mit vielen Meisterwerken: Oft erkennt man ihren wahren Wert erst viel später. Schon 1997 störte sich kaum jemand an der veralteten Grafik dieses epischen Nippon-Rollenspiels, weil Story und Spielmechanik so herausragend waren. Doch je weiter die Serie gesponnen wird, desto weiter scheint sie sich von den wahren Qualitäten dieses Klassikers zu entfernen. Und so ist der Hype, den Final Fantasy 7 beim harten Kern der Konsolen-Rollenspieler genießt, in den letzten Jahren sogar noch angestiegen. Ob Square-Enix diese unzweifelhaft hervorstechende Episode nun ausschlachtet oder lediglich nach neuem Stoff lechzende FF7-Junkies (wie mich) bedient, liegt somit im Auge des Betrachters. Fakt ist jedoch, dass keine andere Final Fantasy-Episode mit mehr Spin-Offs gesegnet wurde als die siebte, die mit Crisis Core für PSP eine weitere Auskopplung erfährt.

Grafisch holt Crisis Core fast alles Machbare aus der PSP heraus.

Mit dieser kleinen Ansprache wäre auch schon geklärt, welche Zielgruppe mit diesem Action-RPG angesprochen werden soll; und die Programmierer machen offensichtlich keinen Hehl daraus. Wer die Geschichte um den SOLDAT mit dem Namen Zack nicht aus früheren Erzählungen kennt, wird jedenfalls schon von Anfang an Schwierigkeiten haben, sich zurecht zu finden, da so gut wie nichts erklärt wird. Während Fans schon bei Spielstart Zwiebelwasser
flennen, weil sie eine stark ans Original erinnernde Zugfahrt zu einem Mako-Reaktor in superber Qualität genießen dürfen, verstehen Neulinge buchstäblich nur Bahnhof. Und so verhält es sich im Grunde auch mit dem Rest des Titels.

Spielerische Defizite ergeben sich dadurch aber nicht zwangsläufig, denn Crisis Core setzt einerseits sieben Jahre vor der Meteor-Bedrohung ein und legt somit neue Storyaspekte frei. Andererseits wird einem sowieso ein unverbrauchtes, actionorientiertes Gameplay aufgetischt, das einem Vergleich mit der Vorlage nur bedingt standhält. Wer also trotzdem einen Sprung ins kalte Wasser wagt, kann sich durchaus in die Story einarbeiten, wird aber viele Anspielungen und Verknüpfungen gar nicht oder nur bedingt verstehen. So gilt es zum Beispiel zuerst die Fähigkeiten des Klasse II-SOLDAT Zack zu begutachten, den ihr durch eine Echtzeit-Variante des Shinra-Hauptquartiers in Midgar manövriert. Mit maximal vier Materia-Kugeln und einem Schwert ausgerüstet, nehmt ihr dort kampfbasierte Aufträge an und bereitet euch auf eure Einsätze vor. Materia? Shinra? SOLDAT? Ja, da geht's schon los. Mal abgesehen davon, dass die damals als "Substanzen" übersetzten Materias Kennern der deutschen Fassung zuerst fremd vorkommen werden, sind das allesamt Begriffe, die nur unter Fans keiner Erklärung bedürfen. Wer trotzdem Fragen hat, darf sich in den Optionen des Spiels durch zig Texte lesen, mit denen euch jeder Augenarzt eine Brille aufschwatzen könnte - ein Kritikpunkt, zu dem ich später noch zurückkehren werde.

Wer in den Echtzeitkämpfen nur wild triggert, gewinnt sicherlich keinen Preis für schöne Kampfhandlungen, kommt aber trotzdem durch.

Einmal eingefunden, sucht ihr euch an vorbestimmten Speicherpunkten eine von unzähligen Einzelmissionen aus, um euren Charakter aufzuleveln. Oder besucht euren Vorgesetzten, der euch mit anderen SOLDAT-Kriegern in Gefechte schickt. In diesen storybasierten Aufträgen trefft ihr nicht nur auf viele alte Bekannte wie den noch positiv gestimmten Sephiroth, Tifa oder Genesis Rhapsodos. Ihr erfahrt auch mal mehr, mal weniger beiläufige Details über das Mako-Imperium der Shinra-Organisation, den Wutai-Krieg und andere Storystränge, die letztendlich auf die Entwicklung der Ereignisse in FF7 verweisen. Allerdings nicht mit dem Anspruch, alle Wissenslücken zu füllen, sondern den Blick auf bekannten Charaktere und Schauplätze weiter zu vertiefen. Allzu viel wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten, schließlich sind die neu beleuchteten Ereignisse schon teilweise bekannt, während die frischen Elemente den Hauptgrund für die Anschaffung dieser UMD darstellen.

Der größte Pluspunkt für Fans ist eindeutig die Präsentation. Die für PSP-Verhältnisse hervorragende Echtzeit-Grafik offenbart euch viele neue Perspektiven auf bekannte Orte. Daher werden Fans ihre helle Freude daran haben, die bekannten Schauplätze noch einmal genauer inspizieren zu können. So dürft ihr nun auch die Bewohner Midgars auf der Straße treffen oder dem noch intakten Städtchen Nibelheim einen Besuch abstatten, das aus ganz neuen Blickwinkeln betrachtet werden darf. Trotz fehlender Oberwelt bringt euch der Missionsverlauf an beinahe alle wichtigen Orte und zeigt sie von ihrer besten Seite. Auch wenn man nicht unbedingt von Texturreichtum sprechen kann, erreicht Crisis Core gut und gern PS2-Qualität. Ein Lob, das auch für die Charaktere gilt, deren sauber animierten Modelle sowohl im Kampf als auch in den Handlungspassagen alle PSP-Games mit Ausnahme von God of War übertreffen.
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Seiten: 1 2 Wertung

Kommentare

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  • 27.06.2008 - 10:37 Uhr IrealiTY

    Hab die japanische gespielt...die englische und die
    Deutsche spiele ich auch :D
    Seit 1998 hat mich das Spiel gefressen und auch für
    nicht FF7 Fans ist dieses Game zu empfehlen, relativ
    leicht, viel Abwechslung, und sehr sehr schöne Grafik,
    Nicht anders von einem teil der FF7-Compilation zu
    erwarten!!!!

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