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Hype it!
Release: keine Angabe
Status: Released
Plattformen: PS3, XBox 360
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Namco Bandai
Genre: Beat 'em up
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Hart am Limit

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Hype it!
Man kann zur Manga-Serie Dragon Ball stehen wie man will; einen gewissen Respekt muss man den Schöpfern aus Japan definitiv zollen, denn die Abenteuer von Goku und Co. sind ebenso berühmt wie erfolgreich - und zwar weltweit. Neben Manga-Büchern, TV-Serien und einer Fülle von Spielzeug gibt es seit einiger Zeit auch die passenden Konsolenspiele aus dem Dragon Ball-Universum. Lediglich die "neue" Generation - sprich PlayStation 3 und Xbox 360 - waren bis vor kurzem noch unerschlossenes Territorium. Dragon Ball Z: Burst Limit soll das ändern und hat dabei einiges zu bieten.

Die Zwischensequenzen werden den Fans der Serie sehr gefallen und tragen zur Atmosphäre des Spiels bei.

Wer schon mal einen Ableger der Serie in Händen gehalten hat, wird sich von der ersten Minute an "heimisch" fühlen. Am grundlegenden Prinzip haben die Entwickler von Dimps nichts geändert: Nach wie vor dreht sich alles um effektreich inszenierte Kämpfe zwischen zwei Charakteren aus dem Dragon Ball Z-Universum. Apropos Charaktere. Insgesamt 21 aus der Serie bekannte Figuren stehen zur Auswahl. Bevor man sich jedoch aus diesem reichhaltigen Fundus an Kämpfern seinen Liebling rauspicken kann, muss man sie im Story-Modus freischalten. Dazu aber gleich mehr. Bleiben wir zunächst bei der Spielmechanik. Die Kämpfe sind recht simpel aufgebaut und trumpfen dank der wenig komplexen Steuerung mit einem hohen Grad an Zugänglichkeit auf. Selbst wer bisher noch nie mit Beat 'em Ups in Berührung kam, feiert schnell erste Erfolge. Bevor jetzt jedoch einige Fans die Nase rümpfen, sei an dieser Stelle versichert, dass Dragon Ball Z: Burst trotz dieses Umstandes nicht an Tiefgang vermissen lässt.

Zwar ist der Einstieg einfach gehalten und man entfesselt mithilfe weniger Knöpfe einige ansehnliche Combo-Moves. Um aber das System mit all seinen Feinheiten auszuschöpfen, bedarf es etwas Übung. So ist es unter anderem möglich, gegnerische Attacken mit gut
getimten Abwehrmanövern zu blocken oder sogar an den Absender zurückzuschicken. Selbst Teleportationen in den Rücken des Kontrahenten sind machbar und bringen zusätzliche Dynamik in die Kämpfe. Zudem sollte man stets ein Auge auf seine KI-Leiste haben. Ist dieser Energiebalken mithilfe von Combos und Abwehrmanövern ausreichend gefüllt worden, kann man zu einem besonders durchschlagkräftigen Special-Move ansetzen. Wer es noch heftiger mag, wechselt in den verheerenden Aura-Spark-Modus, der die eigene Schlagkraft und somit den angerichteten Schaden deutlich erhöht. Allerdings sollte man diese Spezialattacken mit Bedacht einsetzen, ohne vorher in einen Konter zu laufen. Es wird beim Lesen dieser Zeilen schnell klar: Die Kämpfe in Dragon Ball Z: Burst Limit verlangen durchaus ein gewisses Maß an Taktik. Buttonmasher kommen nicht allzu weit.

Einige der Schauplätze wirken etwas karg und leblos. Bitte in Zukunft mehr Detailverliebtheit.

So viel zur Spielmechanik, die im Vergleich zu früheren Titeln der Serie nur minimal ergänzt wurde. Doch was erwartet den geneigten Fan noch? Neben dem einführenden Tutorial gibt es einen handelsüblichen Duell-Modus sowie besondere Herausforderungen. So gilt es beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Kontrahenten innerhalb möglichst kurzer Zeit auf den Boden zu schicken. Besonders zähe Burschen versuchen sich an einer Art Spießrutenlauf, bei dem immerhin 100 Kämpfer nacheinander ihre Fäuste schwingen. Vor allem für Fans der Serie besonders interessant ist jedoch der Z-Chronicles-Modus - eine Kampagne samt seichter Story. Diese teilweise erfreulich eng an die Vorlage angelehnte Abenteuerreise wartet mit vielen bekannten Gesichtern auf und lässt euch in die Rolle verschiedener Charaktere schlüpfen. So interessant dieses Storygewand für Fans auch sein mag, die Z-Chronicles offenbaren einige Schwächen. Wer sich nicht in der Dragon Ball Z-Materie auskennt, wird sich oft ratlos am Kopf kratzen, da er die Zusammenhänge nicht versteht. Das nimmt diesem Modus viel von seiner Atmosphäre. Zudem entpuppt sich die augenscheinliche Abwechslung in Form der Charakterwechsel als kleine Mogelpackung. Da sich die Figuren bis auf kleine Details sehr ähnlich spielen, wirkt sich der Rollentausch so gut wie gar nicht auf das Spielgefühl aus.

Eine große Motivationsfeder bleibt dennoch vorhanden: Wer sich erfolgreich durch die Z-Chronicles kämpft, schaltet neue Charaktere, Kostüme und Arenen frei. Wer also alle Inhalte zu Gesicht bekommen will, ist für einige Zeit beschäftigt. Hinzu kommen die so genannten Drama-Pieces; dabei handelt sich um "Zufallsereignisse", die vor allem im Story-Modus interessante Ereignisse auf den Bildschirm zaubern. So erhält der eigene Charakter zum Beispiel plötzlich einen kurzen Schub an KI-Energie oder sein Lebensbalken wird im geringen Maße aufgefüllt. Reizvoll, aber auch irgendwie mit einem Beigeschmack des "aufgesetzten Gimmicks" behaftet. Haften bleiben auf jeden Fall die Augen am Bildschirm. Zwar ist auch Dragon Ball Z: Burst Limit kein Grafikwunder, doch der coole Celshading-Look und die teilweise sehr abgedrehten Effekte machen einiges her. Auf der PS3 kam das Geschehen manchmal etwas ins Ruckeln, doch das blieb glücklicherweise die Ausnahme. Die Kampfschauplätze könnten etwas mehr Leben vertragen, wissen jedoch insgesamt zu gefallen. Die Soundkulisse bietet eine zum Szenario passende, aber wenig mitreißende Musik. Die englische Sprachausgabe (untertitelt mit deutschen Texten) klingt recht passabel, kommt aber ebenfalls ohne echte Highlights aus. Ein besonders Bonbon ist hingegen der Online-Modus, den man erstmals in einem Dragon Ball-Spiel benutzen darf. Bei unseren Testpartien kam es jedoch immer wieder zu Lags und Abbrüchen, so dass diesbezüglich noch nachgebessert werden muss. Prinzipiell machen die Online-Matches jedoch durchaus Spaß.
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