Der Überraschungserfolg nun für Nintendo DS! Wie süchtig macht das Spiel?
Puzzle
Quest ist ein Klon des Spiels, das bisher als Bejuweled bekannt war. Drei oder mehr gleiche Objekte verschwinden, sobald sie in eine Reihe gebracht wurden. Blaue, grüne, gelbe und rote Perlen liegen mit noch weiteren Dingen auf dem Spielfeld herum. Werden diese aufgelöst, vermehren sich das eigene Mana, das Bank- und Erfahrungskonto oder der Gegner nimmt Schaden. Im Grunde ist so mit wenigen Sätzen die Spielmechanik erklärt.

Aus vier verschiedenen Charakterklassen mit unterschiedlichen Fähigkeiten könnt ihr wählen.
Ok, eure Spielfigur wählt ihr aus mehreren Klassen aus. Jede kann während des Kampfes unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen, dafür wird aber wiederum Mana benötigt. So seid ihr etwa als Krieger ein Waffenspezialist oder heizt den Gegnern als Magier mit Offensivzaubern ein.
Ihr hangelt euch somit an der Geschichte entlang und erledigt gut 150 Aufgaben für die verschiedensten Personen. Als Belohnung erhaltet ihr dann Gold oder besondere Ausrüstungsgegenstände, die wiederum eure Fähigkeiten verbessern. Nebenbei werdet ihr nach und nach Gefangene machen, ganze Städte einnehmen oder diverse Zufallskämpfe bestreiten. So seid ihr auch relativ frei in der

Entscheidung, die Geschichte voranzutreiben oder einfach nur ein paar genüssliche Minuten zu erleben.
Die Spielidee ist einfach großartig, allerdings schwächelt die Umsetzung etwas. Wo sind die Zwischensequenzen? Die Macher konzentrierten sich zu sehr auf die Puzzles und vergaßen das Drumherum. Keine Sperenzchen oder allzu spektakuläre Animationen lenken vom Geschehen ab. Die Charaktere sind einfache Bilder und bleiben das auch. Während des Kampfes oder bei den zahlreichen Dialogen fehlen die Regungen der Akteure. Überhaupt sind die Dialoge komplett zu lesen und auch nicht mit einer sprachlichen Darstellung unterlegt. Insgesamt ist die Präsentation der Geschichte in der Gänze als minimalistisch zu bezeichnen.
Schön ist auch die Möglichkeit, via Wi-Fi im Multiplayer gegen andere menschliche Spieler zu puzzlen. Da das Spielprinzip auf Dauer sehr taktisch ist, werdet ihr spannende Zweikämpfe erleben. Es sollte noch erwähnt werden, dass im Multiplayer die Helden aus dem Storymodus verwendet werden. Allerdings gibt es auch eine Handicap-Funktion, dank der stärkere Krieger die schwächeren Artgenossen nicht so einfach niedermähen.

Vier gleiche Symbole in einer Reihe und ihr könnt sofort erneut ziehen.
Die Steuerung funktioniert einfach und wieder einmal berechtigt mit dem Stylus. Wobei das Spiel besser nicht an wackeligen Orten gespielt werden sollte. Hüpfburg, Flugzeug während Turbulenzen oder ein Wasserbett sind somit ausgeschlossen. Sofern ihr keine allzu zittrige Hand habt, könnt ihr aber gefahrlos spielen. Allerdings sehen die Entwickler ausschließlich den Einsatz des Stylus' vor. Zumindest die Möglichkeit, einige Tasten zu belegen, hätte dem Titel aber gut zu Gesicht gestanden. Oft wirkt die Handhabung des Stylus unnötig schwerfällig und am Ende wäre man wohl mit dem Digitalkreuz schneller unterwegs.

Magische Gegenstände oder Rüstungsteile verbessern eure Fähigkeiten.
Die Musikuntermalung ist angenehm und nervt kaum. Allerdings besteht schon die Gefahr, nach einer stundenlangen Puzzle-Session doch die heimische Anlage anzuwerfen.