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75
Hype it!
Release: PS3: 4. Quartal 2007
Wii: 4. Quartal 2007
XBox 360: 22.05.2008
Status: Released
Plattformen: XBox 360
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Harmonix
Genre: Anderes
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Plastik-Kapelle

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20
Hype it!
Mittlerweile gab es doch schon fast alles im Musikspielbereich. Von Karaokegames wie Singstar, über Tanzspiele, Gitarren-Imitationen, Taiko-Drum - und Konga-Games, Maraca-Schüttel-Animatoren und was man sich sonst so denken kann. Es gibt in Japan sogar Genrevertreter, bei denen ihr Boyband-artige Choreografien vortanzen müsst, und Tanzmattengames, bei denen die Hände zum Einsatz kommen. Mittlerweile haben Musikspiele also die absurdesten Formen angenommen, auch wenn sie in Europa bisher nur in wenigen Fällen erfolgreich sind. SingStar und Guitar Hero dürften noch die bekanntesten Vertreter in unseren Breitengraden sein, und finden in Rockband nun ihre logische Steigerung: Das Formieren einer Band.

Das Notensystem von Rockband funktioniert bei allen Instrumenten sehr ähnlich wie das aus Guitar Hero.

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Besonders revolutionär ist die Idee sicherlich nicht, denn schon Konamis Guitar Freaks & Drum-Mania erlaubte das gemeinsame Spielen verschiedener Instrumente. Und letztendlich verwertet Entwickler Harmonix Music Systems nur seine Erfahrung aus früheren Schöpfungen. Gitarre und Bass bauen auf das Guitar Hero-System, während der Gesangspart originalgetreu aus dem 2003 entwickelten Titel "Karaoke Revolution" übernommen wurde. Lediglich das Schlagzeug ist aus Harmonix' Sicht eine Neuerung, auch wenn
japanische Spieler in diesem Bereich schon viel früher bedient wurden. Schönen Gruß an Konami.

Und doch ist ein Spiel wie Rock Band bisher noch nicht da gewesen. Noch nie durften sich ganze vier Teilnehmer zusammensetzen, um ihr Geschick an Gitarre, Bass, Schlagzeug und Mikrofon mit waschechten Rocktracks zu prüfen, was Rock Band zumindest bei uns im Westen zu einem begehrten Unikat macht und die Toleranzschwelle vieler Hausgemeinschaften auf die Probe stellt. Denn neben dem Platz, den man für bis zu vier Musikanten vor dem Bildschirm braucht, ist es auch der Lautstärkepegel, der Rock Band den Status eines Beziehungskillers einbringt. Schließlich wollen alle Teilnehmer zwischen dem Gesang des Sängers, dem Plastik-Knattern der Pseudo-Gitarren und dem Getrommel des Schlagzeugers noch die von der Disc eingespielte Musik heraushören.

Die animierte Band im Hintergrund hat nun noch lebensechtere Animationen auf Lager . Allerdings fallen euch solche Kleinigkeiten beim spielen gar nicht auf

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Rock Band in seiner vollen Pracht zu genießen zu können, setzt also mehr voraus, als die 240 Euro Gesamtpreis, die man sich als feste Combo notfalls noch teilen kann. Generell ist das Spiel ganz offensichtlich für einen stationären Gebrauch ausgelegt, denn weder das sperrige Equipment noch das Charakter- und Karrieresystem erweisen sich als besonders flexibel. So sind die virtuellen Konterfeis, die euer Spielerkonto schmücken, auf ein einziges Instrument beschränkt. Munteres Instrumente-Swappen in der Band klappt also nur, wenn man unzählige Einzelaccounts anlegt oder auf personalisierte Konten verzichtet. Einen Spielstand per Memorycard zu einem Freund mitzunehmen ist ebenfalls nicht möglich, daher stellt sich das Problem der Räumlichkeit als schwerwiegender heraus, als man vermuten möchte. Da alle Instrumente einzeln zu haben sind bzw. auch eine Karriere für Solo-Spieler anbieten und man davon ausgehen kann, dass Rock Band-Käufer wissen, worauf sie sich einlassen, umgehen wir an dieser Stelle aber einen Vortrag über den Nutzen dieses Spiels und widmen uns nun endlich dem eigentlichen Ablauf.

Große Worte zum Spielsystem brauchen wir nicht zu schwingen. Der allgemeine Ablauf mit den Fließbändern, auf denen euch zur Musik passende, farbige Markierungen entgegenkommen, die rechtzeitig auf dem Instrument angeschlagen werden müssen, sollte mittlerweile geläufig sein. Ebenso wie die Tatsache, dass nur passiv gespielt wird. Sprich: die Musik kommt von der Disc und wird bei falschem Anschlagen der Noten teilweise ausgeblendet. Passiert dies zu oft, sinkt euer Ansehen beim virtuellen Publikum, was im Extremfall zum Abbruch der Darbietung führt. Spielt ihr allerdings im Duett, Terzett oder Quartett, so können die begabteren Mitspieler einen ausgeschiedenen Teilnehmer neuerdings zwei Mal pro Song wieder ins Spiel zurückholen, indem sie den so genannten Overdrive auslösen. Das ist letztendlich nichts weiter, als der neue Name der aus Guitar Hero bekannten Star-Power, die nach dem fehlerlosen Treffen bestimmter Passagen ausgelöst werden kann und den Punkte-Multiplikator kurzzeitig erhöht. Abgesehen von ein paar kurzen Einlagen, in denen man frei Schnauze improvisieren kann, offenbaren sich aber nur wenige nennenswerte Neuerungen im Spielsystem. Wer ein Musikspiel kennt, kennt sie irgendwie alle.
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Kommentare

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  • 23.05.2008 - 09:15 Uhr karaokefreak

    Hab schon die drum tour auf Medium durch... war mir
    wohl zu einfach :D. Jetzt nehm ich mir "Hard" vor ...

  • 15.05.2008 - 08:16 Uhr

    Habe das Spiel zu Hause. Finde es top. Der deutsche
    wird natürlich wieder abzockhaft zur Kasse gebeten. 170
    Euro für das Instrumenten Pack und nochmal 60 für das
    Spiel. In USA kostet alles 170 DOLLAR (das muss man
    sich mal auf der Zunge zergehen lassen).

    Ich empfehle hier den absoluten Kauf-Boykott.

    ANsonsten ist das Spiel toll!!!!

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