Highlight-Bild

Autor

Weitere Artikel vom Autor

Informationen

1
Hype it!
Release: PC: 27.03.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Peter Games
Entwickler: Peter Games
Genre: Strategie
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Hired Krampf

Beitrag bookmarken
1
Hype it!
Es brennt an der Diamantenküste, ein Diktator hat die Macht ergriffen und verteidigt sie blutig. Das Volk wird unterjocht und die Länder des modernen Westens sind nur Zuschauer - zumindest solange das Geld fließt. Zum Glück gibt es aber noch den Bruder des Diktators, der im Exil lebt und die Bürgerinnen und Bürger seines Landes befreien möchte. Mit genügend Geld stellt er euch und eure Söldner an, um den wahren "Herrscher" an die Macht zu bringen.

Von Dächern und Anhöhen lassen sich die Gegner deutlich einfacher ausschalten.

Also dann mal los, es wird Zeit, die Diamantenküste zu erobern und den Machthabern ordentlich die Suppe zu versalzen. Dank eines virtuellen Internets engagiert ihr mit dem nötigen Kleingeld einige Söldner - fehlt nur noch die schlagfertige Ausrüstung. Zu Beginn müsst ihr euch mit wenigen Waffen begnügen, später dürft ihr euch dann auch schweres Geschütz zu legen. Hier offenbart das Spiel bereits erste Schwächen, denn der Bedienkomfort lässt zu wünschen übrig. So müsst ihr zum Beispiel beim Waffenkauf merken, welche Munition zu welcher Knarre passt. Und die passenden Patronen bzw. Magazine finden sich umständlich in einem weiteren Menü wieder.
Die Landkarte ist in verschiedene Bereiche unterteilt, die zu Beginn aber noch nicht alle ersichtlich bzw. begehbar sind. Anstatt nun
Sektoren oder Länder zu erobern, werden strategisch wichtige Ziele eingenommen - etwa ein Safari-Park oder die nördliche Hauptverkehrsstraße ins Land. Die Schauplätze werden per Foto auf die Landkarte gepinnt und je weiter ihr in den schwarzen Kontinent eindringt, desto mehr Locations gibt es zu erforschen.

Per E-Mail bleibt ihr mit eurem Auftraggeber im Kontakt; neben wichtigen Informationen erhaltet ihr auch Quests an den einzelnen Orten. Für die Erfüllung der Aufgaben schreitet zum einen die Story fort, zum anderen erhaltet ihr nützliches Bargeld, um eure Söldnerarmee, die täglich ihren Lohn fordert, bei Laune zu halten.
Eroberte Sektoren gilt es zu beschützen. Dazu rekrutiert ihr weitere Soldaten, die ihr in der Squadverwaltung frei aufteilen dürft. Außerdem habt ihr die Gelegenheit, sichere Landstriche mit Gebäuden aufzuwerten und so Boni oder Geld zu verbuchen.

Das eigentliche Filetstück sollte eigentlich der taktische Modus sein, leider sind den Entwicklern gerade hier viele gravierende Fehler unterlaufen. Zu Beginn einer Mission setzt ihr zunächst eure Söldner in einem farblich hervorgehobenen Bereich ab. Mit einem Klick auf "Bereit" schaltet das Spiel in den Echtzeitmodus. Sofern ihr oder eure Gegner keinen Kampf beginnen, könnt ihr euch frei auf der Karte bewegen. Sollte es aber zu kriegerischen Handlungen kommen, werden Bewegungen und Handlungen rundenbasierend ausgeführt. So weit, so bekannt, mag der eine oder andere alte Jagged Alliance-Fan denken.
Aber bereits der erste Kampf dürfte klar machen: Irgendetwas stimmt nicht. Warum treffen die eigenen Söldner selbst auf kürzeste Entfernung nicht den Feind, während gerade die gegnerischen Soldaten mit träumerischer Selbstsicherheit einen Kopfschuss nach dem anderen landen? Die künstliche Intelligenz erweist sich allgemein als völlig unberechenbar: Da laufen die eigenen Mannen riesige Umwege oder Soldaten kommen aus allen Ecken der Karte zielsicher auf eure Leute zu.
Level- und Missionsdesign erhöhen den Frustfaktor um ein Vielfaches. Nicht selten kommt es vor, dass direkt am Leveleingang eine ganze Horde schwer bewaffneter Banditen auf euren kleinen Söldnertrupp wartet. Kommt dann auch noch das Unvermögen eurer "Experten" dazu, endet eine Mission nicht selten bereits nach wenigen Minuten mit der Auslöschung des Platoons. Insbesondere dann, wenn selbst den billigsten Gangstern Granaten in den Rucksack gelegt wurden - diese werden punktgenau geworfen und kosten nicht nur euren tapferen Helden die Lebenspunkte, sondern rauben euch auch den letzten Nerv.

Dieser kleine Militärposten ist nur gering bewacht, ist es damit auch ein einfaches Ziel?

Der Schritt in die dritte Dimension ist für den Quasi-Nachfolger eine logische Wahl, leider erweist sich die Grafikengine nicht als sonderlich stark. Die Bäume, Gräser und Büsche sind arg pixelig, die Animationen wirken stockend und auch die Explosions-, Licht- und Schatteneffekte reißen niemanden vom Hocker. Deswegen ist es umso verwunderlicher und auch unverhältnismäßig, dass selbst im leicht höheren Detailgrad ein High-End-PC ins Straucheln gerät.
Artikel weiterempfehlen
Seiten: 1 Wertung

Kommentare

Um Kommentare zu schreiben, musst du dich zuerst anmelden.
Du besitzt noch keinen Account? Dann registriere dich im Forum!

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

Partner

  • RuneScape
  • Spellborn
  • Sevenload
  • Sevenload
  • Gametribe

Tools

WoW-Datenbank
LotRO-Datenbank