Bust-A-Move, Puzzle Bobble oder einfach das Spiel, bei dem die Blasen platzen, sobald drei der gleichen Farbe aufeinanander treffen. Fast jeder kennt den Klassiker mit den bunten Bällen. Ob die Wii-Version Grund zur Freude gibt, lest ihr im folgenden Test.
Die größte Hürde eines jeden schriftlichen Erzeugnisses ist der Beginn. Ob Doktorarbeit oder Liebesbrief, es braucht einige Zeilen, um seinen Schreibfluss zu finden. Nicht umsonst gibt es Bücher, die sich diesem Problem annehmen - beispielsweise das von Otto Kruse mit dem Titel "Keine Angst vor dem leeren Blatt". Als Spieletester hat man es da meist einfach. Die verkürzte Wiedergabe der Story eines Spiels dient in der Regel als dankbarer Einstieg. So sollte es auch in diesem Artikel geschehen, doch Bust-A-Move - und jetzt wird hoffentlich klar, wozu dieser kurze Exkurs gut sein sollte - besitzt keine Story. Gar keine. Deshalb steigen wir direkt beim Spielprinzip ein.

Ihr könnt zwischen zehn Charakteren wählen, die sich jedoch alle identisch spielen.
Am unteren Bildschirmrand steht eine Kanone. Diese erzeugt nach dem Zufallsprinzip bunte Seifenblasen, die ihr möglichst clever auf die im Level verteilten Bläschen feuern müsst. Die Regeln sind denkbar einfach: Werden drei Kügelchen gleicher Farbe vereint, platzen explodieren diese und alle, die vorher an dem zum Platzen verurteilen Trio hingen.
Außerdem kommt die Decke des Levels - und somit auch die Bläschen - langsam herunter, was dafür sorgen soll, dass ihr unter Zeitdruck unüberlegte Entscheidungen trefft. Sobald eine Blase die Höhe eurer Kanone erreicht hat, heißt es "Game Over". Die Geschwindigkeit dieser Spielfeldverkleinerung sowie Anzahl und Konstellation der Kügelchen bemisst sich nach dem Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Levels. Sobald nur noch Bälle einer einzigen Farbe übrig sind, produziert auch die Kanone nur noch diese Farbe. Wäre das nicht so, könnte ein Level unter Umständen niemals

vollständig gesäubert werden.

Die Levels sehen aus wie eh und je. Dieses hier sollte keine größeren Probleme darstellen.
Neben den gewöhnlichen Blasen gibt es auch welche mit besonderen Fähigkeiten. Diese fliegen gelegentlich in UFOs durchs Level, die ihr abfeuern müsst, um deren kostbare Inhalte zu erhaschen. Die Spezialität der jeweils ergatterten Murmel erkennt ihr an dem Symbol, das sich auf ihr befindet. Feuer beispielsweise steht für eine Bomben-Kugel, die farbunabhängig beim Aufprall explodiert. Eine Sternen-Kugel hingegen sorgt dafür, dass bei Kontakt mir einer Blase nicht nur diese, sondern auch alle im Level verteilten Farbgenossen platzen.
Zu guter Letzt gibt es noch die Juwelen-Kugeln, die allerdings nur im Multiplayermodus von Bedeutung sind. Dort geht es nämlich nicht darum, möglichst viele Bläschen zum Platzen zu bringen, sondern die meisten Juwelen-Kugeln abzufeuern. Im Gegensatz zu den "Special-Skills-Kugeln" fliegen diese nicht in UFOs durchs Level, sondern sind wie die normalen Bälle im Level verteilt.
Insgesamt können bis zu acht Spieler gleichzeitig auf Juwelen-Jagd gehen. Das ist üppig und klingt zunächst nach Multiplayer-Gaudi. Leider wird das Ganze schnell unübersichtlich. Bereits bei vier Spielern ist gelegentlich schwer auszumachen, welches Zielkreuz eigentlich das eigene ist.

Der Puzzle-Modus besteht aus fünf Gebieten mit jeweils 50 Levels.
Neben der Mehrspieler-Juwelen-Jagd gibt es noch einen Puzzle-, Endlos- und Schuss-Modus. Letzterer ist nichts anderes als ein simples Minispiel. Kugeln in verschiedenen Farben fliegen durch den Bildschirm. Eure Aufgabe ist es, durch Betätigen des Plus- bzw. Minus-Knopfes, die Farbe des Zielkreuzes passend zum abzuschießenden Ball einzustellen. Habt ihr das getan, könnt ihr die Blase durch Drücken des A- oder B-Knopfes abfeuern. Stimmen Farbe eures Zielkreuzes und des Balles, auf den ihr schießt, nicht überein, explodiert dieser nicht und es gibt keine Punkte.
Im Endlos-Modus geht es nicht darum - wie der Name schon erahnen lässt - ein Level zu säubern. Anstatt der Leveldecke kommen hier ständig neue Blasen von oben herunter. Mit der Anzahl eurer Punkte steigt auch die Geschwindigkeit mit der zusätzliche Kugeln ins Spielfeld gelangen. Das wird zwangsläufig irgendwann so schnell, dass ihr nicht mehr hinterher kommt und das Spiel "verliert".
Im Puzzle-Modus spielt ihr ein Level nach dem anderen, insgesamt 250. Nachdem ihr zehn Level komplettiert habt, spielt ihr das oben beschriebene Schuss-Minigame. Am Ende gibt es eine Spezial-Kugel. Welche das ist, bestimmt sich danach, wie viele Punkte ihr erreichen konntet. In manchen Levels müsst ihr einfach nur schnell vorgehen, in anderen eher taktisch. Richtig tüftelig wird es dabei aber selten. Es spielt sich eben so wie die Vorgänger bisher auch.