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Hype it!
Release: PS3: 29.04.2008
XBox 360: 29.04.2008
PC: 21.11.2008
Status: Released
Plattformen: PS3, XBox 360
Publisher: Take 2
Entwickler: Rockstar Games
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: gta-scene.de

Grand Theft Award

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Hype it!
Sind die Missionen anfangs noch sehr deutlich auf schnöde Hol-und-Bringdienste beschränkt, lässt Rockstar ein paar Stunden später die kreativere Ader pochen. Ihr befreit einen Freund aus einem Lagerhaus, stürmt einen Stripclub mit Waffengewalt, schlagt euch im strömenden Regen durch eine Baustelle, bringt Drogendealer unter die Erde, verfolgt verdächtige Personen oder jagt fliehende Fahrzeuge durch die Rush Hour. Ihr nehmt - als Cop getarnt - Schmuggler ins Visier oder gebt von einem Dach aus mit einer Präzisionsknifte Feuerschutz. Obwohl die Aufträge spannendere Züge annehmen, die Action greifbarer wird, ist Grand Theft Auto 4 bodenständiger als seine Vorgänger. Das Geschehen wird gradliniger inszeniert; es geht meist eher um geschickte Deckungskämpfe, ohne fehlende Substanz allzu oft mit übertriebenen Explosionen zu kaschieren.

Auch aus dem Auto heraus könnt ihr die Waffen sprechen lassen.

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Klar, mit dem wahlweise abschaltbaren Autoaiming-System trifft man eine Mücke selbst aus 200 Metern Entfernung mitten zwischen die Augenbrauen. Alles, was ihr braucht, ist LT zum Anvisieren und RT zum Feuern, wobei eine sehr intensive Schulterperspektive zum Einsatz kommt. Immer dann, wenn ihr statt des gewünschten Gegners einen weiter hinten stehenden Kerl in den Fokus nehmt, spürt man die Tücken dieses Systems, das leider nicht zu voller Güte reifen konnte. Und oftmals ist auch eine strategisch wichtige Position von Vorteil. Deswegen könnt ihr wie in Rainbow Six Vegas an Mauern kauern, Blindfeuer wagen, immer wieder mit ein paar gezielten Salven antworten und sogar die Umgebung einbeziehen. Beispielsweise bröckeln Säulen bei Beschuss, Kisten brechen auseinander und rauben Gegnern die Deckung oder explosive Behälter buhlen um eine gezielte Salve, die gleich den halben Abschnitt ins digitale Nirwana befördert. Solltet ihr wider Erwarten in den Ganovenhimmel einkehren, bekommt ihr per SMS die Frage gestellt, ob ihr die Mission wiederholen wollt. Anschließend startet ihr zwar den kompletten Auftrag von vorn, aber immerhin braucht ihr nicht noch mal zum entsprechenden Charakter zu karriolen, wie es in den Vorgängern der Fall war. Speicherpunkte während einer Mission gibt es hingegen noch immer nicht, was gerade in Anbetracht des gegen Ende recht happigen Schwierigkeitsgrads schade ist.

Halt ... Moment mal. SMS? Ja, dem Handy wurde diesmal eine Schlüsselfunktion zugeteilt, da es als kompletter Organizer fungiert, mit dem ihr eure Kontakte verwaltet. Aus unspektakulären SMS-Meldungen werden lukrative Jobs, aus scheuen Erstkontakten enge Freunde. Und solcherlei Verbindungen verlangen natürlich nach Pflege. Im Laufe des
Spiels macht ihr unter anderem Bekanntschaft mit diversen Frauenzimmern. Und - wenn ihr euch nicht total dämlich anstellt - vielleicht auch mit ihren Schlafzimmern. Voraussetzung sind allerdings vorsichtige Annäherungsversuche, Pünktlich- und Zuverlässigkeit. Eine per SMS eintrudelnde Einladung der Holden auszuschlagen, wäre ein fataler Fehler. Auch gemütliche Naturen, die sich gern mal zehn bis zwanzig Minuten länger Zeit lassen, haben schlechte Karten. Nur wer sich wirklich Zeit für sein Gegenüber nimmt und die Freundschaften aufrecht erhält, steigt in der Gunst. Lasst ihr die Beziehungen dagegen schleifen, reagieren die betroffenen Personen irgendwann trotzig, melden sich immer seltener oder irgendwann gar nicht mehr. Deswegen gilt: Lieber ein Mal öfter anrufen. Man weiß ja schließlich nie, wozu derjenige im Laufe der Geschichte noch gut sein kann.

Durchatmen ... Luuuuuuft anhalten .... Zieeeelen .... Feuer!

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Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die prächtigen Straßen Liberty Citys zu rasen, währenddessen SMS-Nachrichten zu lesen und beim voll aufgedrehten Radio die Seele baumeln zu lassen, geht nicht? Stimmt voll und ganz. Denn schon allein die Vehikelsteuerung garantiert etliche Ausflüge in die zärtlichen Fänge der fiesen Leitplanke. In Vice City und San Andreas konnte man sich noch wie auf Schienen und mit brutalen Manövern durch den Feierabendverkehr zwängen. Das war ein herrliches Gefühl, stimmt's? Nun denn, zückt ein frisches Taschentuch und winkt noch mal schwermütig zum Abschied. Für den neuesten Spross musste die sehr gutmütige Fahrphysik zum Chirurgen und einem weitaus realistischeren Modell weichen. Die Autos steuern sich wesentlich schwerfälliger, lassen sich nur mit etwas Übung beherrschen und machen auch nach Stunden noch ab und zu Bekanntschaft mit nichts ahnenden Verkehrsteilnehmern. Nur wer gern mal ein Rennspiel der Marke Forza Motorsport zur Hand nimmt, ist für den Ernstfall gerüstet. Dieser erzwungen realistische Touch ist vor allem deswegen schade, weil das gewohnt lässige Zum-Auftrag-Cruisen bei nur einem Fehler im Fiasko enden kann. Auch schnelle Verfolgungsjagden mit der Polizei oder anderen Gegnern verlieren an Dynamik und müssen einen gewissen Teil ihres unbeschwerten PS-Charmes einbüßen. Hinzu kommen elend lange Bremswege, die euch oft sprichwörtlich gegen die Wand fahren lassen. Aber wie heißt es so schön: Übung macht den Meister ...

Und der Rest vom Gangsterfest? Der ist wie gewohnt umfangreich und lockt mit unzähligen Nebenjobs ins Land der nicht enden wollenden GTA-Träume. Ihr könnt in dieser Stadt hunderte von Stunden versumpfen, könnt euch in Geschäften neu einkleiden, die Angebetete zum Bowling einladen, Billard spielen oder die Polizei-Datenbank hacken. Haben wir schon erwähnt, dass es Online-Kontaktbörsen gibt, wo sich vielleicht der Partner fürs Leben versteckt? Wisst ihr bereits, welchen Club ihr demnächst besuchen wollt? Habt ihr euch schon mal als Taxifahrer versucht? Wollt ihr nicht ein paar Autos verschachern? Wie steht's mit Pool? Oder der Prostituierten da hinten an der Ecke? Vielleicht mögt ihr auch einfach nur im Versteck vor dem Fernseher lümmeln... Einem der 18 verschiedenen Radiosender lauschen... Oder darüber staunen, wie lange euch das neue GTA bei Laune hält. Es ist eben Liberty City - die Stadt, die nie schläft. Aus mir macht sie ein in staunender Faszination versinkendes Spielkind, das nicht mehr schläft. Danke dafür!

Kurz und knackig: Xbox 360 vs. PS3

Viele Gerüchte gingen vor dem Release von GTA 4 um - vor allem beim Thema Systemvergleich. In der Praxis ist von einem Unterschied aber kaum etwas zu sehen oder zu hören. Beide Fassung sehen sich so ähnlich, dass man selbst im direkten Vergleich Haare spalten muss, um die Unterschiede heraus zu friemeln. Am auffälligsten ist noch die Differenz bei den Pop-Ups. Hier schneidet die PS3 minimal besser ab, da das Spiel vorab auf die Festplatte installiert wird und somit schneller auf die Daten zugreifen kann. Auf der Xbox 360 tauchen Randdetails hingegen ab und zu verspätet auf, was aber kaum ins Gewicht fällt. Dafür wirkt die 360-Version insgesamt ein wenig schärfer und hat das sauberere Anti-Aliasing. Ansonsten spielen beide Versionen ihre Karten voll aus. Sowohl bei den Lichteffekten als auch bei der Framerate war kein signifikanter Unterschied festzustellen.

Wie wenig sich beide Fassungen unterscheiden, seht ihr in unserem GTA4-Video, das den direkten Vergleich anstellt.
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Kommentare

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  • 04.05.2008 - 20:51 Uhr Passatuner

    Die PS3 rendert GTA3 nur in 630p (1120x630), die
    XBOX360 in 720p (1280x720).

    Ich hab beide Konsolen, hab mich dann für die XBOX 360
    Version entschieden, das Pad gefällt um einiges besser.

    Und ich bin süchig nach Gamerpoints! :)

  • 02.05.2008 - 19:30 Uhr Schmidi90

    Ich will es auuuuch...!
    Warum kommt das geile Zeug immer zuerst für Konsolen?
    :(

  • 01.05.2008 - 19:33 Uhr Zero1001

    dankeschön
    jetzt will ich am gewinn von gta4 beteiligt werden^^
    schließlich kaufen sich bestimmt einige wegen dem award
    gta4

    schön wärs^^

  • 30.04.2008 - 17:59 Uhr Zero1001

    stimmt das mit den bremsen stimmt
    wenn ich mal bremse dann fast immer mit der
    handbremse^^
    macht aber spaß

    von mir kriegt gta auf jeden fall den atmosphäre award
    und mir gefallen die stimmen der charaktere sehr gut
    obwohl das auf englisch ist^^

  • 30.04.2008 - 17:16 Uhr karaokefreak

    Nunja, ich muss Sebastian leider zustimmen - viele
    Autos steuern sich so schwammig wie ne Kuh auf
    Glatteis. Die Bremsen sind ziemlich unwirksam, und wenn
    man die Handbremse betätigt, fliegt man gleich von der
    Straße... das war bei den Vorgängern deutlich
    spielerfreudlicher. Zudem ist der Soundtrack (zumindest
    in meinen Ohren) nicht halb so gut wie bei den letzten
    beiden Vorgängern. Die OSTs von Vice City und San
    Andreas waren quasi Musikkompedien für die 80er und
    früh-90er.
    Die Radiosender in GTA 4 konnten mich jedenfalls nicht
    überzeugen. Sogar auf dem (Classic) Rock Sender laufen
    sone Möchtegern-Hits wie "Mama" von Phil "wär ich blos
    am Schlagzeug geblieben" Collins. .. keine Spur von so
    genialen Songs wie "Eminence Front" / The Who. Selbst
    das David Bowie -Stück ist ein eher schwaches aus
    seiner langen Liste *hust*.

    Den Atmo-Award haben wir gerade nachgereicht. Da ich
    die zweite meinung erst heute morgen geschrieben habe,
    ist er beim Einpflegen wohl untergegangen,....

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