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Hype it!
Release: PSP: 25.04.2007
Status: Released
Plattformen: PSP
Publisher: Konami
Entwickler: Konami
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: konami.jp
Fansite: keine Angabe

Nachtigall, ick hör Dir trappsen!

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Hype it!
Das Genre der Schleichspiele hat sich über die Jahre hinweg zu einem der beliebtesten überhaupt gemausert. Viele werden sich noch an die drei Thief-Teile erinnern, in denen Meisterdieb Garrett durch mittelalterliche Gassen und Gewölbe schlich, Fackeln mit Wasserpfeilen löschte und so seine Ziele heimlich, still und leise erreichte. Blockbuster wie Splinter Cell und Ghost Recon funktionieren nach demselben Prinzip, dessen Wurzeln im Jahr 1987 zu suchen sind. Damals veröffentlichte Konami Metal Gear für den MSX-Heimcomputer, eine leicht abgeänderte Version für Nintendos NES folgte zeitnah und eine Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Über den C64, diverse PC-Systeme, die Playstation und die XBox schlich sich Söldner Snake bis auf die PSP, wo die Geschichte mit Portable Ops Plus ihren Lauf nimmt.

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Die Geschichte? Die Hintergründe von Metal Gear sind so gut ausgearbeitet wie bei kaum einer anderen Spieleserie. Zahlreiche Charaktere tauchen immer wieder auf und gewinnen durch ihre Handlungen an Tiefe. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Entwickler Hideo Kojima mit einigen Ablegern wie dem Metal Gear Ac!d-Kartenspiel auf der PSP überhaupt nichts zu tun hat. Snakes Abenteuer boten sogar genügend Potential für vier Comicbände. Besonders treue Fans der digitalen Actionsoap werden sich darüber wundern, dass in Metal Gear Solid: Portable Ops Plus nur ein Minimum an Handlung vorkommt. Stattdessen lassen sich Soldaten aus dem ursprünglichen Spiel importieren - vorausgesetzt, Spielstände befinden sich auf dem Memorystick. Ist das nicht der Fall, müssen wir unsere Truppe im Unendlichkeitsmodus zusammensammeln. Anstatt eine ausgefeilte Story zu präsentieren, reihen sich nach dem kurzen Tutorial einfach zufällig generierte Missionen aneinander, in denen wir meistens nur eine bestimmte Zone erreichen müssen. Natürlich gibt es ein paar Gegner, die uns daran hindern wollen.

Wer sich nach gewohnter Art einfach versteckt oder Gegner über den Haufen schießt, wird - wie auch schon in Portable Ops - nicht allzu weit kommen. Deshalb weist uns einer der neuen Charaktere, Roy Campbell, in die Spielsteuerung ein. Alte Hasen können diesen Absatz getrost überspringen, denn hier hat sich nichts getan. Nach wie vor
können wir laufen, kriechen und klettern, zielen über die Schulter des Charakters hinweg oder bringen Kimme und Korn in Anschlag, wenn wir etwas mehr Zeit haben. Wichtiger als die Bedienung des Schießeisens ist jedoch das Wissen, wie man sich von hinten an Gegner anschleicht, sie in den Würgegriff nimmt und mit beherztem Zudrücken in Morpheus' Obhut übergibt. Ohnmächtig lassen sich unsere Opfer zum Crew-LKW zerren, wo sie in einer nicht weiter erläuterten Prozedur zu Kämpfern für unsere Sache umgewandelt werden. Bis zu 200 Soldaten können sich in Portable Ops Plus in unserer Armee befinden, jedoch lassen sich maximal vier Kämpfer mit auf einen Einsatz nehmen. Wer keine Lust hat, Gegner k.o. zu schlagen, kann auch über ein Minispiel versuchen, seine Crew zu vergrößern. Dabei müsst ihr schnell hintereinander die Kreistaste drücken, um einen W-LAN-Access-Point zu knacken. Dadurch trifft man auf einen Soldaten, der sich euch anschließt oder es auch sein lässt. Je nachdem, ob ihm die Zusammenstellung eures Teams gefällt.

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Neben Roy sind mit Old Snake und Raiden weitere alte Bekannte mit an Bord, wobei mit keiner Silbe während des Spieles begründet wird, warum sich uns die Veteranen anschließen. Theoretisch stellt sich die Frage, weshalb man seine Soldaten überhaupt in den Kampf schicken sollte, wenn es keine Geschichte gibt, die uns die Gründe erläutert. Die Begründung fällt pragmatisch aus: Nur in Einsätzen verbessern unsere Kameraden ihre Fähigkeiten und außerdem findet man während der Missionen kostenlose Ausrüstungsgegenstände. Diese lassen sich entweder aus bewusstlosen oder toten Gegnern herausschütteln, indem man diese anhebt und direkt wieder fallen lässt. Oder die Ware liegt einfach irgendwo in der Gegend herum. Es ist zwar nicht unbedingt logisch, dass jemand seine teure Infrarotbrille in einem Treppenhaus liegen lässt, kann aber in Metal Gear Solid: Portable Ops Plus schon mal vorkommen. Bis zu vier Gegenstände kann jeder Charakter herumtragen. Bei derart sparsam ausgestattetem Handgepäck sollte man darauf Acht geben, dass die jeweiligen Kämpfer ihre Fähigkeiten dank der Ausrüstung optimal einsetzen können.

Natürlich gibt es auch ein paar Neuerungen. So können Soldaten jetzt Karrieren als Kopfgeldjäger oder Akupunkteur einschlagen. Ersterer kann nicht nur den Level der Feinde erkennen, sondern auch deren Fähigkeiten aufdecken, während der zweite Teammitglieder aus der Distanz mit sanften Nadelschüssen heilt. Richtig Spaß machen die Einsätze allerdings erst online, wo ihr wahlweise gegeneinander oder in Team Deathmatches antretet, eine Capture-the-Flag-Variante bestreitet oder eine Runde in der Schießbude riskiert. Die so genannte Shooting Range hätte Potential gehabt. Es geht darum, vor dem gegnerischen Team eine gewisse Punktzahl durch ausgeschaltete Ziele zu erreichen. Leider findet sich auf den entsprechenden Karten keinerlei Ausrüstung. Man muss also Waffen und Munition erst schwer während anderer Einsätze erobern, um hier richtig Gas geben zu können. Als letzter neuer Modus dürft ihr gegen Endgegner aus dem ursprünglichen Spiel antreten.

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Technisch hat sich seit Portable Ops nichts getan. Die Grafik ist nach wie vor sehr solide, wobei besonders die Animationen der Charaktere gut aussehen. Leider wirken viele Level sehr monoton und ähneln sich untereinander. Dazu kommt der Wermutstropfen, dass das Spiel gelegentlich ins Stocken gerät. Auch die akustische Untermalung verlässt sich auf die althergebrachten Musikstücke und die schon bekannten Effekte.
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