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Hype it!
Release: Wii: 11.04.2008
Status: Released
Plattformen: Wii
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Genre: Rennspiel
Off. Seite: nintendo.de
Fansite: keine Angabe

EinzigKartiges Rennvergnügen!

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Hype it!
Wer jetzt "Just another Mario Kart mit ein paar Onlinefeatures" denkt, liegt aber falsch. An der Fahrmechanik wurde erheblich geschraubt - und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Einerseits, um den Casual Gamern entgegenzukommen, andererseits um die Hardcore-Fans nicht zu enttäuschen. Ein Spagat? Ja, und was für einer. Aber Nintendo-typisch mal wieder perfekt ausgeführt. Im neuesten Mario Kart gibt es nämlich zwei Drift-Varianten: Automatisches und manuelles Driften. Ersteres übernimmt den kompletten Slide-Vorgang für euch, so dass ihr euch nur noch auf das Gas-geben und die Power-Ups konzentrieren müsst. Bei der manuellen Variante darf wie früher auf Knopfdruck in die Kurve gesprungen werden, was bei einer dauerhaften Ausführung zu einem Turbo-Boost führt. Um die zweite Stufe des Boosts auszuführen, müsst ihr allerdings deutlich länger driften als früher, was das Snaken auf geraden Strecken verhindern soll. Für Kenner der Serie und Funracer-Profis ist die zweite Drift-Variante natürlich Pflicht, auch wenn der Wendekreis eures Fahrzeugs damit deutlich eingeschränkt wird. Denn wer mit der automatischen Driftsteuerung spielt, hat es stellenweise einfach zu leicht und fährt im null Komma nichts durch alle acht Cups. Andererseits sind die besten Rundenzeiten sowieso nur durch die Drift-Boosts zu erreichen. Automatik ist eher etwas für Einsteiger - und macht durchaus Sinn, wenn man sich mal die Peripherie ansieht, die dem Spiel beiliegt.

Online dürfen bis zu zwei Spieler im Split-Screen ran, offline sogar vier.

Wir haben uns natürlich über das Plastik-Lenkrad, das aus der Verpackung purzelt, ziemlich lustig gemacht. Niemand aus der Redaktion, der auch nur eine Runde damit gedreht hatte, würde diese relativ schwammige Fahrweise einem guten Analogstick vorziehen. Laut Nintendo ist das aber auch gar nicht der Sinn der Sache. Das Wii-Wheel, das durch ein einfaches Einlegen der Wii-Remote zu einer Art freischwebendem Lenkrad mit Bewegungssensorik wird, soll vielmehr dazu führen, dass sich auch Papa und Omi trauen, mitzufahren. Die Logik dahinter ist sehr einfach: Ein Joypad ist für viele Leute etwas Fremdes, aber ein Lenkrad kennt jeder. Daher weiß auch so ziemlich jeder, wie man damit umgeht. Das wollten wir checken, haben einfach Denis' Freundin, die Rennspiele sonst nicht mal mit dem kleinen Zeh wahrnimmt, in den Test einbezogen und ihr das Wii-Wheel in die Hand gedrückt. Das Ergebnis ist erstaunlich: Der Fahrspaß trat postwendend ein. Allerdings nur, weil sie sich nicht um das Driften in den Kurven kümmern musste.
Um es kurz zu machen: Jeder kann das neue Mario Kart spielen, man muss sich eben nur die richtige Steuerungsmethode bzw. den richtigen Driftmodus aussuchen, um auch die passende Herausforderung zu finden. Daher sind auch die Onlinematches insgesamt sehr ausgewogen. Auf technischer Sicht gibt es sowieso nur wenig zu beanstanden. Die serverbasierten Matches mit Zufallsgegnern sind so stabil, dass wir trotz voller Auslastung keine Lags oder andere Störungen bemerkt haben. Dass globale Matches absolut lagfrei ablaufen, ist natürlich ziemlich unwahrscheinlich, aber zumindest bemerkt man sie meist nicht.

Vor den bekannten Pinguinen bleibt ihr auch im Wii-Teil nicht verschont.

Leider ist das private Matchmaking Wii-typisch etwas umständlich ausgefallen. Zwar könnt ihr in einer spielinternen Freundesliste sehen, wer gerade online ist und ob ein Kumpel gerade eine Lobby eröffnet hat, doch müsst ihr dazu erst mühselig zwölfstellige Mariokart-Codes austauschen und beidseitig registrieren. Und selbst dann läuft nicht alles perfekt, denn man kann sich zwar gegenseitig zu Spielesessions herausfordern, doch landet die Einladung ausgerechnet in der Wii-Pinwand. Wer sie annehmen will, muss also erst das Spiel verlassen bzw. nimmt sie erst nach Spielende wahr. Wer eine Peer-to-Peer-Verbindung mit Freunden aufbauen will und hinter einem Router sitzt, kommt zudem nicht drum herum, die Ports 1 bis 65535 freizugeben. Zumindest steht das so im Nintendo-FAQ. Das ist quasi mit Kanonen auf Spatzen geschossen; und wer mehrere Geräte an seinem Router hängen hat, ist wohl kaum gewillt, die Firewall großflächig zu durchlöchern, nur um Mario Kart spielen zu können. Eine genauere Eingrenzung der verwendeten Ports wäre also sehr hilfreich (Schönen Gruß an Nintendo: Kümmert ihr euch bitte darum?)

Was für eine Kiste ackert da noch gleich im blitzblank polierten Fernsehschrank? Ach ja, die Wii. Und angesichts der technisch sehr kümmerlichen Gene, die ihr in die Wiege gelegt wurden, macht Nintendos Jüngste ihren Job in Sachen Grafik auch recht ordentlich. Zwar hat sich optisch im direkten Vergleich mit Double Dash nicht allzu viel getan. Aber dafür werdet ihr auf jeder einzelnen Strecke, in jedem Cup mit unzähligen liebevollen Details empfangen. Nintendo öffnet hier eine kunterbunte Wundertüte, lässt die hauseigenen Stars wie eine Konfetti-Explosion, putzig und frech animiert, durchs Wohnzimmer wirbeln und entlockt uns mit knalligen Farben immer wieder zufrieden geseufzte Aahhhs und Ooohhhhs.

Erstmals dürft ihr auch auf Motorrädern Platz nehmen.

Spätestens wenn glühende Lavaklumpen aus dem Boden schießen, wenn sich bewegende Bodenplatten euer fahrerisches Geschick fordern oder altbekannte Feindbilder zu Hindernissen werden, merkt man, mit welch einfachen Mitteln man eine Rennstrecke zum Leben erwecken kann. Es braucht keine HD-Pracht, keine 1080i, sondern Liebe zum Detail, Auge für Kleinigkeiten und geschickt eingestreute inszenatorische Highlights. Am Streckenrand jubelt die versammelte Mii-Meute, Gumbas stromern phlegmatisch durchs Bild und Pinguine ziehen erschrocken den Kopf ein. Dieses Spiel ist - mit dem starren Technikblick betrachtet - schwach, aber mit so vielen putzigen Finessen gewürzt, dass man einfach anerkennend nicken muss. Wer das jung gebliebene Spielkind im Männerkörper jedoch nicht mehr spüren kann, dürfte Probleme haben, sich mit dem leicht infantilen, farbenfreudigen Nintendo-Stil anzufreunden.

Im Soundsegment hätte man aber durchaus ein Schippchen drauflegen können. Die Synthi-Tunes sind kompositorisch und in Sachen Arrangement gerade mal befriedigend. Wie üblich geht das Soundchip-Geklimper sowieso unter, wenn es wegen der Power Ups besonders laut auf der Strecke wird, aber hin und wieder mal einen orchestralen Track wie in Mario Galaxy zu hören, hätte die akustische Qualität sicherlich gesteigert. Wenigstens sind die ständigen Sprachsamples der Fahrer bei weitem nicht so aufdringlich wie bei Donkey Kong Jet Race, auch wenn sie erwachsenen Spielern auf Dauer etwas auf die Nerven gehen könnten.
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  • 20.04.2008 - 11:05 Uhr Ghaleon

    Beim Mädchen-Markt und Saturn liegen die stapleweise
    herum...

  • 15.04.2008 - 15:28 Uhr Schmidi90

    Tja, manchmal bereue ich es echt keine Konsole zu ahben
    :(

  • 15.04.2008 - 10:58 Uhr karaokefreak

    Media Quark und Jupiter ( ^^) sollen massig davon ahben
    - zumindest hier in Berlin war es so...

  • 15.04.2008 - 10:13 Uhr Gnoos

    na in frankfurt wird sich ja wohl noch ein händler
    finden lassen, der das hat^^

  • 15.04.2008 - 09:51 Uhr Schminho

    hab beim (ex?) spielehändler meines vertrauens trotz
    vorbestellung kein exemplar mehr bekommen :/

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