Die Jumper kommen mit einer einzigartigen Gabe auf die Welt: Sie können sich an jeden beliebigen Ort der Welt teleportieren. Kann das Videospiel zum spannenden Kinofilm den Lizenzfluch brechen?
Eines Morgens liegt wieder ein ganzer Stapel Spiele auf dem Schreibtisch und als fleißiger Redakteur macht man sich schleunigst daran, die Neuerscheinungen auf Herz und Nieren zu testen. Mit von der Partie war in diesen Tagen Jumper: Griffin´s Story für die Xbox 360 und
Nintendo Wii. In den USA ist der gleichnamige Spielfilm, der vom Regisseur Doug Liman (Die Bourne Trilogie) inszeniert wurde, binnen kurzer Zeit auf den ersten Platz der Kinocharts geklettert. Die Erfahrung zeigt, dass Lizenzspiele zu Kinostreifen oft nicht zu mehr taugen als die Langeweile noch zu steigern, für Frust zu sorgen und den Geldbeutel auf tragische Weise zu leeren. Bevor wir euch nun aber einen langen Vortrag über die Vor- und Nachteile der Versoftungen halten, steigen wir direkt in die Geschichte ein.
Für den Sonnenaufgang nach Ägypten, kurze Zeit später auf dem Times Square in New York Shoppen gehen, um den Abend auf der

chinesischen Mauer mit einem Wein aus Frankreich und einer Pizza aus Italien ausklingen zu lassen. Das alles beschreibt ein Luxusleben der Sonderklasse. Wobei die Reisen an einem Tag zu absolvieren wohl nicht nur die eigene Geldbörse schröpfen würde, sondern auch rein zeitlich unmöglich wäre. Nicht für die so genannten Jumper. Sie verfügen über die Begabung, sich in Sekundenbruchteilen von einem Ende der Welt ans andere teleportieren zu können. Euch fallen sicherlich sofort tausende Ideen ein, um die besondere Kraft zu nutzen und ein Leben ins Saus und Braus zu führen. So ergeht es im Film auch dem Protagonisten David Griffin, der seine Fähigkeiten seit dem ersten Tage der Entdeckung vollkommen auskostet. Als er mit 15-Jahren feststellt, dass er sich blitzschnell von einem Ort an den anderen teleportieren kann, raubt er erst mal den örtlichen Banksafe leer und führt von dort an ein Luxusleben. Auf der Kinoleinwand beginnt damit eine atemberaubende Actionhatz der besonderen Art. Davids Können bleibt nicht unbemerkt und so sind ihm schon bald düstere Agenten auf dem Weg.

Eigentlich können Jumper nicht in die Vergangenheit reisen. Die Grafik lässt allerdings anderes vermuten.
Auf der Konsole ist die Handlung leider nur deutlich gestrafft erlebbar. Ihr erfahrt lediglich in Grundzügen von dem Hintergrund und dem langjährigen Kampf zwischen der Gruppe der "Jumper" und den "Paladinen", die einst schon die Eltern von David umbrachten. Genau diese Bande steckt auch hinter den Agenten, die David auf der Spur sind. Warum die Organisationen allerdings bis auf den Tod verfeindet sind, erklärt man euch nicht. Das stößt frühzeitig sauer auf und macht es beinahe notwendig, die Kinokarte zu lösen und erst dann den Controller in die Hand zu nehmen. Im Zentrum des Spiels steht das Kampfsystem. Am spannendsten ist es, die besondere Fähigkeit der Jumper einzusetzen und die Paladine in der Auseinandersetzung zu überraschen. Mit Leichtigkeit portiert ihr euch an die Seite eures Widersachers und haut ihm eins auf die Rübe. Ihr erhaltet sogar zusätzliche Punkte, wenn ihr nicht immer von der gleichen Seite angreift, sondern mit Variationen glänzt. Zusätzlich erlernt ihr nach und nach immer mehr Kombos und könnt euch schnell über ein breites Arsenal der Kampfkunst freuen.
15.04.2008 - 10:08 Uhr
werde. Sorry, aber was anderes wird nicht gemacht. Die
Spiele werden regelrecht ausgekackt. Da kommt meist nie
was anständiges bei rum.