Schon der erste Ausflug auf das Schlachtfeld des Ego-Shooters Frontlines: Fuel of War hinterließ einen viel versprechenden Eindruck. Jetzt liegt die Verkaufsversion vor und es stellt sich die Frage: Wird das Spiel den Vorschusslorbeeren gerecht? Hier gibt es die Antwort.
Wechsel der FrontenDas Zwischenfazit lautet daher: Die Idee mit der Vermischung von Single- und Multiplayer-Elementen ist erfrischend anders. Wer jedoch einen spannenden Solo-Shooter sucht, ist beispielsweise bei Call of Duty 4 besser aufgehoben. Spannender als die
Bot-Matches in Battlefield 2142 ist der Part jedoch allemal. Und was hat der Multiplayer-Modus zu bieten? Jede Menge! Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der bereits erwähnten Frontlinie. Erobert man während einer Partie bestimmte Punkte auf der Karte, verschiebt sich die Linie ins Feindesland hinein.
Dies ist in doppelter Hinsicht interessant: Einerseits wird somit das Kampfgeschehen auf eben diese Frontlinie samt der entsprechenden Eroberungspunkte konzentriert. Des Weiteren spielt die Taktik eine große Rolle: Rückt die eigene Fraktion immer weiter vor, ist sie augenscheinlich im Vorteil. Gleichzeitig hat sie ein größeres Areal zu verteidigen und ist für Nadelstichattacken anfälliger. Die Konsequenz:

Frontlines: Fuel of War bietet stets sehr actionreiche und dynamische Multiplayer-Gefechte mit erfreulich wenig Leerlauf.
Reicht noch nicht, um zu begeistern? Wie wäre es dann mit den Soldatenklassen? Ok, das ist nun wahrlich keine neue Erfindung und wurde schon in zahlreichen Spielen dieses Genres verbraten. Dennoch hat Frontlines auch bei diesem Feature eine interessante Nuance zu bieten. Neben den sechs Grundklassen wie Scharfschütze, Sturmsoldat oder Anti-Tank-Spezialist gibt es vier so genannte Spezialisierungen. So ist es beispielsweise einem EMP-Techniker möglich, mittels spezieller Granaten die Elektronik von Fahrzeugen kurzzeitig auszuschalten. Der Drohnenspezialist schickt hingegen kleine Fahrzeuge und Flieger in den Kampf.

Auf den Schlachtfeldern ist immer etwas los. Dank dynamischer Frontlinie konzentriert sich das Geschehen auf wenige Schauplätze.

Apropos Drohnen: Das Arsenal dieser netten Gadgets reicht vom Minipanzer bis hin zum Aufklärungsflieger samt Kamikaze-Funktion, die allesamt auch im Solo-Modus zur Verfügung stehen. Allerdings entfalten sie erst in Netzwerk- oder Onlinegefechten ihr volles Potenzial. Hinzu kommt das Belohnungssystem: Wer mit seinem Soldaten im Rang aufsteigt, erhält neue Fähigkeiten oder Waffen. So ist der EMP-Soldat beispielsweise "unsichtbar" für das gegnerische Radar oder darf Störsender einsetzen. All das würzt jede Multiplayer-Partie zu einer herrlich abwechslungsreichen Mahlzeit
Von Fahrzeugen und SchluckaufMoment, war da nicht eben von Fahrzeugen die Rede? Natürlich darf ein umfangreicher Fuhrpark bei einem Spiel dieser Art nicht fehlen. Von Jeeps, über Helikopter bis hin zu Panzern ist alles dabei, was das Herz begehrt. Allerdings sind die Vehikel nicht immer leicht zu kontrollieren, was etwas am Spaßfaktor nagt. Apropos Ärgernisse: Die Xbox 360-Version von Frontlines hat seltsamerweise mit teilweise derben Rucklern zu kämpfen. Das ist besonders in Hinsicht auf einige andere Grafikabstriche recht seltsam: So sind einige Texturen deutlich detailärmer als in der PC-Version und hässliches Pop-Up von Gebäuden gibt es obendrauf. Abgesehen davon macht das Spiel eigentlich eine gute (optische) Figur. Der Hammer ist jedoch auf jeden Fall die Soundkulisse: Realistische Waffeneffekte, wuchtige Explosionen und eine gelungene Lokalisierung werden die Lautsprecher der Shooter-Fans in Verzückung versetzen.