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Hype it!
Release: PSP: 26.03.2008
Status: Released
Plattformen: PSP
Publisher: Sony Online Entertainment
Entwickler: Ready at Dawn
Genre: Beat 'em up
Off. Seite: us.playstation.com
Fansite: keine Angabe

Bei den Göttern!

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Hype it!
Die bisherige Geschichte zu God of War: Chains of Olympus ist schnell erzählt. Der Krieger Kratos liefert sich eine erbitterte Fehde mit dem Kriegsgott Ares und schickt diesen zur Hölle. Natürlich darf so ein wichtiger Posten im Olymp nicht unbesetzt bleiben, weshalb Kratos sich zukünftig um die Schlachten der Hellenen kümmert. Was soll nach diesem Happy End noch kommen? Natürlich ein Prequel, Chains of Olympus ist zeitlich vor den beiden Actionadventures für die PS2 angesiedelt. Während des Intros erfahren wir, dass unser Held einst ein mächtiger General war und inzwischen als der "Geist Spartas" bekannt ist. Um die blutigen Bilder zahlreicher Schlachten zu vergessen, schwor er den Göttern des Olymps Treue. Trotzdem kann er seine Erinnerungen nicht hinter sich lassen und Ablenkung erfährt er nur in weiteren Kämpfen.

Für derart große Ungetüme hat Kratos wie immer ein paar ganz besondere Angriffe auf dem Kasten.

Zu Beginn des Spieles landen die Perser mit einer riesigen Armada in Griechenland und es liegt bei den Spartanern, die Invasoren aufzuhalten. Wer jetzt unwillkürlich an Robert Rodriguez' blutige Comicverfilmung von Frank Millers "300" denkt, liegt goldrichtig. Zwar spielen die Kampfszenen merkwürdigerweise in Athen und nicht bei den Thermopylen, der Blutgehalt bleibt jedoch vergleichbar. Ihr steigt in das Spiel ein, als Kratos sich gerade auf einem Wachturm befindet, der von persischen Soldaten gestürmt wird. Vorher müsst ihr allerdings noch einen von drei Schwierigkeitsgraden auswählen.

Zu Spielbeginn beherrscht unser Grieche lediglich schnelle schwache oder langsame starke Angriffe sowie eine einfache Komboattacke. So wird man als Spieler anfangs nicht überfordert und kann sich an die Steuerung gewöhnen, sollte man die beiden PS2-Titel noch nicht kennen. Innerhalb weniger Minuten beherrscht man die Navigation im dreidimensionalen Raum und lässt Kratos wie einen jungen Gott springen und kämpfen. Kaum sind die ersten Teppichknüpfer abgewehrt, werden wir von einem Schiff der Flotte unter Beschuss genommen. Wie passend, dass auf dem Turm eine Ballista steht. Kurzerhand bedienen wir das schwere Geschütz, indem wir die Sehne greifen und sie mit dem Analogpad spannen. Wenige Sekunden später versinkt der Kahn in den Wellen. Kaum hat sich unser Puls wieder beruhigt, folgt auch schon der nächste Höhepunkt. Ein Stockwerk tiefer erledigen wir ein paar ordinäre Fußsoldaten und wollen hinterher das Tor öffnen, um auf das Schlachtfeld zu stürmen. Da bricht ein gigantischer, feuerspeiender Basilisk durch das Holz und ein erbitterter Kampf beginnt. Mit Standardangriffen schwächen wir das Monstrum bis zu einem gewissen Punkt, an dem wir per Kreistaste
eine Speziattacke auslösen. Dieses System funktioniert bei allen mächtigeren Gegnern, Levelbossen können wir sogar ausschließlich auf diesem Wege den Garaus bereiten. Was folgt, ist ein Reaktionstest par Excellence. Per Zufall werden wir angewiesen, bestimmte Tasten zu drücken, was in blutigen Animationen ausartet. In diesem Fall verliert der Basilisk eines seiner Augen und eine riesige Blutfontäne spritzt nach oben. Das Spiel hat nicht umsonst keine Jugendfreigabe erhalten. In den nächsten Minuten jagen wir das waidwunde Biest durch die Stadt und erledigen zudem noch den Perserkönig.

Auch auf der PSP kann sich die Kulisse absolut sehen lassen ...

Auf unserem Weg sammeln wir blutrote Kugeln getöteter Gegner ein und öffnen Truhen, um an weiteres Blut, Artefakte oder Lebens- beziehungsweise magische Energie zu kommen. Mit unserem Sammelsurium lassen sich Kratos' Fähigkeiten verbessern. Fünf Gorgonenaugen heben beispielsweise unsere Lebensenergie permanent an, während fünf Phönixfedern die magische Potenz steigern. Viel spannender sind jedoch die Möglichkeiten, die sich dank des von Feinden gespendeten Blutes ergeben. Mit dem Lebenssaft lassen sich Kampf- und Magiefähigkeiten für bestimmte Waffen oder Zaubersprüche steigern, was stärkere Angriffe und neue Kombos ermöglicht. Derart gerüstet treten wir immer mächtigeren und zahlreicheren Gegnern gegenüber, das Balancing bleibt jedoch nicht zuletzt wegen der zahlreichen Speicherpunkte fair.

Neben den actionreichen Kämpfen warten zahlreiche Rätsel auf Kratos, wobei die Art und Qualität der Denkpausen sehr variiert. Es macht durchaus Spaß, Spiegel in die richtige Position zu manövrieren, andere Suchspielchen können jedoch regelrecht frustrieren. Während die meisten Kopfnüsse innerhalb weniger Minuten gelöst sind, sollte man manchmal längere Zeit einplanen, um den Ausgang aus einem leeren Raum zu finden. In solchen Fällen spielt euch die Kameraposition gewollt einen Streich, die Perspektive ist Teil der Denksportaufgabe. Meistens ist der Blickwinkel aber perfekt gewählt, um Übersichtlichkeit zu gewährleisten oder Schockeffekte in Szene zu setzen. Die detailverliebte Grafik überzeugt mit flüssigen Animationen und einer Atmosphäre, die stets zur Umgebung passt. Von Athen aus führt unser Weg über einen prächtigen Tempel zum Fluss Styx und auf dessen anderes Ufer, den Hades. Egal ob wir unter hellem Sonnenlicht wandeln oder höllische Sphären durchschreiten - Kenner der griechischen Mythologie treffen von den Hydren über Sirenen bis zum Minotaurus viele Bekannte, die allesamt großartig umgesetzt wurden. Besonders in den ersten Minuten kann man sich an der Grafik kaum satt sehen und es ist wieder mal beeindruckend, was sich aus der kleinen PSP herauskitzeln lässt.

Nur nicht zimperlich sein - nervige Gegner werden nach wie vor einfach in der Luft zerrissen.

Doch schon nach der ersten Stunde hat man sich an den hohen Standard gewöhnt und die wechselnden Umgebungen sollten eigentlich dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt. Trotzdem wiederholen sich einige Stilelemente recht häufig, so sehen zu erklimmende Felswände sich meist zum Verwechseln ähnlich, unabhängig von ihrem Standort. Dank der Gewöhnung an den Griechenlook lässt die Motivation zum Spielende hin ein wenig nach, lediglich die spektakulären Endgegner, die aufwendigen und hervorragend synchronisierten Zwischensequenzen sowie die herzergreifende Story sorgen dafür, dass der Ehrgeiz nicht verloren geht. Der muss aber auch nicht so lange anhalten, denn nach ungefähr sechs Stunden haben routinierte Helden den Abspann vor Augen. Ein erneutes Spiel ist dank des Fertigkeitensystems zwar durchaus interessant, jedoch ist das Ende dank der schon bekannten Rätsel dann noch schneller erreicht. Wer auf einen Mehrspielermodus hofft, um den Langzeitspaß aufrecht zu erhalten, wird leider enttäuscht. Auf dem Olymp ist es bekanntlich einsam.
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Seiten: 1 Wertung

Kommentare

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  • 02.03.2008 - 10:32 Uhr Gnoos

    und ich hab meine psp verkauft :(

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