Torsten Kägler Nieder mit den verdammten Echsen! Gut, dass die Dinger ausgestorben sind, sonst wäre ich wohl schon lange tot. Raptoren, die im Rudel jagen, so viele Waffen, dass die USA neidisch werden und ein spannender Mehrspielerpart machen Turok für mich zur guten Wahl - wenn auch mit Mängeln!
Helden geraten in Vergessenheit, doch Legenden sterben nie. Joseph Turok ist zurück und dem Feind auf der Spur. Wird der Kampf gegen seinen größten Widersacher und Ziehvater erfolgreich sein?
Ein neues Kapitel. Eine neue Geschichte. Ein neues Zeitalter für Turok. Vergessen ist die Vergangenheit, denn lange von Hoch- und Tiefphasen zu schwadronieren bringt euch und uns nicht weiter. Vor einigen Wochen konnten wir euch einen ersten Eindruck des Mehrspielermodus' präsentieren und waren durchaus angetan von dem Ausflug in die brutale Dinowelt. Jetzt steht die Vollversion im Handel. Ihr wollt wissen, was an Action auf auch wartet und genau das erfahrt ihr in diesem Test. Jurassic Park? Ein Kindergarten! Rambo? Ein Waffennarr, der sich nie mit Joseph Turok anlegen würde! Brachial kommt der neue Protagonist daher, der dank Propaganda Games endlich einen Vornamen spendiert bekommen hat. Auf den ersten Blick sieht man, dass die Anzahl der Muskeln die Gehirnzellen des Ex-Söldners deutlich überwiegt. Aber wen interessiert das schon? Der Drang zu überleben ist in unserem Innersten ebenso wie beim Protagonisten tief verwurzelt. Wer muss schon studiert haben, um seinen Erzfeind mit riesengroßen Wummen zu jagen? Also nicht lange überlegt und ins Abenteuer gestürzt!
Vor einigen Jahren war Joseph Turok alles andere als ein Musterbürger und verdiente sich als Teil einer verbrecherischen Organisation seinen Lebensunterhalt. Im so genannten Wolfsrudel war er Roland Kane, einem kriminellen Genie, unterstellt. Irgendwann kam aber die Zeit, dass sich Turok von der dunklen Seite abwandte und sich für das Gute einsetzte. Seither ist er in einem Sonderkommando der U.S.-Marines eingesetzt und will das wieder gutmachen, was er in den Jahren als Söldner falsch gemacht hat. Dafür kommt die ultimative Gelegenheit, denn Kane steht auf der Höhe seiner verbrecherischen Karriere: Auf einem fremden Planeten arbeitet er an den finstersten Plänen, dies gilt es zu verhindern. Euch kommt das ein wenig flach vor? Dann seid ihr eventuell zu anspruchsvoll für das neueste Turok. Eine epische Geschichte wird euch nicht präsentiert. Viel mehr als ein Rahmen für eine schier endlose Dinosaurierjagd wurde nicht gestrickt. Das alles macht Turok aber längst noch nicht zu einem schlechten Spiel.
Joseph Turok lässt sich nicht unterkriegen: Ob menschliche Feinde oder arglistige Dinosaurier, er erledigt jeden Gegner!
Kaum von der Regierung in ein Raumschiff verfrachtet, mit den nötigsten Informationen zum streng geheimen Auftrag versorgt und zu Kane geschickt, zerfetzt auch schon eine Rakete euer Transportmittel. Mit mehr Glück als Verstand landet ihr zwar im tiefsten Dschungel, seid aber immerhin am Leben. Dachtet ihr zunächst noch, dass die Armee aus skrupellosen Gestalten euer größtes Problem wäre, werdet ihr schnell vom Gegenteil überzeugt. Die wunderbare Welt des Ur-Waldes verwandelt sich in eine grüne Hölle. Überall lauert die Gefahr, von prähistorischen Geschöpfen als kleiner Appetithappen verspeist zu werden. Den überdimensionalen Krallen eines T-Rex lässt sich noch ganz gut entkommen, aber richtig hart sind die kleinen Angreifer. Raptoren sind wie die Krätze am Arsch: Stets an eurer Seite und nervend wie kaum etwas anderes! Aus dem Nichts brechen sie aus dem Dickicht hervor und wollen sich ekelhaft sabbernd auf Turoks fleischigen Körper stürzen. Daraus wird aber nichts: kurzerhand die Schrotflinte gezogen und es heißt: "Bye Bye Dino". Bringt nur nicht viel, denn der Herr Raptor hat seine ganze Sippe mitgebracht. Sofort ist der nächste Fiesling mit seinen messerscharfen Krallen vor Ort, wieder macht es "Bamm. Bamm." und der nächste Raptor liegt am Boden.