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Hype it!
Release: Wii: Januar 2008
Status: Released
Plattformen: Wii
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo
Genre: Rennspiel
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Wie man einen Spieletester in den Wahnsinn treibt.

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Hype it!
Aus dem Tagebuch eines Spieleredakteurs:

Tag 1

Liebes Gaming-Tagebuch.
Habe heute Donkey Kong Jet Race für die Wii zum Testen bekommen. Ist ja schon eine Weile her, seitdem ein Donkey Kong-Rennspiel erschienen ist. Das war Diddy Kong Racing von Rare für das Nintendo 64, soweit ich mich erinnere, das später auch auf den Nintendo DS portiert wurde. Da Rare ja nicht mehr für Nintendo arbeitet, hat aber die PAON Corporation die Programmierung von Donkey Kong Jet Race übernommen. Und so ist vom alten Charme nichts mehr übrig geblieben.

Ein Affe auf Tauchstation... na und? Wirkt sich ja doch nicht auf die Steuerung aus.

Als ich das Spiel zum ersten Mal einlegte, bekam ich zuerst einen Schreck. Schon im Titelbildschirm war deutlich zu sehen, dass Jet Race eigentlich für den GameCube geplant war, denn die Grafik ist sehr grob. Im Ausgleich dafür ist sie quietschbunt, was sich auch im Spielverlauf nicht ändert. Ist schon seltsam: selbst für den alten Nintendo-Würfel wären die Texturen ziemlich grob und aufgeschwemmt gewesen, ganz zu schweigen von den detailarmen Umgebungs- und Charaktermodellen, die lediglich mit sehr einfachen Grafikeffekten aufpoliert wurden, dafür aber dem Niedlichkeits-Overkill freien Lauf lassen. Dabei ist die gesamte Aufmachung schon total absurd. Donkey Kong, Diddy Kong und der Rest der Rasselbande aus dem Dschungel fliegen nämlich mit umgeschnallten Raketen-Kongas durch die Lüfte. Je nachdem, ob sie auf die linke oder rechte Konga trommelten, bogen sie in die entsprechende Richtung ein, bei gleichzeitigem Betätigen der Trommeln machten sie einen beherzten Sprung nach oben. Allerdings muss ich das Trommeln selbst
übernehmen, indem ich mit Wiimote und Nunchuck in der Luft herumklopfe, als würde ich imaginäre Nägel in einem Stück Holz versenken. Das geht mir ziemlich schnell auf die Nerven, vor allem weil ich bei Geschwindigkeitsverlust immer wieder mit beiden Steuerungselementen klöppeln muss, bis der haarige Pilot seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Danach fliegt er von allein weiter und will nur die Richtung bzw. Sprünge angesagt bekommen.

So richtig fliegen kann man das aber nicht nennen, denn Bewegungsfreiheit gibt es nicht. Stattdessen schwebt meine Spielfigur innerhalb eines streng begrenzten Kurses, der zwar immer wieder Steigungen und Gefälle aufweist, aber ansonsten sehr zweidimensional daherkommt. Obendrein gleicht die Spielgeschwindigkeit eher einer Bummeltour durch einen Donkey Kong-Vergnügungspark, als einem aufregenden "Jet Race". Wären da nicht die vielen Fässer und Bauten, über die ich hier und da hüpfen muss, hätte ich mich im niedrigsten Schwierigkeitsgrad jedenfalls beinahe zu Tode gelangweilt. Nebenbei Nachrichten gucken wäre jedenfalls locker drin. Ich hätte dazu aber den furchtbar aufdringlichen Synthi-Soundtrack runterdrehen müssen, was für einen Test jedoch nicht in Frage kommt.

Der Affenzahn-Turbo sorgt nur kurzzeitig für Unterhaltung.

Ach ja, Bananen sammeln soll ich auch. Die gelben Früchte liegen zu Unmengen auf der "Strecke" verteilt. Sobald man 50 davon beisammen hat, könnte man über den Analogstick am Nunchuck einen Turbo aufladen und kurzzeitig mit einem Affenzahn-Boost abschwirren. Schafft man es zudem, während des Boosts durch ein Fass oder einen Gegner zu fliegen, wird der Geschwindigkeitsschub verlängert. Habe auf den ersten Strecken ein wenig geübt und ein paar Kombos hinbekommen, so dass ich den halben Kurs am Stück durchgejettet bin. So richtig schnell wird das Spiel dadurch aber noch immer nicht. Mal sehen, wenn ich morgen den Profi-Schwierigkeitsgrad freigespielt habe, wird's bestimmt ein bisschen aufregender.

Tag 2

Liebes Gaming-Tagebuch.
Habe ganz schlecht geschlafen. Donkey Kong und seine superniedlichen Begleiter haben mich im Traum heimgesucht und mich mit ihren quiekig hohen Boost-Schreien in den Wahnsinn getrieben. "Yuhuuu", "whohohooo". Kein Wunder, darf ich mir das nervige Gejapse in jeder Runde doch zig Mal anhören.

Habe das Spiel mittlerweile auch meiner Freundin gezeigt, aber nicht mal sie erträgt die Überzuckerung, mit der Grafik und Sound zu begeistern versuchen. Bin außerdem ganz schön angespannt. Auch wenn man nicht permanent klopft, belastet das Getrommle die Arme irgendwann. Bin nämlich im Profi-Modus angelangt, in dem es zwar nicht viel schneller vorangeht, aber deutlich hektischer. Von allen Seiten werde ich mit den auflesbaren Power-Ups attackiert, die Affenzahn-Boosts verhindern oder einen gar ganz zum Stillstand bringen. Hab zudem noch viel mehr zu trommeln als zuvor, da die freispielbaren Affen- und Krokodil-Racer vor allem in den Kurven ganz schön träge sind. Bekomme auch den Boost immer beständiger hin und erwische immer wieder mal eine Fasskanone, die mich ein ganzes Stück nach vorne katapultiert. Oder einen tierischen Gefährten in Form eines Nashorns oder eines Schwertfischs, der mir sicheres Geleit gewährt. Trotzdem hab ich noch immer nicht das Gefühl, ein Rennspiel vor Augen zu haben. Die seltsame Steuerung bringt nämlich nur sehr wenig Präzision und schon gar keine Feinheiten wie eine Driftsteuerung mit sich. Es bleibt die quiekig bunte Donkey Kong-Park-Besichtigungstour, nur dass ich vor lauter zu umgehenden Fallen schon bald nicht mehr mit dem Trommeln hinterherkam. Jetzt habe ich erst mal Muskelkater.
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Kommentare

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  • 15.02.2008 - 09:51 Uhr Gnoos

    oh ja...mario kart wird der knaller

  • 15.02.2008 - 09:13 Uhr Asmodee

    Na zum Glück steht ja noch ein neues Mario Kart an. ;)

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