Wer kennt sie nicht? Die quietschgelben Einwohner aus Springfield. Zuerst nur als Pausenfüller für eine amerikanische Talkshow entworfen, sind sie heute aus dem Fernsehalltag nicht mehr wegzudenken und genießen hohen Kultstatus. Radical Entertainment bannte die gelbe Familie nun erneut unter dem namen The Simpsons: Hit & Run auf Konsolen und den PC.
Doch weg von den Theorien, widmen wir uns Radical Entertainments neuestem Spiel rund um die gelbe Kultfamilie:
Die Springfielder Bevölkerung wird eines Tages stutzig, als sich plötzlich überdimensionale Wespen auf denen Kameras installiert sind, große schwarze mit blickdichten Scheiben versehene Übertragungsvans und Männer in schwarzen Anzügen durch ihr idyllisches Städtchen wuseln. Die Familie Simpson, wie könnte es anders sein, beschließt also der Sache auf den Grund zu gehen.
Vertraute UmgebungZu Anfang des Spiels wird man natürlich vom obligatorischen Simpsons Einleitungs-Jingle in das Haus der Simpsons versetzt. Von hieraus lassen sich alle grundlegenden Optionen wie Grafik, Sound, Steuerung etc. verändern.
Sobald es dann losgeht, erzählt eine kurze Zwischensequenz die bereits oben genannte Einleitungsstory. Danach schlüpft man zunächst in die Haut von Homer Simpson, mit ihm soll der Spieler sich mit der Stadt und der Steuerung vertraut machen. Dies ist eigentlich nicht nötig, denn stets weisen am Boden aufblinkende grüne Pfeile zum nächsten Missionsziel hin.
Die ersten Missionen enthalten eigentlich keinen wirklichen Sinn und treiben die Story auch somit nicht wirklich voran. Missionsziele wie: „Hole neue Eiscreme“ oder „bring Lisa ihr Biologieversuchsmodell

in die Schule, bevor der Rektor die Schule erreicht“ erwarten den Spieler hier. Während den Missionen trifft man zahlreiche bekannte Charaktere aus der Serie, welche meist bei der Missionslösung helfen.
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Dies wird durch den stimmigen Soundtrack der Serie untermalt und man fühlt sich in Springfield schnell zu Hause. Doch der Schein trügt, die Anfangs noch herrschende Abwechslung im Missionsdesign ändert sich allerspätestens, nachdem man das erste mal mit Bart unterwegs war. Denn dann ist man hauptsächlich nur noch im Auto
unterwegs.
Diese werden von den Charakteren übrigens nicht geklaut, die Spielfigur setzt sich einfach neben den Fahrer, welchen man dann kontrolliert. So sind im Prinzip alle Autos in Springfield Taxis, welcher der Spieler selbst steuern kann. Es gibt allerdings eine Ausnahme, jedes Mitglied der Familie Simpson besitzt einen eigenen Wagen, den sie dann auch wirklich selbst steuern dürfen. Bei Homer ist das zum Beispiel die „Familienkutsche“, beei Lisa das Malibu Stacy Auto und bei Bart natürlich ein schneller Sportwagen.
Die Stadt ist übrigens nicht mit jedem Charakter an allen Orten begehbar, Nein, für jeden Charakter wurde ein eigener Stadtteil aus Springfield erstellt. In der Missionen erledigt werden müssen , welche sich meistens auf das zerstören von anderen Autos, einsammeln von Goodies unter einem bestimmen Zeitlimit, oder den abholen von Dingen bevor die Zeit abläuft beschränken.
Eigentlich schade, denn so geht die Spielatmosphäre schnell den Bach hinunter.
Was die Grafik betrifft so ist The Simpsons: Hit –icherlich schön anzusehen. Das Spiel ist komplett im Cell –Shading -Look gehalten. Dadurch wird die Comic-Atmosphäre schön auf den Bildschirm gebannt. Bloß die Charaktere treten ein wenig eckig auf, was den Gesamteindruck der Grafik jedoch nur bedingt trübt.
Der Sound ist, wie schon erwähnt recht unterhaltsam, es erklingen die bekannten Melodien aus der Serie, zusätzlich hat jeder Charakter noch sein eigenes Thema, welches bei dem Erfolg von Missionen abgespielt wird. Das sind bei Lisa zum Beispiel swingende Saxophonsolos. Ein dickes Plus bei der Soundbewertung beschert dem Spiel allerdings die Sprachausgabe, denn für das Spiel wurden alle Original-Synchronstimmen der Fernsehserie engagiert.
Bei der Steuerung des Spiels setzten die Entwickler auf altbewährtes, wenn schon ein GTA-Klon warum dann nicht auch gleich die Steuerung eines GTA-Klons?. So lassen sich alle Charaktere per W,A,S und D bzw. der Maus über den Bildschirm bewegen.
Beiläufig ist noch zu bemerken dass die USK-Bewertung „Freigegeben ab 6 Jahren“ an manchen Stellen sehr fragwürdig ist, denn es ist genauso wie in GTA möglich Fußgänger über den Haufen zu fahren, sie zu schlagen oder auf sie einzutreten, wenn sie bereits am Boden liegen. Auf Waffen wurde gänzlich verzichtet, mit Schimpfwörtern treten auch vereinzelt auf.. Diese Aspekte wurden zwar eher spaßig dargestellt, trotzdem hätte man zumindest eine „Freigegeben ab 12 Jahren“ -Wertung geben müssen.