Es ist mehr als ungewöhnlich, dass ein Lizenzspiel zu einem Videospiel positiv auffällt. Noch ungewöhnlicher wird es, wenn sogar ein zweiter Teil in den Handel kommt. Mit Cars: Hook International startet in diesen Tagen die erste Meisterschaft im Cars-Universum, aber kann der Racer erneut glänzen?
Längst ist es zum Standard geworden, dass Videospiele zu Kinofilmen nicht mehr nur für ein System erscheinen, sondern gleich für sämtliche Plattformen, die sich auch nur irgendwie mit einer Version füttern lassen. Bei Cars war das im vergangenen Jahr nicht anders, wenn auch ungewöhnlich, dass das Rennspiel spielerisch einiges zu bieten hatte. Vor allem auf der
Playstation Portable haben die Entwickler ein ausgefeiltes Rennspiel präsentiert, das zudem mit den Originalstimmen auch noch richtig gut vertont wurde. Pünktlich zu Weihnachten bringt THQ das neueste Rennspektakel und will mit Cars: Hook International den Erfolg wiederholen. Will man dabei ein Rennspiel mit neuem Flair auf den Markt bringen oder nur einer alten Karosse einen neuen Anstrich verpassen? Hook Internationel musste sich ausgiebig auf der Hebebühne prüfen lassen und auf dem Testparcours beweisen. Was zählt, ist nicht das Outfit, sondern was drinsteckt. Also die Motorhaube auf und nachgeschaut, was sich unter dem polierten Lack befindet.
Längst hat es sich Lightning McQueen, der rote Supersportwagen, der die Hauptfigur im Kinofilm darstellt, in der idyllischen Kleinstadt Radiator Springs gemütlich gemacht. Sein neues Heim steht kurz vor der Eröffnung und der immer freundliche alte Abschleppwagen Hook, der gerne mal Traktoren ärgert, veranstaltet zur Feier für seinen Freund

einen internationalen Rennwettbewerb. Ihr seid mittendrin und könnt die unterschiedlichsten Rennen austragen. Dabei trefft ihr auf allerhand Neuigkeiten. Bevor es aber daran geht, das Gaspedal durchzudrücken und die Gegner Staub schlucken zu lassen, legt ihr euer Profil an. Habt ihr euch für einen Namen entschieden, steht ihr schon vor der Qual der Wahl: In welchem Schwierigkeitsgrad macht das Spiel denn nun Sinn? Für ältere Spieler, die schon viel Erfahrung haben, ist es auf jeden Fall die höchste der drei Stufen, doch auch diese kann nur wenig Begeisterung hervorrufen. Viel zu einfach fährt man den Kontrahenten davon und sichert sich einen breiten Vorsprung. Selbst für Spieler jüngeren Semesters, die in Videospielen geübt sind, fallen die Schwierigkeitsstufen viel zu leicht aus. Schade, dass THQ die Kritik am Vorgänger nicht aufgegriffen hat und weiterhin auf dem Highway der Leichtigkeit bleibt.

Auf dem Highway ist die Hölle los: Die bekannten Charaktere aus Cars sind zurück und haben sogar neue Freunde mitgebracht!
Kindlich gerecht erlebt ihr eine schön animierte Geschichte. Kleine Sequenzen, die erneut mit den bekannten Stimmen der Fahrzeuge vertont wurden, erzählen die Geschichte. Bevor man im internationalen Wettkampf herausfinden kann, wer der große Sieger ist, muss sich Lightning McQueen erst mal wieder in Topform fahren. Euch wird dabei nicht nur die Kleinstadt Radiator Springs präsentiert, die man schon aus dem Vorgänger gut kennt. Auch die Nachbargemeinden Ornament Valley und Tailfin Pass warten darauf, entdeckt und befahren zu werden. Nach der Introsequenz startet ihr zu einer Erkundungsfahrt durch die Stadt, könnt euch zunächst frei bewegen und die Steuerung kennen lernen. Wenn ihr euch eingefahren habt und mit Gas, Bremse und dem Sliden umgehen könnt, ist es an der Zeit, das erste Rennen zu fahren. Unterschieden wird zwischen Storyrennen, die erforderlich sind, um die Handlung voranzutreiben und freien Missionen. Letztere unterscheiden sich vor allem im Spielmodus. Hier fahrt ihr nicht die üblichen drei Runden und müsst als Sieger durch die Ziellinie fahren, sondern stoßt auf ganz andere Aufgaben. Hier beweisen die Entwickler Abwechslung und gute Ideen. Beim Verfolgungsrennen muss der Gegner angestoßen werden, damit man selbst als Gejagter versucht, ein Ziel auf der Karte zu erreichen. Wer von beiden Spielern als erstes das Ziel erreicht, streicht die Siegerkrone ein. Im Staffelmodus funktioniert es ähnlich: Durch das Anstoßen von anderen Fahrzeugen übergibt man nicht nur das Rennen, sondern übernimmt auch gleich noch das Fahrzeug und hat die Geschicke dadurch selbst in der Hand. So wechselt man häufig das Gefährt und ist nicht nur mit dem roten Blitz on Tour. Schade nur, dass sich die Fahrzeuge nur unwesentlich im Handling unterscheiden.