Marco "Gnoos" Neubert Auf der E3 hatte mich Burnout Paradise nicht in seinen Bann ziehen können. Ja, ich hatte meine Zweifel daran, ob Criterion den anvisierten Sprung in die nächste Generation schaffen kann. Doch dank der tollen Online-Features und der grandiosen Stadt mit all ihren kleinen versteckten Extras kann ich als Burnout-Fan ungebremst in den Spielspaß rasen.
Burnout will mit der zweiten Auskopplung auf der Xbox360 und dem Playstation3-Debüt so richtig Gas geben. Ob die Jungs von Criterion wieder mal ganze Arbeit geleistet haben, erfahrt ihr im Test.
Trotz langer Ladezeiten und einem knackigen Schwierigkeitsgrad raste Burnout Revenge als Umsetzung für die Xbox360 in hohe Wertungsregionen. Nun schickt Criterion den ersten richtigen Next-Gen-Ableger auf die Teststrecke. Um die Serie auf die nächste Entwicklungsstufe zu hieven, fiel nicht nur der Crash-Modus dem Rotstift zum Opfer. Erstmals in der Geschichte von Burnout flitzt ihr durch eine vollkommen offene Stadt, in der ihr euch auch abseits von zahlreichen Events so richtig austoben könnt. Zu verdanken habt ihr den wahnsinnigen Trieb nach Entdeckung den tollen Gimmicks, die quer über die Stadt verteilt sind. Egal ob ihr wagemutig vom Dach eines Parkhauses springt, im landschaftlichen Teil der Stadt durch einen Bauzaun prescht und auf einmal mitten auf einer Rennstrecke steht oder dem prächtigen Stadion einen Besuch abstattet - es gibt einfach überall etwas zu erkunden.
Bevor ihr das Gaspedal allerdings bis zum Anschlag durchdrücken
könnt, führt euch DJ Atomica ins Spiel. Eigentlich macht die Gute ihre Sache ziemlich souverän und euch schnell mit allen notwendigen Neuheiten vertraut. Doch spätestens nachdem alle Kniffe bekannt sind und sie euch mit ihren ständigen Hinweisen atommäßig auf den Senkel geht, sucht auch ihr die Optionen auf, in denen ihr die junge Dame in den Feierabend schickt und abschaltet.
Die Ampel schaltet auf grün, das Rennen beginnt.
Erblickt ihr nach der ausführlichen Einleitung das Licht von Paradise City, müsst ihr euch mit einem zerbeulten Boliden zufrieden geben, der ausrangiert auf einem Schrottplatz steht. Doch keine Angst: Sobald ihr über die Straßen rollt, ist auch schon die nächste Werkstatt in Sicht, die eure Maschine on the fly wieder auf Vordermann bringt. Um Ladezeiten zu entgehen, düst ihr auch durch Tankstellen, die euren Boost auffüllen, und Lackierereien - schon könnt ihr weiterheizen. An der ersten Ampel solltet ihr nicht nur wegen einer möglichen Rot-Phase kurz anhalten. Hier werden alle Events gestartet - so ziemlich jede Kreuzung in Paradise City ist mit einem Event bestückt. Drückt ihr Bremse und Gaspedal gleichzeitig, drehen die Reifen durch und das Event wird gestartet. Um möglichst wenige Ladezeiten, bei Burnout Revenge noch stark kritisiert, ins Spiel zu packen, musste leider der Crash-Modus weichen. Neu im Sortiment sind dafür der Marked Man, Stunt-Rennen und die Burning Routes. Als Marked Man müsst ihr euch meist ans andere Ende der Stadt schlagen, ohne dabei durch einen der beiden Widersacher zur Strecke gebracht zu werden. Die Wegfindung zum Ziel ist dabei wie auch bei allen anderen Events vollkommen egal. Ein kleiner Kompass im oberen Bildschirmrand verrät euch zwar die Himmelsrichtung des Ziels, doch sobald ihr euch ein bisschen in der Stadt auskennt, macht es mehr Sinn, die eigenen Routen und Abkürzungen abseits der Kompassvorgabe aufzusuchen. Stunt-Rennen meistert ihr dagegen nur, wenn ihr eine gute Show abliefert. Waghalsige Fahrmanöver, lange Drifts und weite Sprünge sind nur wenige von vielen Mitteln, um in diesem Modus die geforderte Punktzahl zu erreichen. Durch Supersprünge oder Crashs mit Werbetafeln könnt ihr außerdem den Multiplikator auf Touren bringen und eure Punktzahl vervielfachen.