Alexander Glup Unglaublich, wie intensiv die Massenschlachten in Supreme Commaner in Szene gesetzt werden. Gleichzeitig stehen Bedienbarkeit und Übersicht in Einklang zueinander. Diese Beziehung rundet das gelungene Add-on ab.
Noch nicht einmal ein Jahr ist seit dem Release von Supreme Commander vergangen und schon steht das erste Add-on bereit, euren PC heimzusuchen - kaum verwunderlich angesichts der Tatsache, dass das Echtzeitstrategiespiel aus dem Hause Gas Powered Games die Charts des 1. Quartals 2007 bestimmte. Wir haben das Add-on unter die Lupe genommen!
Es waren einmal drei Fraktionen, die sich nicht gerade freundlich gesonnen waren. Da alle Teile der Erde mit ausreichend Rohstoffen gesegnet waren und der Mensch sein eigener größter Feind ist, gab es einen unerbittlichen Krieg ums Überleben. Als sich auch nach quälend langen Kämpfen kein Sieger herauskristallisierte, tauchten plötzlich die unerbittlichen Seraphim auf. Schnell wurde klar, dass man es mit einem übermächtigen Feind zu tun hatte. Wie aus dem Nichts taten sich die ehemaligen Feinde zusammen, um der perfiden Brut und ihren irdischen Verbündeten die Ohren lang zu ziehen. Aber es war bereits zu spät: Die Erde wurde vernichtet. Die Allianz konnte sich auf einen anderen Planeten retten, auf dem ein Leben in Frieden und Wohlstand nicht mehr möglich war. Den Seraphim konnte niemand entkommen, der Krieg entbrannte von Neuem.
Gigantische Massenschlachten lassen den Bildschirm erbeben.
Forged Alliance folgt dem Ruf der Zeit und ist auch ohne die Supreme Commander voll einsatzfähig. Anhand eines Introvideos erhaltet ihr aber Einblicke in die vergangene Geschichte, leider ist dieser Rückblick ausschließlich in englischem Text ohne Sprachausgabe gehalten. Wer bereits das Hauptspiel durchgespielt und die Story noch im Hinterkopf gespeichert hat, kann diesen Videoschnipsel getrost überspringen.
Insgesamt gibt es eine Kampagne mit sechs Missionen zu bestehen. Zunächst klingt die Anzahl weder sonderlich berauschend noch duften sie nach besonders langem Spielspaß. Aber ihr solltet euch durch die bloßen Zahlen nicht täuschen lassen. Jede einzelne Mission verspricht anderthalb bis drei Stunden Unterhaltung. Selbst geübte Spieler sollten nicht unter 12 - 15 Stunden benötigen, um das
Endsequenz genießen zu dürfen.
Vor Beginn der ersten Mission erhaltet ihr eine ausführliche Missionsbeschreibung. Kleine Filmchen mit sehr guten Sprechern stimmen euch auf die Aufgabe ein. Die Briefings sind äußerst ausführlich gehalten und verraten viel von der Story des Spiels. Auch wenn nur eine einzige Kampagne auf euch wartet, müsst ihr nicht auf die Wahl der Seite verzichten. UEF, Cybran und Aeon, die drei bekannten Fraktionen, brennen auf ihren Einsatz. Egal für welche der Parteien ihr euch entscheidet - die Hauptmissionsziele und auch die Story ändern sich hierdurch nicht, nur in den Nebenaufgaben sind einige kleine Unterschiede zu finden.
Der Kampagneneinstieg erweist sich als weniger träge als noch im Hauptspiel. Dies hat zum einen den Vorteil, dass euch gleich zu Beginn alle Baumöglichkeiten zur Verfügung stehen. Daraus resultiert jedoch der Nachteil, dass Einsteigerfreundlichkeit die Kloschüssel hinunter gespült wird. Zwar waren die Entwickler so nett, ein kleines Tutorial einzupflegen. Das bereitet Nichtkenner von Supreme Commander aber nicht auf die gigantischen Massenschlachten vor, sondern erklärt eher die vielen Steuerungsbefehle und das Benutzerinterface. Also ist etwas Geduld und Übung bei Anfängern gefragt, während sich die Profis sofort wie in ihrem natürlichen Element fühlen. So oder so - die sechs Missionen sind unglaublich umfangreich. Nicht selten erwarten euch mehr als zehn Aufgaben, die es nacheinander zu absolvieren gilt. Die Karten reichen von riesig bis gigantisch; während ihr in der Anfangsphase nur einen kleinen Ausschnitt zu sehen bekommt, schaltet sich nach jedem abgeschlossenen Auftrag ein weiterer Teil der Karte frei.
Kluges taktischen Vorgehen ist erforderlich um die Sepharim zu besiegen.
Nicht immer kämpft ihr allein gegen die Seraphim und ihre Verbündeten, oftmals steht euch ein CPU-Mitspieler zur Seite. Die künstliche Intelligenz mag zwar nicht sonderlich viel bewirken, vereitelt aber besonders in der Aufbauphase viele tödliche Angriffe auf eure Basis. Die KI des Gegenspielers ist gut, wenn auch teilweise vorhersehbar. Diesen Umstand merkt man sehr deutlich daran, dass die Entwickler Angriffrouten vorgegeben haben. So mag zwar der Eindruck erweckt werden, der Bösewicht würde von verschiedenen Flügeln angreifen, aber die Illusion zerplatzt sehr schnell, denn früher oder später erkennt ihr das Muster hinter den Attacken. Dafür stellt sich die KI sehr gut in der Defensive an und findet fast immer ein effektives Mittel, selbst die stärksten Attacken zurückzuschlagen.
Zwei kleine Änderungen sollten nicht unerwähnt bleiben, auch wenn sie sich eher weniger auf das Spiel auswirken. Die erste Abwandlung dürfte Supreme Commander-Profis sofort ins Auge fallen. Das Interface wurde einer Runderneuerung unterzogen und besticht nicht nur durch einen ordentlichen Look, sondern ist nun auch frei konfigurierbar, wodurch ihr im Kampf immer die volle Übersicht behaltet. Die zweite Neuerung entdeckt ihr erst bei näherem Hinsehen: Gebäude, Einheiten und Texturen haben deutlich mehr Details spendiert bekommen. Dadurch wirkt die gesamte Grafik noch etwas realistischer, leider geht diese Verschönerung auf Kosten der ohnehin lahmen Performance.
Im beliebten Scharmützelmodus dürft ihr auf alle vorhandenen Parteien zurückgreifen, auch die Seraphim mit ihren abgefahrenen Einheiten und Gebäuden sind dabei. Im Mehrspielermodus stehen eich als spielbare Rasse nur die Seraphim zur Verfügung. Um eine andere Gruppe auszuwählen, benötigt ihr die Vollversion.