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Hype it!
Release: PSP: November 2006
Status: keine Angabe
Plattformen: NDS
Publisher: Midway
Entwickler: Midway
Genre: Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Ein Relikt der Neunziger

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Hype it!
Meine Güte, was waren wir damals begeistert. Es muss so 1993/94 gewesen sein, als PC-Spieler zum ersten Mal das geheimnisvolle Abenteuer Myst zu Gesicht bekamen und wegen der vorgerenderten 3D-Umgebung aus dem Häuschen gerieten. Doch war es nicht nur die Grafikpracht, es war auch die Perspektive, die Myst rein technisch aus der Masse des damals noch beliebten Point and Click-Adventure-Genres herausstechen ließ.Man schlich in der First-Person-Ansicht über eine bizarre Insel einer Parallelwelt, in der geheimnisvolle magische Bücher als Portale zwischen Raum und Zeit dienen. Allerdings nur bildweise und nicht in flüssiger Echtzeitgrafik, was die Bewegungsfreiheit stark eingrenzte. Mehr war damals halt nicht möglich. Noch dazu waren alle Schauplätze trotz surrealer Gestaltung absolut trist und verlassen, denn nur die zahlreichen Soundeffekte und ein paar eingestreute Video-Animationen im Briefmarken-Format vermochten es, der Umwelt etwas Leben einzuhauchen. Zu dieser Zeit empfanden viele Spieler Myst aber als phänomenal, da gerade das seltsam einsame Ambiente der verlassenen Parallelwelt eine besonders mystische Stimmung hervorbrachte. Tja, damals konnten uns nicht einmal die nervtötenden
Ladezeiten zwischen den einzelnen Bildern davon abhalten, dem Familiendrama um die Brüder Sirrus und Achenar sowie ihren Vater Atrus auf den Grund zu gehen.

Alleine auf der Diashow-Insel

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Myst war zu seiner Zeit ein Renner und obendrein einer der ersten Blockbuster-Games, die auf PC-CD-Rom erschienen. Die Story wurde dank des Erfolgs sogar in einem Buch festgehalten (von dem ich aber nur abraten kann). Ich für meinen Teil hatte das Spiel zwar mal bei einem Kumpel auf dem PC anspielen dürfen, kam aber erst Ende 1995 in den Genuss, es komplett durchspielen zu können - in einer Umsetzung für den Sega Saturn. Doch hatte Myst schon zu dieser Zeit eine Menge seiner Faszination eingebüßt, denn Echtzeit-3D-Grafik war angesagt, und die vorgerenderten, starren 3D Grafiken wirkten bereits nach 2 Jahren relativ grob.

Déjà-vu

Nun, da ich viele Jahre später die Nintendo DS-Fassung des stark angestaubten Abenteuers in den Händen halte, erlebe ich fast schon ein Déjà-vu. Erneut lege ich den Datenträger in ein Spielsystem ein, das mit Echtzeit-3D-Grafik begeistern kann und in einigen Spielen eine frei begehbare, komplexe Umwelt darzustellen vermag. Nur ist der Effekt diesmal noch negativer. Die Welt von Myst ist einfach nicht mehr mystisch. Auch wenn es auf dem NDS keine Ladezeiten zwischen den Einzelbildern gibt, und man regelrecht durch das Spiel spurten kann, vermag das Spielprinzip einfach niemanden mehr hinter dem Ofen hervorzulocken.

Das liegt keineswegs an der verworrenen Story, die für ein Videospiel durchaus genug Spannung und Mystik abwirft. Auch sind es nicht die zahlreichen z.T. wirklich knackigen Rätsel, denn diese wissen auch heute noch zu fordern, da sie Auge und Ohr gleichermaßen ansprechen. Es liegt vielmehr daran, dass man für Myst deutlich mehr Orientierungssinn aufbringen muss, als für jedes andere Spiel mit 3D-Umgebung, weil das Switchen zwischen den Standaufnahmen die Übersicht erschwert und man sich nicht wie bei Myst 3 frei umsehen kann.
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