Vor etwas mehr als einem halben Jahr steckte das Team von den Triumph Studios die Spieler in die Rolle eines finsteren Bösewichts, der mithilfe seiner Schergen für Chaos und Verderben im Fantasy-Reich sorgte. Mit Overlord: Raising Hell steht ab sofort ein Addon bereit, das jeden Hobbypeiniger zurück an den Monitor holen soll- mit Erfolg?
Eines gleich vorweg: Overlord: Raising Hell ist zwar ein
Addon im klassischen Sinn, hat jedoch einige Eigenarten. So soll das Erweiterungs-Pack auch als Download für die vor einem halben Jahr veröffentlichte Vollversion erscheinen. Gleichzeitig fand bereits jetzt ein so genanntes Bundle den Weg in die Regale der hiesigen Händler - bestehend aus Hauptspiel samt
Addon. Somit ist klar, dass nur diejenigen zuschlagen sollten, die ersteres bisher noch nicht in den Händen hielten oder bisher vor dem Kauf zurückgeschreckt sind - aus welchem Grund auch immer. Für ein nicht sonderlich umfangreiches
Addon aber nochmals den Vollpreis auf die Ladentheke zu legen, lohnt sich definitiv nicht. Dazu aber gleich mehr.

Der Overlord muss sich diesmal im Vorhof der Hölle gegen zahlreiche Gegner behaupten.

Wer bisher noch nie mit Overlord in Berührung gekommen ist - und das dürfte der Großteil der Käuferschaft von Raising Hell sein -, erhält an dieser Stelle nochmals einen mehr oder weniger kurzen Einblick in

das Spielgeschehen. Man schlüpft in die Rolle eines so genannten Overlords, der als das personifizierte Böse angesehen werden kann. Einem solchen Unhold steht man in Rollenspielen eigentlich als strahlender Held gegenüber, doch jetzt wendet sich das Blatt. Empfangen vom nicht minder finsteren Schergenmeister namens Gnarl, erwacht der neue Overlord in den Ruinen eines ehemals mächtigen Bollwerks des Bösen. Das Ziel: Der Overlord muss in das Fantasyreich ziehen und alle Teile der Festung finden, um diese wieder aufzubauen - und nebenbei für Chaos und Zerstörung sorgen. Ok, das machen eigentlich seine Schergen. Goblinartige Wesen, die auf das Kommando des Overlords hören und Hindernisse zur Seite räumen, Schalter umlegen und sich auf zuvor anvisierte Gegner stürzen.
Diese indirekte Art der Steuerung hat ihren Reiz: Zwar bewegt man sich stets auf fest vorgegebenen Pfaden, doch die Mischung aus Kampf und Rätseln sorgt dennoch für Spaß am Experimentieren. Taktische Tiefe erhält die Spielmechanik unter anderem durch die Auswahl verschiedener Schergentypen: Eine Unterrasse bildet beispielsweise Nahkampfexperten aus, während eine andere giftresistente Exemplare hervorbringen. Hinzu kommt der schwarze Humor, der sich kombiniert mit Parodien auf nahezu jedes Fanatsy-Klischee durch das gesamte Spiel zieht. Wermutstropfen gibt es dennoch: Auf Dauer bietet Overlord etwas zu wenig Abwechslung, man vermisst schmerzlich eine Art Übersichtskarte und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit hinterlässt ebenfalls einen leicht faden Beigeschmack. Wer jedoch schon immer mal das Böse in den Kampf schicken wollte, kommt voll auf seine Kosten.

Action mit Köpfchen: Nur wer seine Kräfte geschickt einsetzt, trägt am Ende den Sieg davon.

Ok, so viel zum eigentlichen Spiel. Doch was genau bringt das
Addon Raising Hell mit sich? Eigentlich nicht sonderlich viel. Den Kern bilden fünf neue Levels für den Einzelspieler-Modus, die den Overlord in Parallelwelten der bereits aus dem Hauptspiel bekannten Schauplätze führt. Alles ist jetzt ein wenig düsterer, denn immerhin erhebt sich - der Name des Addons verrät es bereits - die Hölle. Der Besuch in der Unterwelt bringt einige neue Rätsel und Kämpfe mit sich, doch die bekannte Spielmechanik bleibt unverändert - mit all ihren Vor- und Nachteilen. Sammelfieber wecken die zusätzlichen Schmiederezepte (u.a. für neue Waffen), die man in der Unterwelt finden kann.
Bevor man letztere jedoch betreten darf, muss man das Hauptspiel erfolgreich beendet haben. Wer übrigens davon überzeugt ist, dass er ein besonders zäher Hund ist, darf sich an einem neuen Schwierigkeitsgrad probieren. Doch Vorsicht: der hat es wirklich in sich. Damit auch Fans des Mehrspieler-Modus nicht leer ausgehen, spendieren die Entwickler diesem sieben neue Karten sowie endlich den lange angekündigten
Splitscreen-Modus. Letzterer ist stellenweise zwar etwas unübersichtlich, lässt jedoch einen Tick mehr Spielspaß aufkommen.
11.02.2008 - 12:13 Uhr Schmidi90
auf jeden Fall so auf der Verpackung ;)) und soo böse
ist es nun doch wieder nicht.
Die Steuerung ist relativ mühsam, da gibt es ein paar
Stellen mit Zeitlimit und diese können ziemliche
Probleme bereiten.
Ansonsten sind die Animationen nicht brutal genug um
das Spiel als böse durchegehen zu lassen. Man sieht
nicht das kleinste Bisschen Blut was das Spiel an sich
irgendwie unglaubwürdig erscheinen lässt.
30.01.2008 - 12:09 Uhr RoboCat
Dungeon Keeper 2.Das spiel ist immer noch bösestes
spiel auf m markt...
Aber Overlord -Könnte_ besser werden...Aber...Leider
nicht !