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Hype it!
Release: PSP: 15.11.2007
Status: Released
Plattformen: PSP
Publisher: Konami
Entwickler: Konami
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: konami-silenthillorigins.com
Fansite: keine Angabe

Das Schweigen im Walde

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Hype it!
Herzlich Willkommen zur Kulturstunde von OnlineWelten. Schon Goethe begann sein "Wanderers Nachtlied" mit den Versen: "Über allen Gipfeln ist Ruh'" und beendete selbiges Gedicht mit den Zeilen: "Warte nur! Balde ruhest Du auch!" In längst vergangenen Tagen lösten derartige Lyrikhäppchen melancholisch gruselndes Schauern bei den Lesern aus, heutzutage könnte man dem Geheimrat prophetische Fähigkeiten unterstellen. Schließlich sind sich Wanderer und Truckfahrer recht ähnlich, und genau so einen dürft ihr in Silent Hill: Origins steuern.

Willkommen in der verschlafenen Kleinstadt Silent Hill. Hier beginnt unsere Odyssee in die Abgründe der menschlichen Psyche und die Mechanismen des Grauens.

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Travis Grady heißt der Gute und er beweist schon im Intro, dass er nicht nur Bleifuß fahren kann, sondern auch Druck auf die Bremse bringt. Getreu dem Motto "Ich bremse auch für Gören" steigt er in die Eisen, als im plötzlich aufgezogenen Nebel ein kleines Mädchen auf der Straße steht. Wer sich in der Geschichte der dunstverhüllten Stadt auskennt, wird die junge Dame wahrscheinlich erkennen. Natürlich ist es Ehrensache, dass schon bekannte Charaktere wieder auftauchen.

Dabei ist Silent Hill: Origins keine Fortsetzung, sondern, wie der Name schon vermuten lässt, die Wurzel allen Übels. Die Geschichte spielt noch vor den bisher verfügbaren Teilen und wir lernen die Ursprünge der Charaktere kennen. Schon auf den ersten Blick kommt typisches Gruselflair auf. Natürlich setzt der Brummifahrer seine geplante Route nicht fort, sondern verfolgt das kleine Verkehrshindernis. Der dichte Nebel entpuppt sich als Rauch und der eng begrenzte Kegel der Taschenlampe bietet einen Vorgeschmack der Atmosphäre, die uns erwartet. Die nebelverhangenen Gassen von Silent Hill und die einsamen Korridore in Gebäuden wie der Klinik sind an sich schon gruselig, doch schnell wird das Gefühl der Angst noch durch die ersten Gegner verstärkt. Die Feinde haben absolut kein Mitleid verdient. Die widerlich mutierten Humanoiden springen uns direkt an die Gurgel und wir verteidigen uns mit den bloßen Fäusten oder auch einem Hammer, Infusionsständer oder Skalpell.

Diese Krankenschwester will uns mit Sicherheit nichts Gutes. Dafür verabreichen wir ihr mit dem Infusionsständer eine anständige Tracht Prügel.

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Im weiteren Spielverlauf bekommen wir auch Schusswaffen in die Hand, doch eins haben alle Mordwerkzeuge gemeinsam: sie gehen früher oder später kaputt oder haben keine Munition mehr. Umso sparsamer sollte man mit dem Gewalteinsatz umgehen. Einen Mangel an Blut wird es trotzdem nicht geben. Wir geraten von einem morbiden Szenario ins nächste, es gibt brutale Sterbeszenarien en masse und unweigerlich geraten wir in Selbstzweifel. Keine Sorge, wir schwingen jetzt nicht die Moralkeule, denn Silent Hill: Origins ist sowieso erst ab 18 Jahren freigegeben - und das nicht ohne Grund. Stattdessen müssen wir unsere Taten in Zweifel ziehen, weil wir Realität und Fiktion im Spiel nicht unterscheiden können. Wo wir gerade ein blutrünstiges Monster in einem verwüsteten Krankenhausflur erschlagen haben, liegt später im aufgeräumten Gang eine erschlagene Frau in Schwesterntracht. Waren wir das etwa? Das ist nicht das einzige Rätsel, mit dem wir uns herumschlagen dürfen. Schleichen wir uns nicht gerade ängstlich um Ecken herum oder verprügeln irgendwelche Freaks, bringen wir die grauen Zellen zum Rauchen.
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