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Hype it!
Release: XBox 360: 17.10.2007
Status: Released
Plattformen: XBox 360
Publisher: Microsoft
Entwickler: Q Entertainment
Genre: Anderes
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Rhythmische Farbrausch-Ballerei

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Hype it!
Der Name Tetsuya Mitsuguchi ist eine feste Größe im Konsolenbusiness. Ihm haben wir Spiele wie den Arcade-Rennknüller "Sega Rally" (das Original), das kultgeladene "Space Channel Five" oder den stilistisch hervorragenden Puzzlespaß "Lumines" zu verdanken. Wer sich diese Games ganz genau anschaut, wird eine nicht zu leugnende Gemeinsamkeit finden, die alle seine Werke auszeichnen: Sie sind extrem gut spielbar und bestechen durch einen unverwechselbaren Stil. Sie mögen nicht alle besonders tiefgängig sein, doch merkt man ihnen deutlich an, dass an ihnen so lange gefeilt wurde, bis das Gameplay wirklich rund war. Um so gespannter war seine Fangemeinde auf sein jüngstes Werk "Every Extend Extra", welches vor einiger Zeit für Sonys PlayStation Portable erschienen ist, und nun leicht aufgebohrt mit dem Anhängsel "Extreme" auch das Xbox Live Arcade-Angebot bereichert. Doch staunten die kaufwilligen Zocker nicht schlecht, als sie den mehr als ungewöhnlichen Spielablauf begutachteten, dessen Reiz im Auge des Betrachters liegt. Oder vielleicht eher in den Ohren.

Every Extended Extra Extreme mit den Maßstäben gewöhnlicher Spiele zu bewerten, wäre ziemlich ungerecht, denn dieser ungewöhnliche Titel ist an sich kein echtes Spiel. Er ist vielmehr ein audiovisuelles Erlebnis. Den Sound abzudrehen wäre bei diesem Game genauso sinnlos, wie Crysis bei ausgeschaltetem Monitor zu zocken. Bei E4
verschmelzen Sound, Grafik und Gameplay zu einem ungewöhnlichen Mix, den man getrost als Kunstwerk bezeichnen kann. Allerdings ist Kunst nie eindeutig zu interpretieren und so werden manche Gamer beim Anblick von E4 entzückt zum Joypad greifen, während sich andere fragen, wo eigentlich der Spielsinn liegt. Nüchtern betrachtet ist das Gameplay nämlich so dünn wie Zeitungspapier, da es im primären Spielmodus lediglich darum geht, auf einem begrenzten Spielfeld Kettenreaktionen zum Takt der technotischen Musik auszulösen.

Farben über Farben, da brennt einem glatt die Netzhaut weg...

Als Spielfigur dient ein einfaches gelbes Kreuz, welches - wie der Rest der Grafik - in simpler, aber leuchtstarker Vektorgrafik dargestellt wird. Dieses bewegt ihr auf der schwarz gehaltenen Spielfläche, welche die Größe eures Bildschirms einnimmt, während vom Bildschirmrand diverse Feindformationen angeflogen kommen. Eure Gegenspieler haben allerdings ebenfalls nur einfache geometrische Formen und sind nicht wirklich als Raumschiffe zu identifizieren, auch wenn sie laut Spielanleitung welche darstellen sollen. Ziel des Spiels ist es nun, abzuwarten bis so viele Feinde wie möglich nah beisammen sind, um diese Formation auf Knopfdruck zu sprengen. Genau genommen sprengt man per Druck auf den A-Button das eigene Avatar. Je nach dem, wie passend die Sprengung zum Takt der Musikausgelöst wurde, ergibt sich ein bestimmter Sprengradius, dessen Detonationswelle sämtliche Objekte im näheren Umkreis zur Explosion bringt. Da deren Detonation allerdings ebenfalls eine Druckwelle auslöst, entsteht auf diese Weise eine Kettenreaktion, die so lange fortgeführt wird, bis sich nichts Sprengbares mehr in der Nähe befindet. Dann erscheint euer Kreuz-Avatar wieder und der Zyklus beginnt von vorne.

Der grundlegende Spielablauf ist also sehr einfach, denn abgesehen davon, dass Feindkollisionen zu vermeiden sind, gilt es lediglich, auf die verbliebene Zeit zu achten, um dem Game Over-Screen nicht frühzeitig zu begegnen. Bei Spielstart wird nämlich ein Countdown von zweieinhalb Minuten gestartet, der durch das Auflesen von Bonusitems davon abgehalten kann, auf Null zu sinken. Eine Zeitverlängerung und andere Items wie die Erhöhung der Spielgeschwindigkeit und der verlängerte Einsatz eures Schutzschildes werden euch hingegen nur durch erfolgreiche Combos spendiert. Das knifflige dabei ist natürlich, dass man die Power-Ups während einer Detonationskombo nicht auflesen kann, das Spiel aber für eine echte Highscore ewig lange Explosionsketten verlangt. Somit gilt es auch ein wenig strategisch vorauszudenken, wobei jedoch klar zu erwähnen ist, dass E4 stark auf die Intuition des Spielers setzt. Das grundsätzliche Spielvergnügen besteht darin, sich an den herrlich bunten Effekten zu ergötzen, die sich zum Takt der Musik entfalten und beinahe hypnotisch wirken.
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