Marco Neubert & Sebastian Thor Eine packende Story, wunderschöne Städte und ein akustisches Feuerwerk, das die ohnehin schon tolle Atmosphäre ins Unermessliche steigert. Wer subtile Action mag und sich die wohl schönste Weitsicht der Spielegeschichte nicht entgehen lassen will, sollte sich schleunigst die Robe von Altair überziehen und die Klingen wetzen.
UbiSoft lässt den wohl stärksten Titel aus den Entwickler-Studios Montreal auf die Spieler los. Wir verraten, warum das Leben als Meuchelmörder so verdammt schön sein kann.
Da steht er nun. Altair, der wahrscheinlich coolste Assassine der Videospiel-Geschichte. In seinem weißen Gewand erhellt er den dunklen Schacht, in dem ihr erwacht. Einem hilfslosen alten Mann durchtrennt ihr kurzerhand die runzelige Kehle. Eure beiden Assassinen-Begleiter rüffeln euch für den kaltblütigen Mord, der gegen das Credo ihres Ordens verstößt. Kaum habt ihr die schreckliche Tat realisiert, setzt ihr euren Weg fort. Eure Aufgabe ist die Suche nach einem Schatz, der schon nach wenigen Metern in eurem Blickfeld erstrahlt. Doch plötzlich schallen Schritte und Stimmen durch den kahlen Raum. Es ist Robert de Sable, Anführer der Templer. Entgegen der Anordnung, nur den Schatz zu bergen, zieht Altair los, um mit gezückter Assassinen-Klinge den Tod zu überliefern. Nachdem Robert den Angriff gekonnt abwehrt, Altair mit einem wuchtigen Tritt in den nächsten Raum befördert und zusammengebrochenes Gebälk eine Rückkehr unmöglich macht, bleibt euch nichts anderes übrig, als den Gang nach Masyaf, der Heimat der Assassinen, anzutreten.
Hier erblickt ihr erstmals die prächtige Außenwelt von Assassin's Creed. Das Dorfleben pulsiert und ihr seid nur ein klitzekleiner Teil dessen, was sich vor euren Augen abspielt. Vermummte Frauen tragen Krüge auf ihren Köpfen, gepanzerte Soldaten stehen an vielen Ecken, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Häuser sind einfach gehalten, beeindrucken aber mit viel Liebe zum Detail. Modrige und brüchige Holzrahmen zieren die verfallenen Bauten des Vororts. Im Hintergrund ragt eine monumentale Burg in den sanft blauen Himmel und bricht das grelle Sonnenlicht. Hier und da zeugen Baumkronen und Sträucher von einer gut bewässerten Flora, feine Rauchschwaden schmiegen sich an den trockenen Boden, partikelfrohe Pollen schwirren durch die Luft und Vögel stimmen einen herrlichen Gesang an.
Flink wie eine Katze tritt Altair eine spektakuläre Flucht über die Dächer der Stadt an.
Habt ihr die engen, steinigen Passagen hinauf zur Burg gemeistert, erteilt euch der Anführer der Assassinen eine Lektion. Seine Enttäuschung über das Verhalten Altairs noch nicht ganz in Worte gefasst, wird er von einem blutüberströmten Assassinen unterbrochen. Es ist einer der tot geglaubten Untergebenen, der sich aus den Klauen von Robert de Sable befreien und den Schatz einsacken konnte. Schon kurze Zeit später durchdringt dessen Heer die Tore von Masyaf, die erste große Schlacht beginnt. Mit Wurfmessern, Schwert und Assassinen-Klinge stellt man sich den Widersachern und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Kurz nachdem die Schlacht zu enden scheint, steht Anführer Robert vor den Toren der Burg.
Mit einem halsbrecherischen Manöver erklimmt ihr im Rücken der Truppen einen Turm und löst eine Falle aus. Viele der Feinde werden unter den herunter purzelnden Baumstämmen erschlagen. Um die Schande, die euch ob der fehlerhaften Suche nach dem Schatz und den unzähligen Opfern anhaftet, wett zu machen, schickt euch der Assassinen-Anführer in den Kampf gegen neun Kriegstreiber. Zunächst macht ihr euch mit dem Pferd auf nach Damaskus.