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8
Hype it!
Release: keine Angabe
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Take 2
Entwickler: Fire Fly
Genre: Strategie
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Von den Burgen aus Stronghold zur Raumfahrt

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Hype it!
Villa Kunterbunt im Weltall
Space Colony setzt auf eine solide 2D Grafik, die sehr bunt und rund wirkt. Zahlreiche kleine Details, wie beispielsweise sich im Wind wiegende Bäume, dampfende Lavafelder oder die Einblendung einzelner Charaktere in einem kleinen Fenster, machen das Spiel lebendig. Die Animationen sind ebenfalls gut gelungen; egal ob tanzende Kolonisten in der Disco oder arbeitende Produktionsanlagen. Es macht richtig Spaß einen fettbäuchigem Fribulaner Alien oder einer schleimigen Venusschnecke beim Kämpfen zu zuschauen.

Süßes kleines Alien
Space Colony bietet insgesamt 50 Missionen und ein nicht sehr ausführliches Tutorial. Die Hälfte der Missionen kann im Sandkasten- oder Galaxiemodus direkt auswählen oder man spielt zwei Kampagnen und erspielt sich somit eine Mission nach der anderen frei. Wer hier aber eine tiefgründige Story erwartet ist fehl am Platz. Nach den ersten, noch mit Storyhäppchen versehenen, Missionen teilt sich die Handlung. Der Spieler kann dann die etwas friedlichere Kampagne auswählen, welche die Heldin Venus beim Aufstieg in dem Konzern ?Blackwater Industries? begleitet. Der andere Part beinhaltet eher kampfgebundene Missionen, in denen man gegen feindliche Konzerne oder Alienrassen antreten muss. Alle Missionen sind unterschiedlich und innovativ gestaltet. Es wird selten langweilig, mal muss der Spieler in direkter Konkurrenz mit einem feindlichen Konzern
eine bestimmte Menge Titan abbauen, mal muss man ?Venus? direkt in ein von alienähnlichen Fliegen verseuchtes Gebiet lenken, um eine Basis zu retten. Jede Mission kann man in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden (leicht, mittel und schwer) spielen, die zu Ende der Kampagne auf ?leicht? immer noch anspruchsvoll sind.
Die Missionen laufen meistens sehr ähnlich ab: Ein Shuttle landet und bringt die Kolonisten, die mehr oder weniger fähig sind, zu eurer Kolonie. Im nächsten Schritt muss man seine Kolonisten erstmal zum Arbeiten bewegen, dazu muss man ihre Bedürfnisse befriedigen die größtenteils auch sehr bescheiden sind. Manche der Kolonisten haben aber auch extravagante Wünsche, wie zum Beispiel einen Whirlpool. Hinzu kommt, dass der Spieler seinen Bewohnern oftmals die Aktionen befehlen muss.

Manchmal könnte man denken dass man ihnen sogar die Flüssignahrung vorkauen muss. Da freut man sich, wenn man wieder einen komplett anspruchslosen Androit erschaffen hat. Wenn die Kolonisten alle versorgt sind muss der Spieler auf sein Missionsziel hin arbeiten. Also Produktionsanlagen bauen oder eine kleine Streitmacht aufbauen.

Um Gebäude zu bauen, braucht man lediglich eine bestimmte Anzahl an Credits. Die Gebäude, Einrichtungen etc. werden dann vom Mutterschiff auf die Kolonie gebeamt und stehen sofort zu Verfügung. Um Militär- oder Industrie-Roboter zu bauen oder Laserwaffen mit Energie zu versorgen benötigt man verschiedene Ressourcen, wie Silizium oder Titan. In den ersten Missionen kann man sich nur mit leichten Kraftfeldern verteidigen, die nur kleinen Aliens schaden. In späteren Missionen steht dann der ?Automatic Laser? zur Verfügung. Wer noch länger spielt darf sich dann mit Cluster Bomben und Raketen Silos verteidigen.

Dort ist das WC
Die Steuerung lässt sich allgemein als etwas fummelig beschreiben. Das Spiel kann schon mal in hektische Klickorgien ausarten, kein Wunder bei der sprichwörtlichen Dummheit der eigenen Kolonisten. Gesteuert werden die Arbeitskräfte, wie schon in Stronghold oder Command&Conquer, mit der linken Maustaste. Obwohl die Leiste rechts unten mit den Gesichtern eurer Kolonisten enorm hilfreich ist; klickt man oft genug daneben. Peinlich ist das, wenn man mit ?Stig? die gut gebaute ?Candy? fragen will, ob man zusammen in den Whirlpool steigen soll dabei aber aus Versehen auf die schon etwas in die Jahre gekommene ?Mrs. Leechworth? anklickt. Ansonsten ist die Menüführung sehr vorbildlich, alle Gebäudearten erreicht man leicht im linken Menü, der Radar ist ,wie für ein Strategiespiel üblich, links unten. Sehr Praktisch ist das so genannte ?Brückenmenü? dort gelangt man in wenigen Klicks zum Handelsmenü oder sieht welcher Kolonist welchen Job übernimmt.

Der Sound zu Space Colony ist richtig stimmig. Während der Ladezeit und im Menü werden die Ohren des Spielers mit groovigen Beats verwöhnt, während des Spielens erwartet euch dezente, sphärische Hintergrundmusik, die weder ablenkt noch stört. Falls man aber lieber seine eigene Musik im Spiel hören will, kann man seine eigenen MP3´s in das Spiel einfügen, die dann während den Missionen zu hören sind. Die Sprachausgabe ist komplett in deutsch, ebenfalls ist das Missionbriefing und das Tutorial in deutsch synchronisiert. Einziger Mangel: der norwegische Kolonist ?Stig? klingt mit seinem Dialekt eher wie ein Schweizer; ansonsten sind die Untertanen jedoch fehlerfrei vertont.
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