In Maxis Add-On zum Aufbauspiel Sim City 4 dreht sich wie der Name manch einem schon verrät alles rund um den Verkehr in der virtuellen Stadt. Außer den Neuerungen die sich lediglich um die Infrastruktur drehen, hat das Add-On auch einige neue, aber vor allem spaßige Features zu bieten.
ZeitreiseAm Prinzip der bekannten Aufbauspiel-Reihe ändert sich nichts. Noch immer ist es Aufgabe des Spielers eine Stadt mit funktionierender Infrastruktur und praller Stadtkasse zu errichten. Lediglich an der Durchführung hat sich einiges geändert. Am Anfang der Bürgermeister Karriere sucht man sich einen schönen Fleck auf der Landkarte aus, auf dem man seine Traumstadt erbauen will. Dazu wählt man neuerdings auch einen von vier vorhandenen Baustilen aus. Zur Auswahl stehen "Chicago 1890", "New York 1940", "Houston 1990" und "Zeitgenössisch-europäisch", was soviel wie "Moderner Baustil" bedeuten soll. Je nach dem für welchen man sich entscheidet, ändert sich später im Spiel das Aussehen der Stadt. Außerdem kann man auch einstellen, dass sich die Baustiele nach einer Auswählbahren Anzahl von Jahren ändert. So kann man seine Stadt in verschiedenen Epochen begutachten.
Besonders gut gelungen sind den Entwicklern die neuen Bauten. Die größten Zuwachs erhält das Verkehrswesen. Neu dazugekommen sind viele Straßentypen, wie Alleen (breitere Straßen) oder Einbahnstraßen. Die Autobahnen können nun auch ebenerdig gebaut werden, ebenso wie die Autobahnkreuze. Um den Verkehr zu entlasten kann man nun auch Monorails und Hochbahnen errichten. Diese sind nicht nur bei überfüllten Straßen sehr wichtig, sie sehen auch sehr gut aus, und machen die Stadt noch einen Funken lebendiger. Auch neu sind die öffentlichen Parkhäuser, in denen die Bewohner einer Stadt ihre Wagen abstellen können, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterzufahren.
Finanzabhilfe 
Das größte Problem angehender Bürgermeister ist das Geld. Immer wieder ist die Stadt knapp bei Kasse oder nahezu pleite. Hier hilft meistens nur neue steuerzahlende Einwohner in die Stadt zu holen oder eine kleine Geldspritze in Form einer Anleihe. Da man so nicht ewig weitermachen kann, haben sich die Entwickler eine sinnvolle Neuerung einfallen lassen. Um Geld zu verdienen braucht man nur vielbefahrene Straßen. Wie das gehen soll? Ganz einfach. Mit Mautstationen. Diese im Gegenteil zur realen Welt voll funktionsfähigen Blechkisten über randvollen Straßen schaffen schnell neues Geld in die Stadtkasse. Denn jedes Auto das unter ihnen durchfährt muss blechen. Bei großen Städten mit überfüllten Straßen also eine ideale Art an Geld zu kommen.
Berufsverkehr
Die spaßigste Neuerung in Rush Hour ist ohne Frage der völlig neue "Du fährst"
Modus. Wer jetzt an wilde Verfolgungsjagden mit einem Polizeiwagen oder an ruhiges rumcruisen in einem Cabrio denkt, liegt nicht ganz falsch. Man kann sich eins von vielen Fahrzeugen (u.a. Polizeiwagen, Panzer, Hubschrauber, Boot, Lokomotive ...) auswählen, um mit ihnen in seiner eigenen Stadt Missionen zu erfüllen. Nachdem man sich z.B. einen Polizeiwagen ausgesucht hat erscheint erst einmal ein Missionsfenster. Hier steht welche Art von Missionen einem angeboten wird (u.a. Verfolgungsjagd) und welche Belohnung nach erfolgreichem erfüllen der Mission auf den Spieler wartet. Meistens wird Geld als Belohnung angeboten. Nachdem man sich entschieden hat die Mission anzunehmen kann man endlich losfahren. Unten in der Mitte des Bildschirms erscheint eine Art Armaturenbrett, auf dem verschiedene Anzeigen zu sehen sind. Unter anderen eine Minikarte, die zeigt wo genau man sich in der Stadt befindet, und die bei der Orientierung helfen soll, und die Geschwindigkeitsanzeige, die zeigt wie schnell man sich fortbewegt. Außerdem kann man während der Fahrt ein Statusfenster einblenden, auf dem die Steuerung erklärt wird und in dem man spezielle Funktionen des jeweiligen Fahrzeuges aktivieren kann, bei dem Polizeiwagen die Sirene oder bei dem Hubschrauber den Suchscheinwerfer. Neben den Missionen gibt es auch einen sogenannten "Freie Fahrt" Modus, in dem man in aller Herrgottsruhe mit einem ausgewählten Vehikel herumfahren kann.
Sims privat...
Im bereits aus dem Hauptprogramm bekannten "Mein-Sim" Modus, kann man nun noch mehr das Leben seines Schützlings beeinflussen. Nach dem man seinen Sim irgendwo hat einziehen lassen, und er sich einen Job gesucht hat der dem Spieler nicht gefällt, kann man nun selbst bestimmen wo der Sim arbeiten soll. Außerdem kann man nun auch das Fahrzeug wählen, mit dem sich der Sim fortbewegt. Mit dem Wagen kann man aber auch selbst im "Freie Fahrt" Modus durch die Stadt brettern. Neben der Auswahl des Fahrzeugs kann man auch die wählen wie sich der Sim fortbewegt, falls er nicht im Auto sitzt. Soll er mit dem Fahrrad fahren, zu Fuß geben oder doch lieber auf Rollschuhen durch die Stadt düsen?
Grafisch hat sich mit dem Add-On am Spiel nichts verändert. Da die Grafik ja schon im Hauptprogramm sehr schön und detailreich war, macht das nicht viel aus. Kleine Randdetails wie die ab und zu passierenden Unfälle in der Stadt sehen besonders spektakulär aus. Wer über das Hauptprogramm und einen 500 MHz Prozessor verfügt, und bei wem mindestens eine GeForce 2 Karte im Computerinneren werkelt, kann Sim City: Rush Hour zwar nicht mit allen Details, aber einigermaßen flüssig spielen.