Nachdem die brennende Legion aufgehalten wurde geht die Schlacht um Azaroth weiter und zwar im neuem Top Expansions Set Warcraft 3: The Frozen Throne. Leider konnte dies nur durch die Befreiung des Bösewichts Illidan Stormrage geschehen. Der kämpfte zwar wie geplant für die Nachtelfen, verwandelt sich aber zum Schluss doch noch in einen Demonen. Schon sind wir mitten in der Geschichte von Warcraft 3: The Frozen Throne. Illidan ist ziemlich sauer, weil er verbannt wurde und beschwört deswegen seine Naga Armee um sich zu rächen. Das wird in einer erstklassigen, Blizzard typischen Render Sequenz gezeigt, die Lust auf mehr macht. Diese Armee verbreitet Schrecken und Angst in die weite Welt. Dies kann natürlich nicht so bleiben. Daher machen sich die Wächterin Maiev Shadowsong auf den Weg, um das Übel aufzuhalten. Dabei gestaltet Blizzard jede Kampagne so, dass die Fähigkeiten jedes Helden möglichst speziell eingesetzt werden. So muss man sich zum Beispiel mit der Fähigkeit Blink von einem Felsen zum anderen beamen, um weiter zu kommen. Manche dieser Fels Enden sind aber versteckt und werden bei Entdeckung mit einem besonderen Item belohnt. So kann man in diesen Verstecken unter anderem ein zehnteiliges Artefakt finden, welches mit jedem Teil die Wächterin der Nachtelfen stärker macht. Natürlich dreht sich nicht nur alles um die Nachtelfen, sondern auch um die altbekannten Menschen und Untoten.
Da die Orcs anscheinend nicht zur Geschichte passten bekamen sie eine gesonderte Kampagne, welche sich mit dem Aufbau einer neuen Nation der Orcs beschäftigt. Dies wurde in einem wunderschönen Minirollenspiel umgesetzt. Der Bestienmeister Rexxar bemerkt während eines Gedankenganges einen Kampf, indem der Orc Morgin stirbt. Morgrin war grade auf dem Weg eine wichtige Nachricht zum altbekannten Häuptling Thrall zu bringen. Sein letzter Wunsch ist es das Rexxar diese Mission zu Ende bringt. Dieser zögert nicht lange und macht sich auf dem Weg in die neue Orcstadt Orgrimmar. Dort trifft er wie erwartet Thrall und übergibt die Nachricht. Thrall ist über diese sehr erfreut und bittet Rexxar doch seine Gastfreundschaft anzunehmen und etwas zu bleiben. Rexxar überlegt ein wenig und kommt zu dem Entschluss sich auf den Weg zu machen, da er schon viel zu lange in der Wildnis war. Dankend nimmt er an und beschlisst den Stadtbewohnern zu helfen. Natürlich hält die Ruhe nicht lange an und man bekommt seinen ersten Auftrag. Die Goblins, die durch lange
Arbeit ein Tunnelsystem gebaut haben, werden von verschiedenen Erdbewohnern geplagt. Diese schlüpfen durch Löcher in den Wänden, welche natürlich beseitigt werden müssen. Allerdings befinden sich die Löcher in der ganzen Mine, weshalb es für die schwächlichen Goblins unmöglich ist sich durch die Monstermassen zu schlagen. Rexxar soll den Weg für die Goblins freiräumen, damit diese die Löcher zusprengen können. Er willigt ein und begibt sich zu der genannten Mine. Dort trifft er auf Goblins die Lagerbericht erstatten und sich über die Hilfe freuen. So betritt man die Mine und sprengt Durchschlupf für Durchschlupf zu. Nachdem die Mine wieder sicher ist macht sich
Held Rexxar zurück in die Stadt wo schon wieder die nächsten Aufgaben warten.
Natürlich gibt es neben Thrall auch noch andere Altbekannte. Auch Prinz Arthas, der nach wie vor Untot durch die Welt von Warcraft 3 wandelt, hat seine Probleme. Er hat beschlossen an die Macht des Licht Königs zu gelangen weshalb er den Frozen Throne finden muss. Natürlich sind auch die Menschen mit von der Partie. Hierbei spielt man den Blutmagier, der ähnlich wie bei den Nachtelfen Aufträge erhält, die auf seine Fähigkeiten gezielt sind. Lobenswert bei allen Kampagnen ist, dass man von dem Langweiligen „Baue eine Basis und besiege deinen Gegner“ größtenteils verschont bleibt.Wie man es von Warcraft 3 gewohnt ist geht auch der Onlinemodus im altbekannten Battle.net weiter. Hierfür wurde stark an der Balance der Rassen gearbeitet. Nebenbei wurden jeder Rasse noch ein Held, sowie mehrere Einheiten gegeben, welche die Stärken der Rassen gezielt ausgleichen sollen. Neben diesen Neurungen gibt es noch eine Menge neuer Maps, neuer Items und zusätzlich fünf neutrale Helden, die man auf den Maps in einem bestimmten Gebäude außerhalb der Basis kaufen kann. Außerdem wurde die Steuerung leicht und auch die Übersicht bei Massenschlachten verbessert. Auch für Leichteres Creepen wurde gesorgt, indem man die Map um sichtbare Creep Punkte, welche je nach Stärke unterschiedliche Farben haben verbessert. Die zuletzt aufgezählten Neuheiten kann man allerdings auch mit den aktuellsten Patch für Warcraft 3: Rain of Chaos bekommen.
Die Grafik ist mittlerweile etwas veraltet und ist von daher auch für ältere PC´s noch sehr gut umsetzbar. Auffällig wird es wenn man an diverse Gebäude heranzoomt und diese dann, durch eine niedrige Polygonanzahl, nicht so prächtig sind. Dies heißt aber nicht das Alt schlecht sein muss. Nach wie vor ist die Fantasywelt von Warcraft3 einfach schön anzuschauen. Die Animationen bei Zaubersprüchen, Kämpfen und auch bei den Helden sind einmalig und verleihen dem Spiel einen besonderen Flair.
Leider ist das Spiel in Hinsicht auf die Landschaft nicht allzu abwechslungsreich. Zwar gibt es jetzt drei neue Landschaftstypen, welche durchaus zur Atmosphäre beitragen, jedoch wären hier und dort ein paar mehr Details nicht schlecht gewesen.
In Sachen Sound kann das Warcraft 3 Add-On auch überzeugen. Eine komplett neue Menü-Melodie wurde aufgenommen. Dies wurde wie immer in üblicher Blizzard Qualität durch ein Orchester eingespielt. Ob bei klassischen Schlachten oder im Menü, der Sound passt perfekt und es entsteht eine unglaubliche Atmosphäre.
Das Gameplay ist nach wie vor einfach klasse, was man von Blizzard eigentlich schon gewohnt ist. Alles ist übersichtlich und sehr einfach zu lernen. Für Fortgeschrittene gibt es Hotkeys um in den heißen online Gefechten die Übersicht zu behalten. Die Balance der Einheiten ist dank langen und ausgiebigen Betatests auch sehr lobenswert. Manche Firmen sollten sich grade hier ein Beispiel nehmen.