Die 70er locken mit heißen Karren und actionreichen Missionen, aber kann Driver 76 die Serie auf der Playstation Portable wieder zu neuem Ruhm führen?
Die Bedienung geht gut von der Hand, lässt sich aber nicht individuell vom Spieler anpassen. So heißt es sich an die Standardbelegung zu gewöhnen, was angesichts des guten Handlings der Fahrzeuge aber nicht schwierig wird. Schnell hat man sich daran gewöhnt mit den schnellen Öfen um die Ecke zu jagen und die Verfolger alt aussehen zu lassen. Einzig und allein der Schusswechsel gestaltet sich aus dem Wagen ein wenig kompliziert. Anvisieren, Schießen und Fahren zur gleichen Zeit erfordert vom Spieler viel Konzentration und endet dann und wann schon mal in der Hausmauer oder einem unbeteiligten Verkehrsteilnehmer. Die Überraschung stellt sich bei der

Akustik ein, denn hier tönen nicht englische Sprecher aus den Boxen und es heißt Untertitel zu lesen, sondern deutschen Stimmen zu lauschen. Das Spiel wurde komplett lokalisiert und auch wenn die Sprecher dann und wann mal nicht perfekt ausgewählt wurden, es ist ein klarer Bonus.

Überraschend, dass die Reihe Driver mit der Premiere auf der Playstation Portable sofort punkten kann. Der Serienwechsel zu Ubisoft war förderlich für Driver.

Die Freude setzt sich bei den lizenzierten Musikstücken fort. Hier tönen "One Way or Another" von Blondie, "Low Rider" von War oder "Trouble Man" von Marvin Gaye aus den kleinen Lautsprechern der
Playstation Portable. Ganz klar eine Überraschung, denn das hätten viele bei einem Driver-Spiel sicherlich nicht erwartet. Gut inszeniert sind auch die Soundeffekte. Vom Schusswechsel bis hin zum Quietschen der Reifen, es hört sich gut an, was geboten wird. Ganz so schön sind die extrem langen Zeiten allerdings nicht. Hier muss schon mal über eine Minute gewartet werden, bis in Driver 76 gestartet werden darf und so gerät der Spieler teils schon vor dem Einstieg in den Titel an den Rand des Wahnsinns. Was daraufhin aber gesehen werden kann, ist eine Optik, die ihresgleichen sucht. Die Texturen sind gelungen inszeniert, werden aber durch Kantenflimmern und Ruckler in ihrer Pracht manchmal gestört. Auch das Nachladen bei Fahrten durch weite Areale ist unschön und wurde in GTA: Vice City Stories besser gelöst. Verstecken muss sich Driver 76 deswegen aber in keinem Fall. Die Fahrzeuge sehen allesamt ansehnlich und detailliert aus und auch die Charaktere machen im Zusammenspiel mit den Effekten wie Explosionen einen guten Gesamteindruck. Klar, dass bei einem solchen Titel ein Mehrspielerpart nicht fehlen darf. Neben der bereits erwähnten Option per Ad-Hoc Objekte zu tauschen, können in Mehrspielerrennen oder sogar in Destruction Derby Turnieren nette Partien ausgefahren werden.