Auf dem PC längst ein Genrehit und wie sieht es auf der Konsole aus? Wir haben uns mit dem Gamepad in der Hand auf die Seiten von GDI und NOD geschlagen und sagen euch, ob der Titel auch auf der Xbox 360 etwas taugt.
Durchaus ein wenig kritisch stehen Konsoleros der Veröffentlichung von Command and Conquer: Tiberium Wars für die Xbox 360 entgegen. Kann ein Echtzeitstrategiespiel auf einer Konsole mit Gamepad tatsächlich überzeugen? Bereits mit Alarmstufe Rot debütierte die Serie auf der PSOne und war dabei nicht unerfolgreich. Das Spiel wurde angenommen, aber reichte nicht an den Spielspaß des großen Bruders auf dem Computer heran. Stellt sich die Frage, ob die letzten Jahre etwas verändert haben und das Genre nun auf der Next-Generation-Konsole besser zuhause ist. Electronic Arts scheint davon überzeugt, denn selbstsicher erschien vor einigen Tagen eine Probierversion auf dem Marktplatz von Xbox Live und sollte die Zweifler von der Steuerung überzeugen. Ebenso spricht man bereits von einer Version für die Playstation 3 und eventuell könnte Command and Conquer sogar den Weg auf Nintendo Wii finden.
Die lange Wartezeit hat sich gelohnt, denn nicht nur die Missionen machen Spaß, sondern bereits der optische Bild. Die Einheiten sind detailliert dargestellt und auch die Karten können sich sehen lassen.
Die Serie Command and Conquer ist schon einige Jahre auf dem Markt, über Westwood konnte man bereits mit dem Debüt der Reihe Command and Conquer: Tiberiumkonflikt im August 1995 einen weltweiten Erfolg in den Handel bringen. Von nun an war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Folgetitel erscheinen würde und damit kam es zu einer wahren Achterbahnfahrt der Serie. Höhen und Tiefen waren gleichermaßen dabei, doch stets ging es actionreich zur Sache und so soll es auch 2007 wieder werden. Die Gier nach Tiberium als Hoffnungsträger für eine beinahe unerschöpfliche Energiequelle hat
die Welt in eine Schlacht unermesslichen Maßes geführt. Aus dem Weltall kam einst ein ungewöhnlich aggressives Mineral auf die Erde, welches sich auf dem Erdboden mit jeglichen Mineralien, die sich im Boden befinden, weiter anreichert. Erstmal aufgetaucht war der Stoff am Tiber (Italien) und so wurde der Name Tiberium geboren. Nach und nach entstanden immer größere Abbaufelder auf der ganzen Welt und durch die einfache Möglichkeit des Erntens wurde nicht darauf Rücksicht genommen, dass das Tiberium für Menschen schon nach kurzer Dauer tödlich sein kann. Immer bessere Erntemaschinen wurden entwickelt, aber nicht nur die Global Defensiv Initiative (GDI) ist daran interessiert das Tiberium zu gewinnen, sondern ebenso die dunkle Sekte der Brüderschaft von NOD. Mit dem Gewinn aus der Tiberiumgewinnung überziehen sie die Welt mit schrecklichen Anschlägen, um die Herrschaft an sich zu reißen.
Seither ist Kane der Anführer der NOD und um ihn ranken sich viele Gerüchte und Legenden. Wurde er doch einst beim Einschlag eines Ionenstrahls im Jahr 1999 unter Schuttbergen lebendig begraben, tauchte er 2030 in Tiberian Sun wieder auf und scheint seither nicht tot zu kriegen sein. Eine Legende besagt, er sei unsterblich geworden und tatsächlich ist unklar wie alt Kane wirklich ist. Mittlerweile wird das Jahr 2047 geschrieben, der Kampf zwischen GDI und NOD ist längst nicht beendet und Kane hält weiter an seinen finsteren Welteroberungsplänen fest. Der dritte Tiberiumkrieg hat begonnen und hält zahlreiche Überraschungen bereit, denn GDI und NOD sind nicht die einzigen Parteien in diesem Konflikt.
Die Tiberium-Kristalle sind Fluch und Segen zugleich. Der leichte Abbau bietet schnellen Reichtum und Unmengen Ernergie, doch es verseucht zunehmend den gesamten Planeten.
Die Welt steht mittlerweile fast am Abgrund, denn während Kane und die Bruderschaft von NOD weiterhin im Tiberium einen energiereichen Segen sehen, ist die Welt unlängst von den Kristallen in weiten Teilen für immer verseucht. Ein Drittel der Oberfläche ist nicht mehr zu betreten und wird als rote Zone beschrieben. Die gelbe Randzone ermöglicht es Lebensformen unter Umständen zu überleben und nur in der durch GDI kontrollierten blauen Zone ist die Zivilisation zumindest halbwegs normal vital. Auf den Spieler warten actionreiche Zeiten, denn nicht nur GDI und NOD ziehen in den Kampf, sondern ebenso die neue Alien-Rasse der SCRIN. Werden sie am Ende die Lösung dafür sein, wie es dazu kam, dass das Tiberium auf die Welt gelangte? Zunächst steht man vor der Wahl der Seite für die man Partei ergreifen möchte. Als ehrenwerter Kämpfer für die GDI, um die freie Welt zu retten und die Bruderschaft zu bekämpfen oder auf der Seite von NOD und damit als Auslöser der dritten Tiberiumkrieges?
Die Kampagne ist auf beiden Seiten sehr umfangreich und bietet rund 34 Missionen, die in fünf Akte unterteilt wurden. Eingeleitet werden die einzelnen Aufgaben durch reale Einspieler, die die Geschichte immer weiter erzählen. Es macht einen großen Spaß die Story zu erleben, auch wenn keine glorreichen Wendungen oder schauspielerischen Fähigkeiten zu Tage gefördert werden. Mit dem Fortschritt verschärft sich auch der Konflikt immer stärker, sind es zunächst nur Scharmützel, die zwischen GDI und NOD aufkommen, folgen im zweiten und dritten Akt die ersten richtig actionreichen Aufgaben. Wer fleißig ist und die beiden Kampagnen abschließt, wird mit den SCRIN belohnt und darf in 15 weiteren Missionen mehr über die Alienrasse erleben - wobei nur eine handvoll Aufgaben wirklich mit der neuen Rasse gespielt werden darf.