Verschlägt es den Spieler in einer zauberhafte Weltraumwelt voller Abenteuer und einer ganzen Menge Action? Wir sagen euch was Genesis Rising zu bieten hat.
Mit Genesis Rising taucht der Spieler nach der beliebten Homeworld-Serie erneut in eines der rar gesäten Echtzeitstrategiespiele im Universum ab und schnell stellt sich die Frage, ob sich hinter der beeindruckenden Geschichte auch ein ansprechender Spielkern versteckt. Genau dies gilt es herauszufinden. In Genesis Rising taucht der Spieler 3.000 Jahre in der Zukunft das Geschehen ein. Die letzten Jahrtausende waren geprägt von Unterdrückung, Eroberungsfeldzügen und der Unterjochung des gesamten Weltalls. Nur wer kann so gierig nach Macht und Ruhm sein und sich nicht einmal mit der Eroberung fast sämtlicher Planeten zufrieden geben? Natürlich keine andere Rasse als die Menschen und während in anderen Videospielen die Aufgabe darin besteht eben jene Unterdrücker zu bekriegen und die Menschheit in ein Leben in Freiheit zu führen, sieht es in Genesis Rising gänzlich anders aus.
Die Zukunft sieht düster aus, denn die Menschheit sieht sich als höchste Rasse an und sieht sich von Gott gesandt die Herrschaft zu übernehmen.
Als vor 3.000 Jahren ein Erlöser auf die Welt kam, wuchs mit der Zeit der Fanatismus unter der Weltbevölkerung, die von nun an daran glaubte als höchsten Rasse des Universums die einzig wahren Herrscher sein zu können. Ein Zeitalter der Gewalt brach an und selbst unter dem scheinbar in Einheit nach Macht strebenden Volk gab es einen Zwiespalt, denn Kirche und Militär streben im Verbund danach die Oberhand zu gewinnen. Die Planeteneroberung und Rassenunterdrückung wurde vor allem durch organische Raumschiffe möglich. Gerade hier unterscheidet sich Genes Rising klar von anderen Titeln des Genres. Die Raumschiffe verfügen über eine DNS und so kann mittels einer Art Genmanipulation dafür gesorgt werden, dass die eigene Flotte nach und nach aufgerüstet und verbessert werden kann. Es geht sogar so weit, dass die Raumschiffe über eine Art Blut verfügen und wenn eine andere Einheit stirbt oder besser vernichtet wird, kann man sich mit dem letzten Blut regenerieren. Was abgedreht klingt und zunächst auch ebenso erscheint, entpuppt sich nach und nach zu einer stimmigen Hintergrundgeschichte, die zudem noch ansprechend gestaltet ist.
Als Protagonist übernimmt man die Rolle des Captain Iconah dessen Aufgabe es ist den letzten freien Flecken im Universum, das Universal Heart, zu erkunden. Vor allem das Militär strebt nach diesem Ort an dem die Göttlichkeit und der Ursprung alles Lebens vermutet werden. Ebenso erwartet die Menschheit vom Herzen des Universums die Bestätigung als höchste Rasse herrschen zu dürfen, doch was erwartet den Spieler auf dem Weg zu diesem geheimnisvollen Ort? Gespielt wird in 2D und dies ist auch löblich, schließlich wahrt man so stetig die Übersicht und es entsteht kein Frust durch sinnlose Flüge durch Raum und Zeit. Was zunächst zwar als Rückschritt verstanden werden könnte, sorgt für ein ausgeklügeltes Spielgefühl, welches in den ersten Spielminuten überzeugend wirkt.
Vor allem die Raumschiffe sind sehr gut gelungen und dabei sind auch die Veränderungen durch neue DNA optisch sichtbar.
Schade, dass es die Details sind, die die guten Ideen und Neuerungen von Genesis Rising nach unten ziehen. Vor allem der extrem hohe Schwierigkeitsgrad minimiert die Zugänglichkeit für Fans des Genres und vor allem für Einsteiger. Eine Einstufung in Leicht / Mittel / Schwer wäre sinnvoll gewesen oder zumindest die Option, dass innerhalb der Missionen gespeichert werden kann. Überzeugender sind hier schon die DNS-Möglichkeiten, die einleitend angerissen wurden. Mittels der Eroberung oder besser gesagt dem Ausbeuten anderer organischer Raumkreuzer können die Gene, die möglicherweise besondere Fähigkeiten enthalten, im eigenen Genpool aufgenommen und verwendet werden. Dies führt zu verstärken und neuen Waffen oder optimierten Schilden zur Verteidigung. Zwar ist die Vielfalt nicht endlos, abwechslungsreich sind die Möglichkeiten aber gerade in den ersten Spielstunden.