Es werden zwei Dinge zusammengeführt die, wenn man Klischees glauben kann, nicht zusammengehören: Frauen und Autos. Was wir davon halten erfahrt ihr in unserem Preview.
Im Spiel ist die "Adrenalin Extreme Show" eine fiktive Reality TV-Show. Zwölf heiße Mädels fahren in heißen Autos um die Wette und buhlen um Podestplätze, Fans und Sponsoren. Jeden Monat fliegt die Fahrerin raus die am unteren Rand der Rangliste ihr Leben fristet. Um dort nicht zu landen benötigt man nicht nur gute Platzierungen in den Rennen sondern auch die Beliebtheit bei den Fans, die man durch besonders schnelles, sportliches oder aggressives Fahren erarbeitet. Nicht zu letzt wollen die Sponsoren gute Rennen sehen die kräftig Geld in die Kassen pumpen, natürlich nur wenn der Erfolg da ist.
Bevor es auf die Strecke geht hat der Spieler die Qual der Wahl: er muss sich für eine von zwölf Schönheiten entscheiden. Übrigens: eine dieser Schönheiten ist der Miss Russia 2003 nachempfunden worden. Nun sucht man sich eines von acht Konzeptautos aus, die es in zwei Versionen gibt, schließlich braucht das Mädel einen fahrbaren Untersatz.
Im Einzelspielermodus kann man zwischen drei Rennarten wählen: Adrenalin-Showrunde, normales Rennen und Trainingsrennen. Bei den Adrenalin Show Runden ist die Platzierung bei Weitem nicht alles. Schließlich sollen auch die Zuschauer vor den Fernsehgeräten ihren Spaß haben. Mit Drifts, waghalsigen Überholmanövern oder selbstfabrizierten Blechschäden wird das Publikum begeistert. Um an normalen Rennen teilzunehmen muss man einen Sponsoring Vertrag abschließen, diese gelten meist für drei Rennen und setzen bestimmte Platzierungen voraus um das Geld zu erhalten. Zusätzlich kann man noch extra Verträge abschließen, die ebenfalls mehr Geld in die Kasse spülen. Den hart verdienten Rubel gibt der Spieler in seiner Tuningwerkstatt aus. Dort gibt es für zehn Bereiche, wie Getriebe oder Motor, drei Verbesserungsstufen.

Außer Vinyls und verschiedene Lackierungen kann das Auto auch mit neuen Stoßstangen oder ähnlichem ausgerüstet werden. Last but not least gibt es noch die "Adrenalingeräte", in der Standartausführung kann man sie am besten mit dem Nitrobooster aus Need for Speed vergleichen. In Adrenalin Extreme Show können die kleinen Geräte aber noch viel mehr. Rüstet man die entsprechenden Funktionen in der Werkstatt auf, lassen sich im Rennen durch Tastenkombinationen Stunts ausführen. Zum Beispiel das Fahren auf zwei Rädern, sehr beliebt bei den Fans, oder ein gezieltes Rammen des Gegners, das auch immer für viel Aufsehen sorgt.
Die Strecken betonen die Arcadelastigkeit des Spiels, mal geht es durch mexikanische Minen, mal über den Vorplatz vom Louvre, aber auch die Formel 1 Strecke von Dubai ist mit von der Partie. So gut die Strecken auch sein mögen, so schlecht sind die computergesteuerten Gegner. In der der Redaktion vorliegenden Previewversion legten die K.I.-Kameraden eine plumpe Vorstellung auf den Asphalt. Neben dem schlichtweg dummen Verhalten auf der Strecke, warten andere Fahrer auf den Spieler, sollte er einmal hinten liegen. Das ist zwar durchaus legitim und geschieht in anderen Spielen auch, aber dann doch bitte so, dass der Spieler nichts davon mitbekommt. Denn wer mit 200 Sachen von hinten angerauscht kommt während das Fahrerfeld mit 50km/h über die Strecke zuckelt, kommt sich auf gut Deutsch verarscht vor. Aber auch im
Gameplay hat Adrenalin seine Schwächen, man kann quasi die ganze Zeit mit Nitro über die Strecken rasen ohne dabei Nachteile daraus zu ziehen. Mit ein wenig Übung bleibt man nirgends hängen oder schrammt einfach an der Bande durch die Kurve. Der Schaden der dabei entsteht ist nur gering. Falls man es dann doch mal übertrieben hat, steht zwei Sekunden später der nächste Flitzer für den Spieler auf der Strecke bereit. In der Previewversion gab es auch noch einige
Bugs. Zum Beispiel konnte man auf der Weitläufigen Formel 1 Strecke Dubai die ganze Zeit mit dem Standart Adrenalin Booster driften, auch wenn man gerade fuhr. Ob diese Fehler ausgemerzt und die Schwächen im
Gameplay ausgebessert werden weiß man nicht. Dies konnte aber auch nicht von den Verantwortlichen beantwortet werden.
Aber es gibt auch Lichtblicke, die Autos wurden sehr schön designed und die Strecken sind zwar grafisch nicht die schönsten, dafür aber sehr abwechslungsreich. Nicht schlecht gelungen sind auch die Soundtracks für Adrenalin, übertönt werden die jedoch von den mäßigen Soundeffekten.
Ersteindruck:
Sex sells, das zieht ja bekanntlich. Aber Need for Speed hat ebenfalls hübsche Mädels, warum dann noch Adrenalin Extreme Show? Ich weiß es nicht und unsere Previewversion hat mir ebenfalls keine Antwort geliefert, vom Preis ganz zu schweigen. Der wird nämlich bei 40 Euro liegen. Hoffen wir, dass die Entwickler die Gameplayschwächen und
Bugs noch beheben, ohne Verschiebung dürfte das aber sehr unwahrscheinlich sein, denn schon diesen Monat soll das Spiel erscheinen.