Nach der erneuten Release-Verschiebung befürchten schon einige Skeptiker, dass "The Chronicles of Spellborn" zu einer unendlichen Geschichte mutieren könnte. Anders als bei Duke Nukem Forever können die niederländischen Entwickler von Spellborn NV aber schon ein Spiel vorweisen, das in großen Teilen fertig ist.
Pierre-Yves Deslandes, PR-Manager im Entwicklerteam des langersehnten MMOs, hat einen Abstecher in unsere Hauptstadt gemacht und bei Publisher Frogster Interactive Pictures vorbeigeschaut. Wir haben ihm aufgelauert und ein paar Fragen gestellt, während der charmante Franzose bereitwillig das
Gameplay der Closed-Beta präsentierte.
Die Story des Spiels bietet genug Stoff für einen Epos, denn man wandelt bei The Chronicles of Spellborn auf sicheren Fantasy-Pfaden. Der Aufstand der Menschen und der versklavten Daevi zerstörte die Energiequelle der Vhelgar. Aber die magische Schockwelle fegte nicht nur das Joch der Unterdrückung hinweg, sondern zerlegte das Reich Acht Dämonen gleich mit.In einer gigantischen Explosion zerbarst die Welt in viele Einzelteile. Der Großteil des Lebens starb. Mehrere Jahrhunderte später ist es nun eure Aufgabe, als Mensch oder Daevi den Geheimnissen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auf den Grund zu gehen. Dazu schlüpft ihr in die Rolle eines Kämpfers, eines Magiers oder eines Schurken - den drei Archetypen des Spiels.

Neben drei Standardskills, die alle Archetypen gemeinsam haben, stehen euch auch vier spezifische Fähigkeiten zur Auswahl. Habt ihr euch für zwei davon entschieden, ist der erste wichtige Schritt bereits getan. Als nächstes wartet ein wahres Sammelsurium an Einstellungsmöglichkeiten auf euch. Größe, Aussehen, Haarfarbe, Tattoos, Bewaffnung - alles lässt sich individualisieren. Dabei müsst ihr auch keine Rücksicht auf eure Klasse nehmen. Wer schon immer mal einen Zauberer spielen wollte, der aussieht als könnte er mit seiner mächtigen Streitaxt Bäume in einem Hieb fällen, der darf sich freuen. Natürlich sind auch dickbäuchige Kleinwuchskrieger möglich.

Pierre-Yves Deslandes ist vom Spellborn-Konzept überzeugt.

Das Dress-to-Impress-System bietet ungeahnten Gestaltungsspielraum und hebt Spellborn von der Masse ab. Kein Item, sei es Waffe oder Rüstung, hat irgendwelche Anforderungen. Auch spielerische Vorteile bringen Sie nicht, denn einzig und allein eure Skills und euer spielerisches Geschick werden ausschlaggebend für euer Vorankommen sein. Pierre merkte an, dass dies ein Punkt sei, der ihn in anderen MMOs oft gestört hätte. Die ständige Hatz nach der nächsten Waffe, die vielleicht stilistisch gar nicht in das Konzept des Spielers passt, wird es in Spellborn also nicht geben. Das Spiel soll so trotz Inhalten für die Hardcore-Zocker auch stets zugänglich für Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler bleiben.

Eine Vielzahl von möglichen Kombinationen, macht es praktisch unmöglich, dass ein Charakter dem anderen gleicht.

28.05.2008 - 12:42 Uhr Hamu-Sumo
acht geben. Natürlich, dies ist ziemlich erfrischend,
aber das Kampfsystem alleine macht auch kein Spiel mit
Millionen-Verkäufen.
Mir sagt die Welt von TCoS sehr zu. Es ist eine
Fantasiewelt in schöner Optik, aber ohne in diese sog.
High-Fantasy-Schiene mit Elfen, Zwergen, usw. zu
rutschen. Die eigens dafür ausgearbeitete
Hintergrundgeschichte hat, gerade in puncto der Hohen
Häuser, ein großes Potenzial für die Zukunft.
TCoS ist für mich ein Online-Rollenspiel, welches sehr
darauf basiert, was RPGs eigentlich groß gemacht hat:
das Erzählen und Erleben von Geschichten. Und das übt
auf mich einen großen Reiz aus.
Dass Items (mit Stats) fehlen, mag einige abschrecken,
aber ich bin mir sicher, ich bin nicht der Einzige, der
genau das total klasse findet.
Spellborn wird ein Nischenspiel. Da bin ich mir sehr
sicher, aber ich hoffe, die Nische ist groß genug für
einen langen Lebenszyklus.
28.05.2008 - 12:13 Uhr nizzie
Woche hat es schon mehr als doppelt so viele Spieler
wie HdRO und EQ2 erreicht. Die Lizenz, also das
Conan-Setting ist eigentlich auch nicht so besonders,
wenn man WoW, Warhammer oder HdRO dazu im Vergleich
dazu betrachtet. Gerade letzteres zeigt deutlich dass
selbst ein ideales Setting keinen (großen) Erfolg
prophezeit.
Wie Spellborn sich schlagen wird bleibt offen. Ich
hatte ja vor Monaten mit einem zumindest kleineren
Erfolg gerechnet, da es vor AoC und WAR veröffentlicht
werden sollte. Tja, der Zug ist jetzt abgefahren. Wenn
Funcom jetzt so fleissig wie momentan weiter patcht
sehen die Chancen schlecht aus dass die momentanen und
in den kommenden Monaten dazustoßenden Spieler AoC für
ein neues MMO verlassen werden.
Antesten werd' ich TCOS sicher, wenns ne Trial oder
Openbeta gibt. Das Comicdesign, die fehlenden Items
(OK, zuviel Gewicht auf den Items ist auch scheiße) und
einige andere Punkte lassen mich noch zweifeln.
27.05.2008 - 15:47 Uhr Seradest
notwendig. Das im Review erwähnte Shooter-Feeling macht
schon was her. Ist sicher nicht jedermanns Sache und
braucht viel Übung, aber das System ist
vielversprechend und macht Laune. Die Kämpfe sollen
sehr intensiv sein, das Gefühl hat man in anderen
Spielen eigentlich nicht. Zugegebenermaßen braucht es
viel Übung und Erfahrung mit den Skills. Aber man hat
sich ja auf die Fahnen geschrieben "easy to learn -
hard to master" und dem wird man wohl gerecht. Denn
kämpfen kann jeder Spaten intuitiv, gut und effizient
kämpfen braucht viel Übung. Und gespielt habe ich auch
schon...
Was AoC angeht bin ich auch trotz des guten Starts der
Meinung, dass es ein Nieschenspiel ist. Der Fokus liegt
meines Erachtens nach ganz klar auf PvP und man will
eigentlich gar nicht das ganze breite Spektrum der
Spielerschaft abdecken. Dazu kommen die relativ hohen
Hardwareanforderungen. Bei Spellborn sieht das anders
aus, aber hier fehlt eben eine Lizenz, die schonmal ein
sicheres Bestehen ausmacht.
26.05.2008 - 15:45 Uhr Soulbutcher
26.05.2008 - 15:32 Uhr Tadian
Aber es klang sehr Allgemein und bezogen auf Aussagen
die hier stehen.
Falls ich das missverstanden habe tuts mir leid :)