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Hype it!
Release: PC: 28.03.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: The Games Company
Entwickler: Enigma Software
Genre: Strategie
Off. Seite: war-leaders.de
Fansite: keine Angabe

What is it good for?

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Hype it!
Ende März erwartet uns das nächste Strategie-Spiel, das sich den Zweiten Weltkrieg zur Brust nimmt. Mit War Leaders: Clash of Nations will der Berliner Publisher The Games Company Genre-Kollegen wie World in Conflict, Blitzkrieg und Codename: Panzers ärgern. In welcher Form ihr das Spiel spielt, ob möglichst realistisch oder vollkommen fiktiv, liegt in eurer Hand. Über drei historische Genauigkeitsgrade bestimmt ihr, ob alle Länder neutral gesinnt, manche hier und da bereits verbündet oder aber die geschichtlichen Aspekte Eins zu Eins vorgegeben sind. Auch welcher der insgesamt sieben historischen Parteien ihr frönt, ist euch überlassen. Ob Roosevelt, Churchill, Stalin oder Hitler - moment, Hitler? Naja, nicht ganz. Der Diktator durfte natürlich nicht so einfach ins Spiel integriert werden. So werden einzig und allein die deutschen Truppen von einem fiktiven Leader namens Reinhold Tessler angeführt.

Auf sie mit Gebrüll! Hier stürmen unsere Soldaten Richtung Feind.

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Startschuss für die erste Runde ist September 1931, hier beginnen alle Szenarien. Mit kleinen Filmchen, die durch ihr veraltetes Schwarz-Weiß-Bild unheimlich viel Flair vermitteln, werden historisch wichtige Ereignisse erzählt. Wie so oft ist es in den ersten Runden ratsam, kleine Brötchen zu backen. Ein Angriff auf die USA würde nicht nur ziemlich lange dauern, sondern wäre mit großer Sicherheit auch zum Scheitern verurteilt. Kleine Ländereien erobert ihr dagegen mit Leichtigkeit. Über die Weltkarte verschiebt ihr eure Truppen nach Belieben und zieht im Handumdrehen beispielsweise ins Schweizer Territorium ein. Insgesamt bieten 180 Länder genügend Platz, um sich stundenlang um die Erweiterung des eigenen Reiches zu kümmern.

Wollt ihr ein Land einnehmen, geht in den Kampf. Über kleine Patronenhülsen wird die Stärke eures Trupps angezeigt. Beim Angriff habt ihr die Qual der Wahl: Entweder das Kampfgeschehen trocken übergehen und auf den Ausgang warten oder aktiv in die Schlacht eingreifen und die bis zu 16 Divisionen selbst steuern. Letztere Variante dürfte vor allem für Strategie-Fans interessant sein, die mehr auf Action stehen. Zwar zeigt sich der aktive Kampf nicht ganz so schick wie ein World in Conflict, doch verstecken muss sich das Spiel auch nicht. Eine solide Echtzeit-Grafik vermittelt den Anspruch an ein möglichst authentisches Spiel. Besonders gelungen sind die
Flugzeuge, die nur wenige Sekunden nach dem Befehl durch die Wolken zischen und einfach prächtig nachgestellt sind.

Große Explosionen wie hier im Hintergrund sind treten nur vereinzelt auf.

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Da ihr beim Erobern anderer Länder natürlich keine Basis habt, müsst ihr mit den Truppen zurecht kommen, mit denen ihr eingefallen seid. Ob Fußvolk, schwere Panzer oder mächtige Flugzeugbomber - gehen die Soldaten einmal über den Jordan, stehen sie euch nicht mehr zur Verfügung. Wer nun auf Nummer sicher gehen und all seine Mannen in den Krieg schicken will, sollte aufpassen: In War Leaders sollte euer Führer möglichst gut beschützt werden, können doch jederzeit Spione anderer Länder für den Super-GAU sorgen und durch den Mord eures War Leaders das Spiel beenden. Um genau das zu vermeiden, solltet ihr einen eurer eigenen Spione immer im Land halten, dann nämlich seht ihr die hinterlistigen Eindringlinge sofort.

Fernab der Schlachtfelder zeigt sich War Leaders als ambitioniertes Rundenstrategiespiel mit Ähnlichkeiten zu Civilization. Die Zufriedenheit eures Volkes wird im Ampel-System dargestellt; erhöht ihr die Steuern im Land, kann es schon mal passieren, dass die Kacke so richtig am Dampfen ist und sich die ersten Aufstände breit machen. Eine Senkung wäre spätestens dann ratsam.

Durch das Sammeln der Rohmaterialien Gold, Uran und Stahl stellt ihr eure Produktion für den Krieg sicher. Wollt ihr strategische Partner an Land ziehen, trefft ihr euch kurzerhand mit einem anderen Leader und besprecht den Inhalt eures Paktes. Dabei seid ihr nicht auf Friedensabkommen beschränkt, sondern könnt auch Ländereien oder Rohstoffe einfordern und tauschen. Eine Runde ist mit einer Woche gleichzusetzen, ein Jahr dauert demnach 52 Züge - gespielt werden kann bis ins Jahr 1950. Es bleibt also genug Zeit, um sich Stück für Stück den ganzen Globus unter den Nagel zu reißen.

Sonne, Palmen und...ein Panzer?

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Einen Multiplayer-Modus wird War Leader auch innehaben, allerdings konnten wir uns noch kein Bild davon machen. Fest steht allerdings, dass die Modi Eroberung, Team-Deathmatch und Capture the Flag enthalten sein werden.

Ersteindruck:

War Leaders klingt wie der x-te Möchtegern-Strategiekracher, bietet hinter seiner trockenen Fassade allerdings sehr viele Möglichkeiten, die zu überzeugen wissen. Die Schlachten werden im Action-Modus zwar nicht an ein World in Conflict herankommen, doch die Rundenstrategie machte schon bei der kurzen Anspiel-Session eine Menge Spaß. Wird jetzt noch am bislang öden - allerdings auch ausdrücklich als nicht final beschriebenen - Interface geschraubt, steht einem guten Rundumpaket nichts mehr im Wege.
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