Kann das als "Action Arcade MMORPG" angepriesene Lunia diesem Titel gerecht werden? Wir haben uns das im Februar gestartete kostenlose Manga-MMOG genauer angeschaut und sagen euch, ob sich der Download lohnt.
Die großen
MMOG-Kracher 2008 lassen weiter auf sich warten und so bleibt Zeit, sich ein weiteres Spiel aus dem Free-to-Play-Sektor anzuschauen. Wie sollte es anders sein, kommt auch Lunia - Record of Lunia War aus dem fernen Osten, dort wo Profi-Computerspieler längst ein anerkannter Beruf ist. Und seine koreanischen Wurzeln sieht man Lunia auch auf den ersten Blick an. Wer mit einem Manga-Comicstil nichts anfangen kann, der kann sich das Weiterlesen also gleich schenken. Für alle anderen, die gerade auf der Suche nach einem Zeittotschläger bis zum Erscheinen von Age of Conan und Co sind, gibt es im Folgenden alle wichtigen Infos zum
Gameplay und den Besonderheiten von Lunia.
Action Arcade MMORPG Los geht's, wie man es gewohnt ist, mit der Charaktererstellung. Charakterauswahl trifft es hier jedoch besser, da lediglich vier unterschiedliche Charaktere zur Verfügung stehen, an denen keine weiteren Individualisierungen möglich sind. Zur Auswahl steht ein typischer Nahkämpfer mit übergroßem Zweihänder, eine Prinzessin, die über Kenntnisse in der Heilmagie verfügt, ein Magier sowie eine halbelfische Schurkin mit mindestens Körbchengröße Doppel-D. Anschließend folgt ein kurzes Tutorial, das die grundlegende Steuerung erklärt.

In den Kämpfen kommt es auf Fingerfertigkeit und Timing an, um möglichst effektive Kombos auf seine Feinde loszulassen.
Wie beim kürzlich angespielten Infinity basiert das Kampfsystem auf Kombo-Attacken. Mit A, S und der Leertaste führt man seine Angriffe aus. In bestimmter Weise aneinandergereiht, ergeben die Tastenkombinationen unterschiedliche Spezialattacken. Im Gegensatz zu Infinity bereichern bei Lunia aber auch direkt einsetzbare Skills das Repertoire eures Helden. Diese besonderen Fertigkeiten werden über die Zahlen Eins bis Null aktiviert. Dadurch gesellt sich zu der Action auch noch ein wenig von der üblichen Portion Gruppentaktik (Tank, Healer, Damage-Dealer usw.), wie man sie aus anderen MMOGs kennt. Das zusammengefasst nennt Publisher CDC Games "Action Arcade MMORPG", womit Lunia ein komplett neues Genre verkörpern soll. Ob sie den Mund damit nicht doch ein wenig zu voll nehmen, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Weihnachten im MärzDa sich die vier Charakterbeschreibungen allesamt ähnlich oberflächlich und mit Klischees überladen anhören, wähle ich kurzerhand Sieg, den angehenden Ritter, bei dem man das Gefühl nicht los wird jemand hätte am Ende seines Namens ein "fried" vergessen. Nun nur noch einen so genannten Square, eine Art öffentliche Instanz, gewählt und schon befinde ich mich im Anfangsörtchen Ramancha. Als erstes stelle ich mit Schrecken fest, dass der Winter dieses Jahr anscheinend selbst in den virtuellen Welten nicht weichen will, denn mitten in Ramancha steht auch noch im März ein riesiger Weihnachtsbaum und davor ein sprechender Schneemann.

Suchbild: Wo ist Amrac? Unten rechts der von den Entwicklern offensichtlich vergessene Weihnachtsbaum in Ramancha.
Um mich nach diesem Kälteschock ein wenig aufzuwärmen, beginne ich umgehend mit der ersten Mission. Auch hier gibt es deutliche Parallelen zu Infinity. Jede Stage, wie die einzelnen Level in Lunia heißen, beginnt mit einem aus kurzen Comic-Sequenzen bestehenden Intro. Was die im typisch asiatischen Stil gehaltenen Charaktere darin jedoch besprechen, stellt jemanden, dessen Muttersprache nicht Englisch ist, vor eine echte Herausforderung. Die zugegebenermaßen meist belanglosen Texte rauschen derart schnell über den Bildschirm, dass man schon ein ausgesprochen schneller Leser sein muss, um nichts von der Geschichte zu verpassen. Grob zusammengefasst geht es am Anfang darum, dass angreifende Orkhorden ein magisches Buch geklaut haben und die Helden nun alles daran setzen, es zurückzuholen. Klingt unglaublich innovativ und spannend? Ja, das dachte ich mir auch. Aber immer noch besser als die vollkommen zusammenhangslosen Cutscenes im bereits angesprochenen Infinity.
Auch Helden bekommen NotenDie Missionen finden stets in instanzierten, eng begrenzten Gebieten statt, die vollkommen linear durchgespielt werden. Das
Gameplay verläuft dabei nach dem simplen Muster: Vernichte alles, was dir in den Weg kommt. Das sind zu Beginn Unmengen von Orks, grüne Schleimwesen, Wölfe und in jeder Mission ein bis drei größere Bossgegner. Aufgelockert wird das Ganze durch gelegentlich auftretende Fallen wie rollende Felsen oder Feuer spuckende Statuen, denen es auszuweichen gilt. Bis auf die Bossgegner sind die Feinde meist nichts als Kanonenfutter, die selbst ohne Gruppe Ruckzuck ausgeschaltet werden können. Bei den großen Endgegnern ist dann aber auch der Einsatz der verschiedenen Skills von Nöten, da diese dicken Brocken nicht nur ordentlich einstecken können, sondern auch kräftig austeilen.

Am Ende jeder Mission wird dir ein kleines Zeugnis ausgestellt, das deine Leistung widerspiegelt.
Zwei Mal darf man pro Mission das Zeitliche segnen und sich anschließend ohne Verzögerung wieder beleben lassen. Beim dritten Tod bedarf es dagegen schon eines speziellen Wiederbelebungssteins, den man nur gegen die virtuelle Währung von Lunia im Item-Shop erwerben kann. Jeder Tod bringt hohe Abzüge bei der Endabrechnung des Levels mit sich. Wie beim vergleichbaren Infinity endet jede Mission mit einem Bewertungsbildschirm, der die erbrachte Leistung anhand der benötigten Zeit, der verbrauchten Leben, der Anzahl getöteter Monster und den eingesetzten Kombos beurteilt.
15.03.2008 - 10:51 Uhr Ghaleon
Secret of Mana steht. ! :D
14.03.2008 - 16:26 Uhr Der Bär
13.03.2008 - 06:23 Uhr Soulbutcher
na dann hat zironenhai mit seiner (wohlgemerkt
ironischen)aussage ja recht oder siehst du des anders?!
12.03.2008 - 20:06 Uhr Gyspox
artikel von Amrac aber dieser ist einfach nur schlecht
:)
12.03.2008 - 19:35 Uhr Zitronenhai
Glückwunsch zu so viel Unvoreingenommenheit!