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Hype it!
Release: PC: 1. Quartal 2008
Status: Released
Plattformen: PC
Publisher: THQ
Entwickler: Relic Entertainment
Genre: Strategie
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Sturm im Weltall

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Hype it!
Holla, was war das gerade eben? Nein, das ist kein flapsiger Spruch, der auf die Einleitung dieses Artikels gemünzt ist. Vielmehr schoss genau dieser Gedanke durch den Kopf des OnlinWelten-Schreiberlings, nachdem er sich das Intro von Dawn of War: Soulstorm zu Gemüte geführt hatte. Das Einleitungsvideo ist zwar gewohnt effektreich in Szene gesetzt, überrollt euch jedoch mit einer Masse an Begriffen und Fraktionsnamen, die selbst gestandene Strategen ins Schleudern bringt. Nicht weniger als neun Völker tummeln sich mittlerweile auf dem intergalaktischen Schlachtfeld: Angesichts der Tatsache, dass Dawn of War: Soulstorm auch ohne das Hauptspiel läuft, besteht durchaus die Gefahr, unbedarfte Leute mit diesem Informationswust abzuschrecken. Das aber nur am Rande, wenn es auch ein wenig an der Atmosphäre kratzt.

Die gläubig-fanatischen Adepta Sororitas sind eine der beiden neuen Fraktionen

Frisches Blut für das Schlachtfeld
Wichtig ist aufm Platz; das gilt gemäß Sepp Herberger nicht nur für König Fußball, sondern trifft auch auf das Spielgeschehen von Dawn of War: Soulstorm zu. In dieses greifen ab sofort zwei neue Fraktionen ein. Dazu zählt beispielsweise die Adepta Sororitas - Fans des Warhammer-Universums auch als Sisters of Battle bekannt. Diese gottesfürchtigen und geradezu fanatischen Kriegerinnen greifen auf dicke Panzerungen und Strahlenkanonen zurück. Zudem können sie - genügend Glauben vorausgesetzt - flächendeckende Spezialfähigkeiten einsetzen, die den Gegner blenden oder die Kampfkraft der eigenen Truppen stärken. Deutlich düsterer geht es auf Seiten der ebenfalls neu hinzugekommenen Dark Eldar zu. Diese schicken vergleichsweise wenige Einheiten in die Schlacht, die jedoch besonders durchschlagskräftig sind. Vor allem im Nahkampf sind die dunklen Krieger sehr gefürchtet. Hinzu kommt ihre Fähigkeit, Seelen zu sammeln, mit deren Hilfe sie eine Art Schutzschild errichten können.

In den bisher von uns geschlagenen Schlachten machen beide Fraktionen einen guten Eindruck, doch ihr ganzes Potenzial wird
letztendlich erst der Multiplayer-Modus offenbaren. Dieser stand in der Preview-Version von Dawn of War: Soulstorm jedoch noch nicht zur Verfügung; die Erwartungshaltung gegenüber der Verkaufsversion steigt demnach an. Ebenfalls neu sind übrigens die Lufteinheiten, die ab sofort Bedrohung von oben auslösen. Damit erhalten die Gefechte eine neue Ebene und etwas mehr taktische Tiefe. Auch hier muss der Multiplayer-Modus herhalten, um die gesamte Tragweite der Luftraumeroberung beurteilen zu können. Es wirkt jedoch alles recht viel versprechend.

Krieg der Sterne
Den Kern des Add-ons bildet jedoch die neue Kampagne, die sich über mehrere Planeten erstreckt. Abhängig von der Wahl der Fraktion startet ihr von einem anderen Punkt der etwas überladen wirkenden Taktikkarte. Die Planeten sind in mehrere Regionen unterteilt, die man nach und nach einnehmen muss - per Kampf versteht sich. Die Bezeichnung Taktikkarte kommt übrigens nicht von ungefähr: In dieser Übersicht verschiebt man nicht nur Truppen, sondern plant seinen Eroberungsfeldzug im Rundenrhythmus. Wichtig ist hierbei die Einbeziehung strategischer Vorteile. Je nach eingenommenem Territorium erhält man Zugriff auf verschiedene Belohnungen. Diese reichen von Zusatztruppen bis hin zu interplanetarischen Portalen, die das Reisen zwischen den Planeten vereinfachen. Zudem schaltet man mit erfolgreich absolvierten Schlachten neue Gegenstände für seinen Helden frei. Hier kommt ein kleines Lüftchen aus dem Rollenspiel-Genre hinüber geweht, wenn man den Protagonisten mit leuchtenden Waffen oder imposant anmutenden Rüstungen ausstattet. Das macht einiges her.

Mithilfe der Taktikkarte plant man seinen Eroberungsfeldzug quer durch das Planetensystem.

Letzteres gilt allerdings - zumindest bisher - nicht für das Missionsdesign der Kampagne. Bis auf wenige Ausnahmen (die Hauptschlachten gegen andere Fraktionen) schlägt man sich von einem Skirmish-Gefecht zum nächsten durch. Meist gilt es, sämtliche Gegner zu eliminieren oder strategische Punkte einzunehmen und zu verteidigen. Zwar sind die Scharmützel serientypisch rasant und opulent in Szene gesetzt, doch auf Dauer mangelt es an Spannung und vor allem Abwechslung. Hoffentlich hat die fertige Version von Soulstorm mehr zu bieten. Das wäre umso ärgerlicher, weil die Rasanz der Gefechte nach wie vor extrem hoch ist und eigentlich ein packenderes Rahmenprogramm verdient hätte. Grafisch hat sich im Vergleich zum Hauptspiel und den anderen Add-ons auf den ersten Blick nicht sehr viel getan. Das Design der beiden neuen Fraktionen fügt sich nahtlos in das bekannte Grafikgewand ein und die Schlachteffekte sind noch immer ziemlich imposant. Allerdings waren die bisher von uns besuchten Karten nicht gerade sonderlich detailliert oder abwechslungsreich gestaltet - hier darf gerne mehr geboten werden.

Ersteindruck:

Selbst ich als gestandener Fan der Dawn of War-Serie kam beim Anblick des Intros zunächst ins Wanken. Hat man diesen Informationsschwall erst mal überstanden, findet man sich schnell in gewohnter Schlachtfeldumgebung wieder. Die neuen Fraktionen machen einen guten Eindruck und der taktisch geprägte Eroberungsfeldzug macht Lust auf mehr. Allerdings wirken die Missionen - trotz aller Imposanz - bisher noch etwas eintönig. Und der Multiplayer-Modus muss sich ebenfalls neu beweisen. Dennoch dürfen sich Dawn of War-Fans wohl auf eine ordentliche Extraportion Sternenkrieg freuen.
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