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Hype it!
Release: PC: 12.03.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Paradox Interactive
Entwickler: Pollux Gamelabs
Genre: Strategie
Off. Seite: polluxgamelabs.com
Fansite: keine Angabe

Schlaftablette im Weltraum

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Hype it!
Wie der Reiseführer durch die Galaxie bereits sagte: "Keine Panik!". Ganz gemächlich läuft auch der Eroberungsfeldzug in Lost Empire ab. Zunächst werden die Startvoraussetzungen gewählt. Sechs Rassen stehen zu Auswahl, die sich zumindest äußerlich stark unterscheiden. Mit von der Partie sind natürlich die obligatorischen Menschen, aber auch (un)gewöhnliche Außerirdische haben den Weg in den Weltraum gefunden - zum Beispiel die Wasser- oder Kristallwesen. Ein kurzer Text gibt euch Auskunft über die allzu typischen Hintergrundgeschichten der Völker. Jetzt wird nur noch festgelegt, mit welchem Vorteil ihr das Spiel beginnen möchtet (Technologie, Geldvorsprung etc.). Außerdem dürft ihr euch noch für die Größe der Galaxie entscheiden: Lieber 5000 oder doch nur 2500 Sterne?

"Langweilig im Weltraum", die Übersichtskarte sieht zwar ganz nett aus, spannend ist aber schon wieder ein anderes paar Schuhe.

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Ohne große Umschweife beginnt das freie Spiel - kein Intro oder weitere Informationen erhellen die Gedanken nicht eingeweihter Spieler. Zu Beginn besitzt ihr nur euren Heimatplaneten sowie zwei Raumschiffe zur interstellaren Reise. Zur Verwaltung eures kleinen und später durchaus größeren Imperiums gibt euch Lost Empire diverse Werkzeuge in die Hand. In der uns vorliegenden Preview-Version gab es noch kein Tutorial, sodass wir vorerst auf behutsames Herantasten bedacht waren. Also wechseln wir munter die Regierungsform, erheben Steuern, geben Raumschiffe in Auftrag oder erforschen irgendetwas. Hier zeigt sich bereits das erste große Manko: Man erhält kaum Feedback über die vollzogenen Taten. Ist es nun ein guter Zug, der Demokratie den Rücken zu kehren und der
Diktatur das Tor zu öffnen. Wo liegen die Vorteile, wo die Nachteile? Ähnlich sieht es beim Technologiebaum aus: Es gibt tausende Möglichkeiten, den verschiedensten Schnickschnack zu erforschen. Aber was bringt es mir? Und vor allem: Was erforsche ich gerade in diesem Moment? Gebe ich zum Beispiel die Ertüftelung des Fusionsantriebs in Auftrag, ist es zwar schön und gut zu wissen, dass dadurch meine Schiffe um fünf Prozent schneller fliegen. Aber wo bleiben die Hintergrundinformationen? Was ist ein Fusionsantrieb? Und welche anderen tollen Erfindungen könnten noch darauf aufbauen? Natürlich möchte niemand irgendwelche Abhandlungen zu lesen bekommen, letztlich dürften die wenigsten Zocker unter uns Diplom-Physiker sein, aber etwas mehr hätte es schon sein dürften.

"Der Weltraum, unendliche Weiten..." - während die Crew der Voyager zumindest an allen Ecken und Kanten auf mehr oder minder spannende Anomalien stößt, herrscht in Lost Empire die pure Spannungsarmut. Schnell werden die umliegenden Planten in der Nähe der Heimatwelt eingenommen, keine Gegenwehr und fremden Lebensformen ist zu befürchten. Manchmal trifft man auf Planeten mit kleinem Inkasymbol am linken unteren Rand. Vielleicht gibt es dort zumindest ein Fünkchen Hintergrundgeschichte zu entdecken? Falsch gedacht, außer einer stinklangweiligen Newsmeldung, dass eine vergessene Zivilisation entdeckt und einige Rohstoffe gefunden wurden, gibt es nichts Spannendes zu sehen oder zu berichten.

Die Raumschlachten gehören zu den grafischen Highlights, wiederholen sich aber auch recht fix.

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Ein Fünkchen Hoffnung erklomm meine müden Augen, als doch noch etwas Ungewöhnliches auf dem Bildschirm geschah: ein fremdes Volk tauchte auf und unterbreitete mir ein Angebot. Mit etwas zittrigen Händen, um nicht aus einen vielleicht schönen Traum zu erwachen, reaktiviere ich die Maus. Vorsichtig frage ich, was denn los ist. Als Anfrage möchten diese liebenvollen Lebewesen aus humanitären Gründen unsere Rohstoffe haben. Na danke, Schnorrer im Weltraum! Aber da ich doch ein großes Herz habe und der Mauscursor ohnehin auf dem "Spiel beenden"-Button schwebt, wird das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen. Die Mitbewohner aus der Galaxie verschwinden wieder ohne ein Wort des Dankes, zurück bleibt ein verarmter Spender ohne etwas als Gegenleistung in den Fingern zu haben - das ist ja noch schlimmer als die "Haste mal nen Euro?"-Menschen am Hamburger Hauptbahnhof!

Ersteindruck:

Lost Empire ist ungefähr so spannend wie eine Schildkröte auf Baldrian beim Schleichen zu beobachten. Vielleicht ändert sich bis zum Release Mitte März noch etwas, sonst sehe ich schwarz für eine galaktische Wertung. Das Spiel ist zu gewöhnlich und bietet kaum Abwechslung. Lieblos werden die Schiffe von Planet zu Planet geschickt, man erfährt nichts über die Hintergrundstory und es gibt zu wenige Infos zu den erforschten Technologien. Etwas mehr Text zu den wissenschaftlichen Errungenschaften, Völkern oder alten Relikten hätte sicherlich der Atmosphäre gut getan.
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