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Hype it!
Release: PC: 06.03.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Daedalic Entertainment
Entwickler: keine Angabe
Genre: Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Der Voyeur in dir!

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Hype it!
Sanft schlagen die Wellen gegen den harten Felsen, ein kreischender Seevogel bahnt sich seinen Weg und gleitet knapp über das azurblaue Meer dahin. Einige Kameraschwenks später erscheint ein großes, altes und verrostetes Schiff am Horizont. Die Kamera fährt näher heran: Wucherndes Unkraut und die Wildnis einer abgeschiedenen Insel haben bereits große Teile des verfallenen Ozeanriesen verschlungen. Der Weg der Linse führt durch die schäbige Küche, in der einige verrottete Lebensmittel vor sich hin gammeln, bis in eine Kabine. Auf dem Bett liegt eine Frau, angeschlossen an einen Tropf. Just in diesem Moment erwacht sie und starrt auf die Kamera. Leicht schlaftrunken durch das Beruhigungsmittel, bewegt sie sich auf das Gerät zu und fragt: "Kannst du mich hören?"

Auf dem virtuellen Desktop finden sich alle Steuerungsfunktionen einfach erreichbar.

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Kaum habe ich die erste Verwunderung abgeschüttelt, frage ich mich spontan: Meint sie mich? Mich, der hier gerade ganz gemütlich in seinem Ledersessel am Schreibtisch sitzt, mit einer Tüte Chips in der Hand und einer Buddel Cola neben sich? Die Person auf dem PC-Monitor hantiert an der Kamera herum und redet dabei unablässig weiter. Scheinbar erinnert sie sich nicht mehr an die Dinge, die ihr und der Umgebung um sie herum widerfahren sind. Es macht kurz "klack" und Lea - mit dem Namen hat sich die attraktive Frau in der Zwischenzeit vorgestellt - fragt mich, ob ich für irgendeine Organisation arbeiten würde. Ich solle meine Antwort mit der Kamera geben, denn mit ihr direkt reden kann ich nicht. Meine Finger bewegen sich zur Maus, zentriert im Bild drücke ich die linke Maustaste und schiebe den kleinen Nager von links nach rechts, um ein Kopfschütteln zu imitieren. Lea versteht und erklärt, dass ich wohl vom Militär sein müsse. Wenn sie nur wüsste, wer hier überraschter ist...

Schnell erläutert sie mir, dass wir die Geheimnisse des Schiffs wahrscheinlich nur gemeinsam lüften könnten. Ich solle die Umgebung nutzen, um ihr Zeichen zu geben. Mithilfe des Interfaces ist es mir möglich, das Licht, die Kameras und sonstige elektronische
Geräte zu manipulieren. Also schalte ich einige Glühlampen an und lotse Lea in den Nebenraum, wo ich einen Computer zum Laufen bringe. Mit Hilfe eines Bauplans des Kreuzers kann ich die Schaltpläne übersichtlich und komfortabel einsehen.

Nach einigen Dialogen und erfolgreichem An- und Abschalten des Lichts bewegt sich Lea zielstrebig durch das Schiff. Auf einmal färbt sich der Bildschirm weiß, Stimmen sind zu hören. Worüber unterhalten sie sich? Klingt das nicht wie die Person, die ich auf dem Bildschirm beobachte? Schneller als der Flashback gekommen ist, befinde ich mich wieder in der Wirklichkeit, schleuse Lea durch einige Räume, schalte Lichter ein und schwenke Kameras - einfach und übersichtlich. Nach einigen Momenten färbt sich der Bildschirm erneut weiß, jetzt bekommen die Stimmen auch Gesichter. Ich sehe durch die Augen einer anderen Person, die sich in einem Untersuchungszimmer befindet. Eine der beiden Stimmen gehört zu einem Mann, die andere zu Lea, die gerade damit beschäftigt ist, der Person auf dem Tisch eine Spritze zu verabreichen. Sie sprechen von ihr wie von einer Versuchsperson. Plötzlich fällt der Ausdruck "genetisches Experiment".

Der Restlichtverstärker hilft uns bei der Orientierung, diverse Updates der Kamerasoftware schalten weitere Features frei.

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Schnell sieht Lea ein, dass sie ohne mich nicht weiterkommt. Sie muss mir mehr anvertrauen und gibt mir das Passwort, um ihr Benutzerkonto zu öffnen - die Amnesie scheint entweder verflogen oder nicht echt zu sein. Auf meinem Computerbildschirm befindet sich ein entsprechendes Feld, um Account-Name und Kennwort eingeben zu können. Fix sind die Daten auf der heimischen Tastatur eingehackt und ein neues Fenster öffnet sich. Zugriff auf private E-Mails sowie einige Dokumente werden mir gewährt. Groß, wie meine Neugier nun mal ist, fange ich an, Licht ins Dunkel zu bringen und werde enttäuscht. Der größte Teil der Daten gibt nicht viel preis, aber das wäre auch viel zu einfach. Später erhalte ich sicherlich tiefere Einblicke in die Informationen der Forscher.

Jetzt gilt es erst einmal Lea voranzubringen. Die Tür vor ihr ist verschlossen, die Aktivierung der Kamera auf der anderen Seite bringt nicht viel Aufschluss. Es ist einfach zu dunkel und keinerlei Lichtquelle in der Nähe. Nachdem Lea die restlichen Räume durchsucht hat, findet sie ein Upgrade für die Kamerasteuerung. Nach geglückter Installation steht mir ein praktikabler Restlichtverstärker zur Verfügung. Jetzt sehe ich auch endlich, was die Tür versperrt: Ein Mann mit einem Stapel Holz auf dem Rücken. Ein kurzer Blick zur Kamera sagt ihm anscheinend, dass er beobachtet wird. Die Tür ist frei, Lea öffnet sie und der Fremde ist verschwunden. Ich habe aber keine Möglichkeit, sie zu warnen. Wir tapsen mutig vorwärts und stoßen abermals auf ein Hindernis. Eine Giftwolke macht den Weg zu einer Keycard unpassierbar, aber wir werden sicherlich einen Weg finden, um auch dieses Problem zu lösen...

Ersteindruck:

Dieses Mittendrin-statt-einfach-nur-nebenher-Gefühl ist nicht nur großartig, sondern wirklich innovativ. Kein Wunder, haben die Entwickler von Lexis Numérique doch bereits große Erfahrungen mit dem sehr guten In Memoriam sammeln können. Einsame Insel und Flashbacks mögen den einen oder anderen TV-Kenner an die Fernsehserie Lost erinnern - und das ist auch gewollt. Um den Eindruck noch zu verstärken, haben die Jungs und Mädels von Deadalic Entertainment für die Figur der Lea passenderweise Ranja Bonalana gewinnen können, die unter anderem auch Kate Austin ihre Stimme leiht.
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